Caprice Balsfulland leitet St.-Achatius-Kindergarten
Berufsziel konsequent verfolgt

Schloß Holte-Stukenbrock  (WB). Sie ist 25 Jahre jung, schreibt an den letzten Sätzen ihrer Masterarbeit und hat ihr Berufsziel bereits erreicht: Caprice Balsfulland leitet seit August den St.-Achatius-Kindergarten in Stukenbrock-Senne.

Dienstag, 30.08.2016, 18:40 Uhr aktualisiert: 30.08.2016, 18:42 Uhr
Caprice Balsfulland leitet seit August den St.-Achatius-Kindergarten in Stukenbrock-Senne. Mateo (5) und Emmy (5) fühlen sich dort wohl und wollten gerne mit aufs Bild. Gesunde Ernährung und Bewegung sollen als Projekt ins Programm. Foto: Bernd Steinbacher
Caprice Balsfulland leitet seit August den St.-Achatius-Kindergarten in Stukenbrock-Senne. Mateo (5) und Emmy (5) fühlen sich dort wohl und wollten gerne mit aufs Bild. Gesunde Ernährung und Bewegung sollen als Projekt ins Programm. Foto: Bernd Steinbacher

»Schon immer hatte ich den Wunsch, einen Kindergarten zu leiten«, sagt Caprice Balsfulland im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT. Ihr sei dabei aber auch klar gewesen, nicht nur den Beruf der Erzieherin zu erlernen, sondern auch ein Studium zu absolvieren. Nicht zuletzt durch das Kinderbildungsgesetz (KiBiz) sei es wichtig, die Arbeit im Kindergarten weiter zu professionalisieren. Der Bildungsauftrag müsse stärker in den Vordergrund rücken.

Ihren eigenen Ausbildungsweg ist die junge Frau dabei sehr zielstrebig gegangen. An der Lisa-Tetzner-Hauptschule in Schloß Holte-Stukenbrock hat sie ihren Realschul-Abschluss erreicht, danach in Paderborn an der Edith-Stein-Schule das Fachabitur gebaut. Danach lernte sie drei Jahre lang Erzieherin. Das letzte Jahr davon war Caprice Balsfulland in Hessen in einem Kindergarten tätig.

Danach führte sie ihr Weg an die Katholische Hochschule in Paderborn. Ihr Bachelor-Studium Kindheitspädagogik konnte sie wegen der Berufsausbildung und guter Noten auf zwei Jahre verkürzen. Ihr Masterstudium absolvierte sie wegen des Studien-Schwerpunkts Netzwerkmanagement in Münster.

Patin Martina Pelzel hilft ihr

Als Caprice Balsfulland die Stellenausschreibung als Kindergartenleiterin in Stukenbrock-Senne gesehen hat, »habe ich erst gedacht, das ist noch zu früh«, hat es dann doch versucht, und die Bewerbung hatte Erfolg. »Ich fühle mich hier sehr wohl, das Team ist hoch motiviert und hat mich sehr gut aufgenommen«, sagt die neue Leiterin des St.-Achatius-Kindergartens. Für sechs Mitarbeiterinnen und 39 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren ist sie nun verantwortlich. Als »Patin« steht ihr aber Martina Pelzel, Leiterin des Abt-Kruse-Kindergartens, zur Seite. Sie hatte die Einrichtung in der Senne übergangsweise für ein Jahr mitgeleitet. »Pädagogisch fühle ich mich gut ausgestattet, doch viele Verwaltungsdinge sind neu für mich. Ich muss mich in den Papierkram einfuchsen«, sagt Caprice Balsfulland. Hilfreich sei auch die Leitungsrunde der Kindertageseinrichtungen und die Unterstützung durch den Träger.

Die katholischen Kindertageseinrichtungen der Stadt werden von der gemeinnützigen GmbH »Katholische Kindertagesstätten Minden-Ravensberg-Lippe« verwaltet. Das entlastet die Kirchengemeinden und die Einrichtungsleiter.

Das Herz der Kinder hat die junge Leiterin ganz schnell erobert. Sie erzählt ihnen nämlich immer Geschichten von ihrem Hund, einer Bulldogge, namens Hermine Haselnuss. Den gibt es tatsächlich. »Irgendwann muss ich den Hund mitbringen«, vermutet sie und lacht dabei.

Doch vorerst stehen andere Projekte auf der Liste. Gesunde Ernährung und Bewegung sollen ins Bewusstsein der Kinder gerückt werden. Dabei schätzt sie, dass sie ihre Arbeitszeit je zur Hälfte in die Arbeit mit den Kindern und in die Verwaltungstätigkeit investieren kann. »Die Stelle ist genau die richtige für mich«, sagt sie.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4269529?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2516080%2F
Einkauf rund um die Uhr
Markus Belte (links) und Alexander Burghardt stellen den Latebird-Prototypen vor. Der autonome Mini-Supermarkt im Kiosk-Format ermöglicht einen kontaktfreien Einkauf rund um die Uhr. Die ersten Container werden gerade in Paderborn gebaut.
Nachrichten-Ticker