St.-Achatius-Kirche wird innen renoviert – Elektrik komplett erneuert
Gewaschen und gerubbelt

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Die kleinste Kirche macht am meisten Arbeit. Das sagt Lothar Melzer, Elektroinstallateur der Firma Mersch. »Das Besondere ist: Die komplette Elektrik muss raus.« Die St.-Achatius-Kirche ist die letzte der fünf katholischen Kirchen, die jetzt von innen renoviert werden.

Dienstag, 28.03.2017, 17:53 Uhr aktualisiert: 28.03.2017, 17:55 Uhr
Peter Bohnensteffen, Maler und Lackierer von der Firma Rehm, wäscht die Decke des Kirchenraums mit Wasser ab. Danach werden die Ornamente mit Farbe aufgefrischt. An den Wänden wird mit Spezialschwämmen die Patina abgerubbelt. Foto: Monika Schönfeld
Peter Bohnensteffen, Maler und Lackierer von der Firma Rehm, wäscht die Decke des Kirchenraums mit Wasser ab. Danach werden die Ornamente mit Farbe aufgefrischt. An den Wänden wird mit Spezialschwämmen die Patina abgerubbelt. Foto: Monika Schönfeld

Die Elektrik ist auch der Grund, warum in der Sakristei alles herausgerissen worden ist. »Die alten Kabel können nicht mehr benutzt werden, die Farbkennzeichnung ist nicht mehr so, wie sie sein muss. Deshalb wird jetzt alles gebündelt in einem Elektrik-Schrank untergebracht«, sagt der Kirchenvorstand, der jeden Mittwoch in der Kirche in Stukenbrock-Senne ist, um Fragen zu klären und den Baufortschritt zu begutachten. Es sind stellvertretender Kirchenvorstand Josef Biermeier, seine Stellvertreterin Beate Evers-Joachim, Ursula Kopplin und Hermann-Josef Brummelte, die mit Bauleiter Alois Czorny vom Architekturbüro Voller Weege in engem Kontakt stehen.

Die offensichtlichste Änderung ist im Altarraum zu sehen. Das Podest ist eine Stufe tiefer gelegt worden. »Das verhindert, dass Messdiener oder der Pastor umknicken oder stolpern, minimiert also die Unfallgefahr«, sagt der Bauleiter. »Außerdem wird mehr Nähe zu den Gottesdienstbesuchern hergestellt.«

Von außen bereits saniert

Die Kirche ist bereits von außen saniert worden. Vor sieben Jahren ist der Turm renoviert worden. Der war von Rotalgen befallen und schimmerte deshalb rötlich. Das sieht nicht schön aus und kann außerdem dem Putz schaden. Im ersten Abschnitt war deshalb auch gleich die Heizung und die Kirchentür erneuert worden. Im Zusammenhang mit der Dorfplatzerneuerung, die auf Initiative des Vereins »Unser Dorf Stukenbrock-Senne« gemacht worden war und im Dorfwettbewerb Punkte eingebracht hat, war auch das Außengelände der Kirche angeglichen worden. Der Zaun war gefallen, die Kirche öffnete sich damit dem Dorf, der Kirchturm wird seitdem beleuchtet. »Das sieht nett aus und zeigt, dass die Kirche für jeden da ist«, sagt Alois Czorny.

Der Kirchenraum ist von innen eingerüstet. Von Hand werden die Wände und die Decke abgewaschen oder auch mit einem Schwamm abgerubbelt. Stück für Stück wird sich dann auch zeigen, was mit der Ornamentik passiert. Der alte Teil der Kirche aus dem Jahr 1896 ist der im jetzigen Eingangsbereich. Die Decke ist mit Mustern verziert. Ob es reicht, dort die Decke abzuwaschen, oder ob die Muster aufgefrischt werden müssen, steht noch nicht fest. Zurzeit wird die Kirchendecke im neueren Bereich, der bei der Erweiterung in den Jahren 1930/31 entstand, abgewaschen. Das ist schon sehr arbeitsaufwendig, weil die Rauten mit Holzbrettern eingefasst sind. Der Maler und Lackierer Peter Bohnensteffen aus dem Betrieb Rehm in Augustdorf ist dabei. Er wird später in diesem Teil die Ornamente mit Farbe auffrischen. Die Farbgebung wird mit dem Kirchenvorstand abgesprochen. »Unter Umständen legen wir erst ein Muster an. Manchmal muss man erst eine Nacht drüber schlafen, um die Wirkung im Raum beurteilen zu können«, sagt Czorny.

Mehr dazu im WESTFALEN-BLATT Schloß Holte-Stukenbrock vom 29. März.

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