Rietberg
Stadt steigt bei Netzgesellschaft ein

Rietberg (ssn) - Einstimmig hat der Rat am Donnerstag den Weg frei gemacht für den Einstieg der Stadt bei der Netzgesellschaft Ostwestfalen (NOW). Die Kommune wird sich mit zehn Prozent beteiligen. Für die entsprechenden Anteile müssen rund fünf Millionen Euro berappt werden.

Freitag, 26.06.2020, 16:45 Uhr aktualisiert: 26.06.2020, 17:16 Uhr
Rietberg: Stadt steigt bei Netzgesellschaft ein

Bereits im Haupt- und Finanzausschuss hatten sich die Fraktionen geschlossen hinter das Vorhaben gestellt. Diesen Zuspruch begrüßte Bürgermeister Andreas Sunder ausdrücklich. Der Einstieg biete die Chance, eine strategische Beteiligung beim Breitbandausbau nicht nur für Neuenkirchen, sondern im gesamten Stadtgebiet zu erhalten, stellte der Verwaltungschef heraus. Er selbst soll künftig die Emskommune in der Gesellschaftsversammlung der NOW vertreten.

Möglichst umfassende Breitbandversorgung ist das Ziel

„Eine möglichst umfassende Breitbandversorgung für Bevölkerung und Unternehmen ist wesentlicher Bestand einer modernen und zukunftsorientierten kommunalen Infrastruktur“, argumentiert die Stadtverwaltung. Der Ausbau der Infrastruktur wird in der Regel von eigenwirtschaftlich tätigen Privatunternehmen realisiert. Wo sich das für sie nicht rentiert – wie in Neuenkirchen der Fall –, müssen andere Lösungen her. Kommunen können dabei teils auf geförderte Ausbaumaßnahmen zurückgreifen. Der Vorteil: Hier können die Städte und Gemeinden über die Gestaltung des Subventionsszenarios zugleich steuernd in das Geschehen eingreifen. Für den eigenwirtschaftlichen Ausbau bestehe eine solche Kontrolloption bislang kaum, heißt es seitens der Stadt Rietberg.

Die Netzgesellschaft Ostwestfalen, die unter anderem bereits die Stadtteile Mastholte und Rietberg eigenwirtschaftlich ausgebaut hat, hat der Emskommune die strategische Zusammenarbeit mit Beteiligung in Höhe von zehn Prozent mit Schreiben vom 4. Juni angeboten. In diesem Kontext wurden der Stadt ebenfalls ein sogenanntes Business-Case – also ein Szenario zur Beurteilung einer Investition unter strategischen, betriebswirtschaftlichen und weiteren Aspekten – sowie Vertragsentwürfe vorgelegt.

Das Angebot sei von dem Beratungsunternehmen WRG Solutions Gütersloh geprüft worden, heißt es in der Beschlussvorlage. Dabei sei festgestellt worden, dass der Kaufpreis von zirka fünf Millionen Euro angemessen und das Angebot wirtschaftlich sowie mittelfristig gewinnbringend ist. Die Anteilsübernahme ist zum 1. August möglich.

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