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Do., 24.08.2017

Arbeitskreis Blumen für Stukenbrock wird 50 Jahre alt – Antikriegstag am 2. September Oft angefeindet

Hubert Kniesburges, Jochen Schwabedissen und Werner Höner mit Plakaten früherer Veranstaltungen, links aus dem Jahre 1980, rechts aus dem Jahr 1987. Der Arbeitskreis sagt, es habe sich gelohnt, in all den Jahren für den Frieden einzutreten.

Hubert Kniesburges, Jochen Schwabedissen und Werner Höner mit Plakaten früherer Veranstaltungen, links aus dem Jahre 1980, rechts aus dem Jahr 1987. Der Arbeitskreis sagt, es habe sich gelohnt, in all den Jahren für den Frieden einzutreten. Foto: Matthias Kleemann

Von Matthias Kleemann

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Für jeden Toten auf dem Friedhof eine Blume mitbringen, dieser Gedanke, den einer der Initiatoren im Jahr 1970 äußerte, führte zum Namen der bis dahin namenlosen Initiative: Blumen für Stukenbrock.

Die existierte damals schon drei Jahre, deswegen begeht der Arbeitskreis in diesem Jahr ein Jubiläum. Er wird 50 Jahre alt. In einer Broschüre blickt der Vorstand auf die Zeit zurück und beleuchtet einzelne Stationen. Blumen für Stukenbrock erinnert an den Überfall auf die Sowjetunion am 2. September 1941 und hält das Andenken der auf dem Sowjetischen Ehrenfriedhof begrabenen Soldaten hoch.

»Ihr missbraucht das Andenken der Toten«, das war einer der Vorwürfe, denen sich der Arbeitskreis in seinen Anfängen ausgesetzt sah. Es war die Zeit des Kalten Krieges. »In den Ämtern und Parlamenten saßen noch zu viele Nazis«, sagt Vorsitzender Hubert Kniesburges. Darin sieht er einen Grund dafür, warum der Umgang mit dem Gedenken und dem Arbeitskreis im speziellen heute vorbehaltloser ist als damals.

Kontakt zu den Überlebenden gesucht

»Wir waren die ersten, die mit Überlebenden des Stalag 326 in der Sowjetunion Kontakt aufgenommen haben«, berichtet Werner Höner (79), Vorsitzender bis 2009. Auf diese Weise entstand eine erste Dokumentation über das Gefangenenlager. Im Jahr 1980 reiste eine Delegation aus Schloß Holte-Stukenbrock nach Moskau, Leningrad und Wolgograd. Bis heute sammelt der Arbeitskreis Spenden zur Unterstützung der Opfer des Stalag.

Der Gedanke, das Leiden und Sterben der im Stalag Inhaftierten zu dokumentieren, sei originär vom Arbeitskreis ausgegangen, sagt Werner Höner. »Wir hatten schon früh so viele Dokumente zusammengetragen, das hätte locker für eine Ausstellung gereicht. Aber wir stießen auf taube Ohren.«

So blieb es dem SPD-Mann Werner Busch vorbehalten, 1996 einen Förderverein zu gründen und für das Zustandekommen der Dokumentationsstätte zu sorgen. »Zu dieser Entwicklung hat unser Arbeitskreis maßgeblich beigetragen«, sagt Hubert Kniesburges. Buschs Verdienste wolle man nicht schmälern, doch die Vorarbeit habe Blumen für Stukenbrock geleistet. »Die Dokumentationsstätte hat zwei Wurzeln.«

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag, 25. August, im WESTFALEN-BLATT, Ausgabe Schloß Holte-Stukenbrock.

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