Fr., 28.04.2017

Protest gegen ein interkommunales Gewerbegebiet in Stukenbrock Senne inmitten der Naturschutzgebiete Anlieger in der Senne: »Hier nicht!«

Die Vertreter der sechs Eigentümerfamilien, die nicht verkaufen wollen, und Anlieger protestieren gegen das geplante interkommunale Gewerbegebiet mit großflächigen Transparenten an Paderborner Straße und Lippstädter Weg.

Die Vertreter der sechs Eigentümerfamilien, die nicht verkaufen wollen, und Anlieger protestieren gegen das geplante interkommunale Gewerbegebiet mit großflächigen Transparenten an Paderborner Straße und Lippstädter Weg. Foto: Monika Schönfeld

Von Monika Schönfeld

Schloß Holte-Stukenbrock  (WB). Mit großflächigen Transparenten machen Eigentümer und Anlieger des geplanten interkommunalen Gewerbegebietes in Stukenbrock-Senne darauf aufmerksam, dass sie ein Gewerbegebiet an dieser Stelle nicht wollen. Außerdem sammeln die Bürger Unterschriften gegen das Gewerbegebiet – 150 haben sie schon.

Wie am 20. April berichtet , haben sechs Eigentümer der Stadt schriftlich erklärt, dass sie ihre Flächen nicht an die Stadt verkaufen wollen. »Dabei handelt es sich um ungefähr 19 Hektar«, haben die Eigentümer grob überschlagen. Das geplante interkommunale Gewerbegebiet ist 53 Hektar groß, liegt ausschließlich auf Schloß Holte-Stukenbrocker Gebiet. An der »Gewerbepark Senne GmbH« sind allerdings auch Hövelhof und Augustdorf beteiligt. Der Plan hat den Regionalrat passiert und muss jetzt von der Landesregierung genehmigt werden.

Die 53 Hektar der möglichen Gewerbegebietsfläche gehören insgesamt 15 Eigentümern, sagt Werner Thorwesten, Fachbereichsleiter Wirtschaft und Stadtentwicklung. Einer davon sei die Stadt, die mehrere kleine Stücke, insgesamt etwa zehn Hektar besitze. Inwieweit die sechs Eigentümer, die nicht verkaufen wollen, das Gewerbegebiet verhindern können, weiß Olaf Junker, Kämmerer der Stadt und Geschäftsführer der Gewerbepark Senne GmbH, noch nicht abzuschätzen. »Auf einige Grundstücke könnten wir vielleicht verzichten. Schlecht wäre es, wenn das Filetstücke wären.« Junker sagt, er bleibe weiterhin gesprächsbereit. Er wolle keine Drohkulisse aufbauen. Wenn aber das Gewerbegebiet genehmigt werde, könnten die protestierenden Eigentümer von Gewerbehallen eingeschlossen werden. Junker sagt aber auch: »Ich habe Verständnis für die Eigentümer, die die Natur und ihre Heimat, so wie sie ist, erhalten wollen.«

Naturschutzgebiete rund um das geplante Gewerbegebiet – das thematisieren die Gegner des Gewerbegebiets auf den Transparenten mit Symbolen und den Worten »Industriegebiet Stukenbrock-Senne? Hier nicht!« Die Transparente sind von der Autobahnabfahrt Stukenbrock-Senne und von der Paderborner Straße und dem Lippstädter Weg aus weithin sichtbar.

Den ausführlichen Artikel sowie einen Kommentar lesen Sie am Samstag, 30. April, im WESTFALEN-BLATT, Ausgabe Schloß Holte-Stukenbrock.

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