Rietberg
Dämmershopping feiert Premiere

Rietberg (eph) - Normalerweise stehen Hubert und Karin Engelmeier, die in Delbrück ein Lederwarengeschäft betreiben, Ende Juli mit ihrem mobilen Verkaufsstand auf Libori. Doch das Paderborner Volksfest ist  der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen. Stattdessen sind sie in Rietberg.

Sonntag, 26.07.2020, 15:49 Uhr aktualisiert: 26.07.2020, 16:16 Uhr
Rietberg: Dämmershopping feiert Premiere

Die Anfrage aus der Nachbarstadt Rietberg kam für das Händlerpaar zur rechten Zeit. „Habt ihr Interesse, den Bauernmarkt zu unserem ersten Dämmershopping an einem Freitagabend mit eurem Stand zu bereichern?“, wollten die Rietberger von den Engelmeiers wissen. Klar hatten die beiden Interesse.

Kein Vergleich mit Stoppelkirmes

Und so stehen sie jetzt am vorletzten Juli-Freitag mit ihrem Stand auf der Rügenstraße vor dem Heimathaus und warten als einer von 23 Markthändlern auf kauffreudige und zahlungskräftige Kundschaft. Doch der Besuch des Bauernmarkts, der von 14 bis 20 Uhr geöffnet hat, ist zu diesem Zeitpunkt eher mau. Nur ein paar Schaulustige bummeln von Stand zu Stand. Kein Vergleich zu den Menschenmassen, die sich etwa zu Jacobi in Mastholte oder zur Rietberger Stoppelkirmes über die Straßen schieben.

Doch genau diese Menschenansammlungen, diesen Rummel mit Festcharakter galt es beim Dämmershopping mit Rücksicht auf Corona zu vermeiden, wie Laura Hunke vom Rietberger Stadtmarketing erklärt. Die Einzelhändler der Rathausstraße, die fast ausnahmslos mitmachen und ihre Geschäfte bis 20 Uhr offen halten, hätten deswegen auch keine zusätzlichen Anziehungspunkte wie Verkaufsstände auf der Straße, Getränke- und Snackangebote oder musikalische Darbietungen schaffen dürfen. Hunke: „Die Abstandsregeln waren in jedem Falle einzuhalten.“ Das erste Rietberger Dämmershopping ist eine Idee von Stadtmarketing und Kulturinitiative „Kulturig“. Innerhalb von nur drei Wochen haben die Macher der beiden Institutionen, unterstützt von Gastronomie und Einzelhandel, ein Konzept für die Veranstaltung aus dem Boden gestampft.

Händlerschwund entgegenwirken

Das gemeinsame Ziel: Die Stadt der schönen Giebel nach der Absage an das Outlet-Center als attraktiven Standort für einen Einkaufsbummel mit Flair etablieren. „Es musste etwas in der Stadt passieren, um dem Händlerschwund entgegenzuwirken. Wir sind froh über die Initiative des Stadtmarketings“, freut sich Bernd Hüllmann, Inhaber von „Koch Uhren und Schmuck“ und Sprecher der „Immobilien- und Standortgemeinschaft Rathausstraße“ (ISG). Das Dämmershopping sei ein positives Signal, sagt Hüllmann. Allerdings müsse sich das Ganze noch einspielen. Hüllmann: „Ob monatlich oder vierteljährlich – wichtig ist eine Regelmäßigkeit. Das sorgt für Kontinuität.“

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