Rietberg
Bauprojekt in ehemaliger Tischlerei

Rietberg-Neuenkirchen (ssn) -  Auf dem Eckgrundstück zwischen Diekamp und Altem Schulweg in Neuenkirchen entsteht derzeit neuer Wohnraum in historischem Mauerwerk. Die Crasmöller GmbH & Co. KG verwirklicht in dem Gebäude einer ehemaligen Seilerei und Tischlerei 20 moderne Mieteinheiten.

Sonntag, 28.02.2021, 15:30 Uhr aktualisiert: 28.02.2021, 16:31 Uhr
In dem Gebäude einer ehemaligen Seilerei und Tischlerei auf dem Eckgrundstück zwischen Diekamp und Altem Schulweg in Neuenkirchen entstehen derzeit 20 moderne Mieteinheiten. Wie das Projekt zum erhofften Fertigstellungstermin im Herbst aussehen wird, zeigt diese Skizze.
In dem Gebäude einer ehemaligen Seilerei und Tischlerei auf dem Eckgrundstück zwischen Diekamp und Altem Schulweg in Neuenkirchen entstehen derzeit 20 moderne Mieteinheiten. Wie das Projekt zum erhofften Fertigstellungstermin im Herbst aussehen wird, zeigt diese Skizze.

Im Herbst soll die Immobilie bezugsfertig sein. Interessenten können bereits ihren Hut in den Ring werfen. Das Konzept für das dreigeschossige Ensemble haben die Gesellschafter Peter Crasmöller und Cathrin Samy zusammen mit Architekt Thomas Wiemann und Innenarchitektin Anne Knaup entwickelt. „Wir wollen hier etwas Nachhaltiges und Zukunftsorientiertes schaffen – und dabei immer etwas besser sein, als von uns gefordert wird“, sagt Crasmöller, der die alte Industrieanlage 2018 erworben hat und diese für die Nachnutzung unter anderem komplett entkernen ließ.

30-KW-Photovoltaikanlage auf dem Dach

30 Zentimeter dicke Trennwände aus Kalksandstein sollen optimalen Schallschutz garantieren. Erdwärmepumpen liefern umweltfreundlich und effizient wohlige Wärme im Winter und kühlen die Räume im Sommer. „Das funktioniert wie eine Klimaanlage, nur ohne Zugluft“, erklärt Crasmöller. Ihren Arbeitsstrom erhalten die Pumpen von einer 30-KW-Photovoltaikanlage auf dem Dach, die auch den allgemeinen Hausstromverbrauch abfedern soll. Die kontrollierte Wohnraumlüftung zeichnet dafür verantwortlich, dass die Luft stetig umgewälzt und so auch Feuchtigkeit, etwa aus dem Bad, abtransportiert wird. „Insgesamt entsprechen die Wohnungen damit den höchsten energetischen Standards und wir sichern zugleich eine äußerst preiswerte Energieversorgung. Deshalb sind die Heizkosten bereits im Wesentlichen im Mietpreis enthalten“, betont der Gesellschafter.

Die Wohnungen, die zwischen 75 und 120 Quadratmeter groß sind, verfügen im Erdgeschoss über eine Terrasse und in den Obergeschossen über einen Balkon. „Nur bei drei Einheiten konnten wir den Balkon nicht verwirklichen, weil sonst der notwendige Abstand zur Nachbarschaftsgrenze unterschritten worden wäre“, sagt Crasmöller. In diesen Einheiten seien stattdessen bodentiefe Fenster verbaut worden. „Wenn diese geöffnet sind, ist das fast genauso gut wie ein Balkon, nur dass man nicht heraustreten kann“, meint Cathrin Samy. Bis auf vier Wohnungen sind alle Einheiten barrierefrei über einen Aufzug zu erreichen. Da die früheren Fertigungshallen nicht unterkellert sind, haben die Planer Abstellräume mitgedacht. Der heutige Garten wird versiegelt. Er dient künftig als Parkraum für bis zu 31 Autos. Außerdem können in einem für alle Mieter zugänglichen, abschließbaren Abstellraum gut 50 Fahrräder und die Mülltonnen sicher verstaut werden.

Grundriss bleibt erhalten

Statt Jalousien haben Peter Crasmöller und Cathrin Samy für die dreifach verglasten Fenster Raffstore-Anlagen vorgesehen. Sechs Wohnungen bestechen dank fünf Meter hoher Decken im offenen Giebel durch ihren Loftcharakter. „Es ist mir eine Herzensangelegenheit, das Ortsbild zu verschönern – und das ganz bewusst mit Bestandsgebäuden. Denn so erhalten wir ein Stück der Geschichte Neuenkirchens“, sagt Crasmöller, der von 2015 bis 2017 bereits den Immobilienkomplex an der Ringstraße 34 bis 40a saniert hat. Auch für das Wohnhaus mit der künftigen Adresse Diekamp 9 bis 11 habe er am Grundriss nichts verändert. „Der Rahmen ist so geblieben, wie er war. Wir erfüllen ihn nur mit neuem Leben“, betont der Investor.

Ursprünglich andere Nutzung geplant

Ursprünglich hatten Peter Crasmöller und Cathrin Samy für die Immobilie eine andere Nutzung vorgesehen. Bei einer Baustellenbesichtigung im Januar 2019 war ein Konzept mit Gastronomie und Weinbar, Boarding-Haus, großem Loungebereich für Feiern aller Art, Seminarräumen, Künstlerwerkstatt sowie einem Yoga- und Business-Life-Coaching vorgestellt worden. „Wir hatten dafür schon die Baugenehmigung und sogar einen Koch“, blickt Grasmöller zurück. Letztlich habe man aus Rücksicht auf die Nachbarschaft jedoch Abstand von diesen Plänen genommen. „Das hätte viel Lärm und Verkehr in den Ort gebracht. Und obwohl wir seinerzeit nur positive Rückmeldungen von den Neuenkirchenern erhalten haben, wollten wir ihnen das nicht zumuten.“

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