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Do., 12.02.2015

Karneval der Senner Frauen – Herrenbesuch und andere Katastrophen  Saubere Darbietung 

Die Spielschar der katholischen Frauen zeigt viel Bein. Beim Cancan auf der Bühne im Saal des Forellkrugs sind die Zuschauer begeistert und fordern eine Zugabe. Wer sich diese Aufführung nicht entgehen lassen möchte, kann noch Karten für die Veranstaltung an diesem Samstag erwerben. Beginn ist um 19.30 Uhr.

Die Spielschar der katholischen Frauen zeigt viel Bein. Beim Cancan auf der Bühne im Saal des Forellkrugs sind die Zuschauer begeistert und fordern eine Zugabe. Wer sich diese Aufführung nicht entgehen lassen möchte, kann noch Karten für die Veranstaltung an diesem Samstag erwerben. Beginn ist um 19.30 Uhr.

Von Matthias Kleemann

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). In der Senne sind sie in knallbunte Kleider geschlüpft, haben Netzstrümpfe und Strumpfbänder übergestreift und sich Federboas in die schwarzen Perücken gesteckt. Das alles passt natürlich nur zu einem Tanz: dem berühmten Cancan.

 Die Spielschar der katholischen Frauengemeinschaft St. Achatius gleicht einem frischen Wirbelwind, wenn sie zu den populären Klängen über die Bühne fegt. Da fliegen die Beine wie im Moulin Rouge, und natürlich lässt das Publikum die Damen nach dieser Darbietung nicht ohne Zugabe aus dem Saal.

 Fetzige Musik, fantasievolle Kostüme und jede Menge Humor, das sind die Zutaten für ein gelungenes Programm.

 Die Katastrophe ist nicht weit, wenn Landeier in der großen Stadt unterwegs sind und vom Hunger geplagt werden. »Du hast Knie, und ich hab Hunger«, sagt Anneliese, was tragischerweise sogar stimmt, denn Darstellerin Katja Gees hat tatsächlich Knieprobleme (weswegen sie später als Klimbim-Opa sogar mit Krücken auftritt). Im Schnellrestaurant mit dem großen, gelben M stehen die beiden ratlos vor der Menükarte. »Was sind denn McNuggets?« – »Hühnerplätzkes!« – »Nein danke!«.

 Liese und Lotte (Elke Deppe und Ute Schniedermann) haben erneut ein Jahr lang das Dorfgeschehen beobachtet. Da erfährt man, dass 15 Kaffee und drei Packungen Kekse nötig waren, um das Osterlicht eine Nacht lang zu bewachen, dass das Auto der Schützen-Ehrendamen offenbar mit Kräuterschnaps betankt wird. Oder wird der doch von den Frauen getrunken? Das Duo berichtet von geschäftstüchtigen Kindern, die am Gartenzaun Pinkelgeld kassieren und von Schützenbrüdern, die eine Bretterfurt auf dem frischen Asphalt am Lippstädter Weg übersehen und so auf dem neuen Pflaster schwarze Spuren hinterlassen. Sogar im Kölner Karneval haben sich einige Senner herumgetrieben, aber es hat sie alle in die Heimat zurückgezogen. »Unsere kleine Senne im Karnevalsfieber zu seh'n – ist das nicht schön?«

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