Rietberg
Coronafall bei Freiwilliger Feuerwehr

Rietberg (gl) - Bei der Freiwilligen Feuerwehr Rietberg ist ein Mitglied positiv auf Covid-19 getestet worden. Weil die Leitung der Feuerwehr und die Stadt sofort reagiert und entsprechende Schritte eingeleitet haben, hat sich der Erreger sehr wahrscheinlich nicht weiter verbreitet.

Donnerstag, 29.10.2020, 11:43 Uhr aktualisiert: 29.10.2020, 12:46 Uhr
Rietberg: Coronafall bei Freiwilliger Feuerwehr

So heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus. Die Kommune lasse nun sicherheitshalber weitere 15 Brandschützer auf das Virus testen. „Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme“, betont Bürgermeister Andreas Sunder. Das Kreis-Gesundheitsamt hält demnach eine Testung nicht für notwendig, weil die betroffene Person keinen kritischen Kontakt mit den anderen Kameraden hatte. Lediglich ein Feuerwehrmann sei präventiv in Quarantäne geschickt worden. Ihm und dem erkrankten Kollegen gehe es den Umständen entsprechend gut.

Kein Mitglied hat fahrlässig gehandelt

Der Fall zeige, wie immens wichtig es sei, sich strikt an alle Abstands- und Hygieneregeln zu halten, sagt Feuerwehrleiter Matthias Setter – zumal keiner der Mitglieder fahrlässig gehandelt habe. „Niemand ist etwa mit Erkältungssymptomen oder anderen Anzeichen einer Erkrankung zum Einsatz erschienen. Alle haben nach bestem Wissen gehandelt. Doch bekanntlich zeigen nicht alle infizierten Menschen Symptome. Oder sie sind bereits ansteckend, wenn sie noch keine Symptome verspüren.“

Nicht immer können die Einsatzkräfte den erforderlichen Mindestabstand von anderthalb Metern einhalten. Wenn sie etwa mit einem Löschfahrzeug unterwegs sind, funktioniert das nicht. Deshalb wurden schon vor Wochen für die Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Dienstanweisungen erlassen, die eine Ausbreitung von Infektionen verhindern sollen und unter anderem das Tragen so genannter FFP2-Masken vorsehen. Das Regelwerk war in Zusammenarbeit mit dem Kreisfeuerwehrverband erarbeitet worden.

Bürgermeister Sunder möchte nicht darüber nachdenken, was passiert, wenn beispielsweise ein ganzer Löschzug in Quarantäne geschickt wird: „Wir haben nicht unbegrenzte personelle Reserven bei der Feuerwehr. Wir setzen alles daran, die Kameraden zu schützen. Das funktioniert aber nur, wenn sich alle Menschen an die Regeln halten. Das ist in diesen Zeiten wichtiger denn je.“ Die Freiwillige Feuerwehr der Emskommune setzt sich aus den Löschzügen Rietberg, Neuenkirchen und Mastholte sowie der Jugendfeuerwehr zusammen. 165 Aktive gewährleisten den Brandschutz in den sieben Ortsteilen.

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