Rietberg
Sunder hat Minijob im Gartenschaupark

Rietberg (kvs) - Andreas Sunder ist zweifelsohne ein vielbeschäftigter Mensch. Nicht genug damit, dass der 47-Jährige an der Spitze der Stadtverwaltung steht, er nimmt überdies diverse ehrenamtliche Aufgaben sowie Nebentätigkeiten wahr.

Mittwoch, 05.05.2021, 08:30 Uhr aktualisiert: 05.05.2021, 09:01 Uhr
Rietbergs Bürgermeister Andreas Sunder hat im vergangenen Jahr Nebeneinkünfte in Höhe von 6800 Euro erzielt.
Rietbergs Bürgermeister Andreas Sunder hat im vergangenen Jahr Nebeneinkünfte in Höhe von 6800 Euro erzielt.

Diese zu veröffentlichen, dazu verpflichtet ihn das Korruptionsbekämpfungsgesetz. So hat der Rietberger Bürgermeister eigenen Angaben zufolge 2019 zusätzlich zum Beamtensalär 7100 Euro erzielt, im vergangenen Jahr 6800 Euro. Die Summe dürfte jedoch noch spürbar schrumpfen, schließlich muss der Verwaltungschef diese Einkünfte ordnungsgemäß versteuern.

Nicht alle Nebenbeschäftigungen bringen Geld

Kein Geld bekommt Andreas Sunder dafür, dass er Teil der Mitgliederversammlung sowie der Arbeitsgruppe OWL beim nordrhein-westfälischen Städte- und Gemeindebund ist, ebenso wenig für sein Engagement im Tourismus-Fachbeirat bei OWL-Marketing, bei Pro Wirtschaft GT, beim Zweckverband Infokom Gütersloh, beim Sparkassen- und Giroverband Westfalen-Lippe und in Sachen Lokalfunk. Als weitere ehrenamtliche Betätigungsfelder listet der Bürgermeister die Rietberg-RWE-AG, die Bürgerstiftung Rietberg, die Stadtmarketing-GmbH, die Stiftung der Sparkasse Rietberg für Kultur, Sport und Heimatpflege, die Stadtwerke Rietberg-Langenberg, die Netzgesellschaft Ostwestfalen und den Zweckverband Martinschule auf.

Bürgermeister auch bei der Sparkasse aktiv

Finanziell bemerkbar hingegen machen sich Sunders Tätigkeiten in Verwaltungsrat und Risikoausschuss bei der Sparkasse Gütersloh-Rietberg, für die im vergangenen Jahr 1500 Euro (2019: 1800 Euro) ausbezahlt wurden. Der Zweckverband desselben Geldinstituts bedachte den Bürgermeister zudem mit 50 Euro Sitzungsentgelt, wobei dieser den Betrag wiederum an die Stadt abführte. Den gleichen Weg nahmen 180 Euro Sitzungsgeld von der Gartenschaupark-GmbH, wo Sunder Vorsitzender des Aufsichtsrats sowie der Gesellschafterversammlung ist. 

Bemerkenswert: Im Park übt er außerdem noch einen Minijob als „Chef vom Dienst“ aus. Das bringt ihm immerhin 400 Euro im Monat ein. Das Versorgungsunternehmen VGW honorierte Sunders Anwesenheit bei Sitzungen zuletzt mit 500 Euro.

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