Rietberg
Tennishalle in Rietberg abgebrannt

Rietberg (ei). Bei einem Großbrand ist am Donnerstagnachmittag eine Tennishalle am Fischhausweg in Rietberg vollständig zerstört worden. Das Feuer soll nach ersten Informationen in einem angrenzenden Wohnhaus ausgebrochen sein und dann auf die Halle übergegriffen haben. Es wurde niemand verletzt.

Donnerstag, 23.07.2020, 17:44 Uhr aktualisiert: 23.07.2020, 19:10 Uhr
Rietberg: Tennishalle in Rietberg abgebrannt

Rund 270 Einsatzkräfte von Feuerwehr und anderen Hilfsorganisationen rückten zu dem Unglücksort aus, nachdem ein erster Notruf die Kreisleitstelle der Feuerwehr kurz nach 14 Uhr erreicht hatte. Zunächst eilten die Löschzüge Rietberg und Mastholte herbei. Als der Rettungswagen der nahegelegenen Rettungswache, die sich an der Bokeler Straße befindet, eintraf, berichtete die Besatzung derweil bereits von aus dem Dach schlagenden Flammen. Stadtbrandinspektor Matthias Setter lies daraufhin ebenfalls die Löschzüge Neuenkirchen, Langenberg, Benteler, Wiedenbrück und Verl nachalarmieren.

Bewohner retten Haustiere ins Freie

Die Bewohner der beiden Wohnungen, die evakuiert werden mussten, konnte noch ihre Haustiere mit ins Freie retten. Vier Personen wurden vom Notarzt untersucht, wiesen jedoch keine kritischen Werte bei der Kohlenmonoxiduntersuchung auf. Die äußerst starke Rauchentwicklung machte den Feuerwehrleuten zu schaffen – teilweise war ein Arbeiten ohne Atemschutz nicht möglich. Daher wurden zusätzliche Atemschutzgeräte aus Gütersloh an die Einsatzstelle gebracht.

Das östlich angrenzende Kinderheim mit 17 Plätzen sowie eine anliegende Werkstatt mit insgesamt 80 Plätzen mussten nicht evakuiert werden. Dies war zunächst als Vorsichtsmaßnahme geplant gewesen, weshalb entsprechende Kräfte ebenfalls alarmiert worden waren. Mit einem Großlüfter des Kreisfeuerwehrverbands konnte der Qualm jedoch in eine andere Richtung gedrückt werden, so dass die Mitarbeiter der Werkstatt später normal Feierabend machen und die Kinder im Haus bleiben konnten.

Mit einem Bagger wurde die Außen- sowie Dachhaut der Halle geöffnet, so dass die Feuerwehrleute schließlich gegen 17 Uhr auch letzte Glutnester löschen konnten. An der Halle entstand Totalschaden, der mindestens im sechsstelligen Bereich liegt. Die Brandstelle wurde von der Polizei für weitere Untersuchungen beschlagnahmt.

Zur Warnung der Bevölkerung war überdies die App „Nina“ ausgelöst worden, über die dazu aufgefordert wurde, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Der ABC-Zug des Kreises nahm Messungen vor. Mit einer Drohne verschaffte sich die Einsatzleitung ein Bild vom Brandort.

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