Rietberg
Klima-Map: Bürger geben 205 Anregungen

Rietberg (gl) - Neun Monate lang hat die Stadt mittels einer Onlinekarte Ideen, Hinweise und Bedenken zum Klima in der Emskommune sowie zu den Auswirkungen des Klimawandels vor Ort gesammelt. Jetzt ist die Erhebung abgeschlossen. 53 Bürger haben insgesamt 205 Anregungen in die Klima-Map eingetragen.

Sonntag, 11.10.2020, 16:00 Uhr aktualisiert: 11.10.2020, 16:16 Uhr
Rietberg: Klima-Map: Bürger geben 205 Anregungen

Dabei wurden nicht nur Probleme im Hinblick auf Hitze, Starkniederschläge und Starkwindereignisse lokalisiert, sondern auch 58 Maßnahmen vorgeschlagen sowie 115 potenzielle Standorte für Baumpflanzungen ausgewiesen. Das sei eine im Vergleich zu anderen Städten durchschnittliche bis gute Beteiligung, resümiert das begleitende Büro „K.Plan – Klima, Umwelt und Planung“ aus Bochum.

Viele Problemmeldungen in der Kategorie „Hitze“

Auffällig sind zum einen die Problemmeldungen in der Kategorie „Hitze“ und zum anderen die zahlreichen Pflanzvorschläge für Bäume. Manche häufen sich demnach an einzelnen Straßenzügen. Andere beziehen sich auf die Aufforstung einer ganzen Waldfläche oder das Anlegen eines Bürgerwalds. Diesen Vorschlag setzt die Stadt bekanntlich bereits in die Tat um. Mit zusätzlichen grünen Riesen ebenso wie mit der Begrünung von Bedachungen könne man sich künftig höheren Temperaturen anpassen, heißt es in der Pressemitteilung aus dem Rathaus.

Infolge von Starkregenereignissen kommt es bereits jetzt häufiger zu lokalen Überschwemmungen und volllaufenden Kellern. „Vor diesem Hintergrund hat die Stadtverwaltung spätestens 2015 mit dem Projekt ‚Stark im Regen‘ gelernt, bei künftigen Planungen dem Niederschlagswasser, welches die Kanäle nicht aufnehmen können, mehr Raum geben zu müssen“, teilt die Kommune mit. Das treffe zum Beispiel auf Straßen mit höheren Randeinfassungen, Grünflächen und Spielplätzen zu. Darüber hinaus sind Bürger aufgefordert, ihre Häuser mit entsprechenden baulichen Vorsorgemaßnahmen selbst zu schützen.

Um negativen Folgen von starken Böen entgegenzutreten, schlagen die Rietberger Wind- sowie Erosionsschutzanpflanzungen in Form von Bäumen und Hecken vor. Zudem wird angeregt, die Potenziale einiger Flächen hinsichtlich der Energiegewinnung zu prüfen. Besonders im Bereich Vegetation, Begrünung und Baumpflanzungen werden konkrete Orte sowie Vorgehensweisen benannt. „All diese Anregungen gehen in eine Handlungskarte für das Stadtgebiet und einen konkreten Maßnahmenkatalog zum Klimaschutz sowie zur Anpassung an den Klimawandel ein“, verspricht die Emskommune. Im Zusammenspiel mit weiteren Fachabteilungen werde Klimaschutzmanagerin Svenja Schröder diese Hinweise nun auf Realisierbarkeit prüfen und im besten Fall zur Umsetzung bringen.

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