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Sa., 27.02.2016

Bernhard Derksen wendet sich gegen falsche Darstellung eines BMX-Parcours in Stukenbrock-Senne Sanfte Hügel, keine Sportbahn

Der BMX-Parcours am Lippesee in Paderborn, der sich harmonisch in die Landschaft einfügt, ist das Vorbild für den Parcours, der in Stukenbrock-Senne geplant ist.

Der BMX-Parcours am Lippesee in Paderborn, der sich harmonisch in die Landschaft einfügt, ist das Vorbild für den Parcours, der in Stukenbrock-Senne geplant ist. Foto: Bernhard Derksen

(WB). Eine bewusst falsche Darstellung weniger Projekt-Gegner beklagt Bernhard Derksen, der vor beinahe drei Jahren die Idee eines BMX-Parcours für Kinder in Stukenbrock-Senne ausgearbeitet hat. Er meint, dass die Gegner den geplanten Parcours am Spielplatz Jägergrund in ein falsches Licht rücken.

Bernhard Derksen ist Familienvater und Vorstandsmitglied im Dorfverein »Unser Dorf Stukenbrock-Senne«. Der Dorfgemeinschaftsverein engagiert sich ehrenamtlich für die Dorfentwicklung sowie den Erhalt und die Steigerung der Attraktivität des Ortes. Im Wettbewerb »Unser Dorf hat Zukunft« hat der Verein Stukenbrock-Senne überzeugt und ist mit Platz 1 auf Kreisebene und Platz 3 auf Landesebene belohnt worden.

»Ich will etwas für Kinder in Stukenbrock-Senne tun. In der öffentlichen Diskussion ist der BMX-Parcours durch eine falsche Wortwahl und ebenfalls falsche Bilder in der Presse in ein falsches Licht geraten«, sagt Derksen. »Benutzt wurden Worte wie Spaßbahn, Wettkampfbahn, Lärm, Ruhestörung und Jugendliche. Mit unserem Projekt wurden Bilder von der Beton-Wettkampf-Bahn am Kesselbrink in Bielefeld in Verbindung gebracht. Dieses Bild hat mit unserem Projekt aber nicht das Geringste zu tun.«

Parcours ist eine Erweiterung des Spielplatzes

»Den Parcours, den wir für Kleinkinder bis zum Alter von zwölf Jahren gestalten wollen, ist eine Erweiterung des vorhandenen Spielplatzes und an das Vorbild des Parcours am Lippesee in Paderborn angelehnt«, sagt Derksen. Dort sei er in die Natur integriert, wie es auch in Stukenbrock-Senne geplant sei. »Dort halten sich auch Spaziergänger auf, um zur Ruhe zu kommen und dem stressigen Alltagsleben zu entfliehen.« Das harmoniere sehr gut mit der Gedenkstätte des Sowjetischen Ehrenfriedhofs. »Ich kann Sie nur einladen, den Bereich am Lippesee zu besuchen, um sich selbst ein Bild davon zu verschaffen.«

Parcours aus natürlichen Stoffen

Bernhard Derksen erläutert, dass der »Parcours« nur aus natürlichen Stoffen gestaltet werden soll. Die Wiese bleibe als solche bestehen, es werden nur ein paar Hügel entstehen, wo Kleinkinder ein paar Bahnen drehen können. »Die Entwurfsplanung liegt der Stadt vor«, betont Derksen.

Zur Kritik, ein Kinder-Parcours vertrage sich nicht mit der Würde, die dem Ehrenfriedhof gebühre, sagt Derksen: »Wir gehen mit den Ehrenfriedhof sehr sensibel um, deshalb haben wir uns bewusst für diese kleine und entspannte Ausführung entschieden, um das Nebeneinander positiv zu gestalten. An dem Geräuschpegel wird sich nichts ändern, da der BMX-Parcours so gestaltet werden soll, dass er keinen erheblichen Lärm erzeugen wird.«

Derksen sagt, dass mehrfach versucht worden sei, einen anderen Standort zu finden, was aber zum Beispiel auch die Grenzen des Naturschutzgebietes unmöglich machen. Andere Standorte seien deshalb von der unteren Landschaftsbehörde abgelehnt worden.

Derksen weist darauf hin, dass sich der Kinderanteil in Stukenbrock-Senne durch die Neubaugebiete Pastor-Bangen-Weg und Lippstädter Weg sehr erhöht habe. Freizeitmöglichkeiten in den Nachbarorten zu nutzen sei für die Kinder kaum möglich, weil Stukenbrock-Senne abgelegen liege und die Verkehrsanbindung nicht immer optimal sei. »Deshalb sind wir in der Verantwortung, für die Kinder in der Senne etwas zu gestalten. Es gibt sonst nichts außer dem Fußballplatz. Kinder brauchen Beschäftigung.«

Zuletzt ist der Antrag der Dorfgemeinschaft im Haupt- und Finanzausschuss der Stadt diskutiert worden. »Ich möchte mich der Aussage von Lars Pankoke (CDU) anschließen: Kinderlärm bedeutet Leben! Wobei ich das Wort Lärm etwas unglücklich in diesem Zusammenhang finde«, sagt Derksen.

Auch die Denkmalschutzbehörde habe in der Vergangenheit positive Akzente und Signale gesetzt und gezeigt, dass vieles bei respektvollem Gegenüber gut funktioniere. »Ich bin mir sehr sicher, dass auch hier nichts anderes geschehen wird. Denn schließlich sind wir stolz darauf, diese Dokumentationsstätte als Bereicherung in unserem Ort zu haben und behandeln diese somit auch höchst würdevoll.«

Als Anwohner wolle er sich zur Antifa-Veranstaltung zum Antikriegstag äußern, den der Verein Blumen für Stukenbrock im September ausrichtet. »Niemand hat etwas gegen eine Gedenkveranstaltung. Aber die Form, wie sie abgehalten wird, ist nicht das, was wir Anwohner als positiv empfinden und uns wünschen.«

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