GNS wird Nutznießer
Stifter fördern Schutz der Senne

Schloß Holte-Stukenbrock/Augustdorf (WB). Der im ehemaligen Sennedorf Haustenbeck geborene Hermann Biere (90) und sein Sohn Jörg (60) haben die Haustenbeck- und Senne-Stiftung gegründet. Die gemeinnützige Stiftung fördert die Natur- und Umweltpflege, Denkmalpflege, Wissenschaft und Forschung, Tierschutz und die Heimatpflege.

Montag, 24.07.2017, 18:17 Uhr aktualisiert: 24.07.2017, 18:22 Uhr
Jörg Biere (rechts), der mit seinem Vater Hermann die Haustenbeck- und Senne-Stiftung gegründet hat, bespricht mit dem Leiter des Senne-Umweltbildunsgzentrums der GNS, Dieter Kerstingtombroke, die Idee der Zustiftungen. Foto: Monika Schönfeld
Jörg Biere (rechts), der mit seinem Vater Hermann die Haustenbeck- und Senne-Stiftung gegründet hat, bespricht mit dem Leiter des Senne-Umweltbildunsgzentrums der GNS, Dieter Kerstingtombroke, die Idee der Zustiftungen. Foto: Monika Schönfeld

Senne-Umweltbildungszentrum verwirklicht Naturschutz

Nutznießer der Stiftung soll die Gemeinschaft für Naturschutz Senne und Ostwestfalen-Lippe mit Sitz des Senne-Umweltbildungszentrums in Augustdorf sein. »Das ist für uns neu«, sagt Dieter Kerstingtombroke, Leiter des Senne-Umweltbildungszentrums, der gestern mit Jörg Biere die Stiftung vorgestellt hat.

Erinnerung an das Dorf Haustenbeck

»Mein Vater und ich wollen die Erinnerung an das Dorf aufrecht erhalten, aber auch die Landschaft, in der es eingebettet ist. Ich bin ein Gegner des Nationalparks Senne und bevorzuge die Alternative eines Bioshärenreservats, in dem Waldbau möglich ist. Die Senne ist schließlich als Kulturlandschaft entstanden. Überlässt man die Landschaft in einem Nationalpark sich selbst, wuchert sie mit Wald zu«, sagt Jörg Biere. Sein Ziel sei, alles zu unterstützen, das der Senne nutzt. Das könne eine Ruhebank in der Landschaft sein, aber auch die Unterstützung von Studenten, die zur Senne forschen. »Nachhaltiges Ziel ist, dass diese Region als Biosphärenreservat nach den Unesco-Kriterien eingeordnet und anerkannt wird.«

Die Stiftung ist in der Stiftergemeinschaft der Sparkasse Paderborn-Detmold errichtet worden. Damit wird dauerhaft gewährleistet, dass der Stiftungszweck weiter verfolgt wird, auch wenn die Stifter das nicht mehr können.

Zustiftungen und Spenden erbeten

Mit einem Stiftungskapital in Höhe von 25 000 Euro ist es eher eine kleine Stiftung. Der Stiftungsertrag, der für den Stiftungszweck verwendet werden darf, tendiert wegen des extrem niedrigen Zinsniveaus gegen Null. »Wir sind deshalb auf Spenden und Zustiftungen angewiesen, die dann dem Stiftungszweck entsprechend ausgezahlt werden«, sagt Jörg Biere. Willkommen sind auch kleine Beträge. Primärer Nutznießer sei die GNS, die die Stiftungsziele umsetze. Wer die unterstützen möchte, kann Geld auf das Konto der Deutschen Stiftungstreuhand AG bei der Sparkasse Paderborn-Detmold überweisen, IBAN DE14476501300046281887.

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