Achslastmessstelle auf der A 33 soll Daten über Verkehrsentwicklung liefern
Gewichtskontrolle im Asphalt

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Jedes Fahrzeug, das auf der Autobahn 33 zwischen der Ausfahrt Schloß Holte und Stukenbrock-Senne unterwegs ist, wird gezählt. Und jeder Lkw wird zusätzlich noch gewogen.

Mittwoch, 30.08.2017, 22:00 Uhr
Der Blick von der Autobahnbrücke Hövelrieger Straße mit der Stelle, an der die Mess-Sensoren in der Fahrbahn sitzen. Links im Vordergrund ist der Kameramast erkennbar, der künftig die Überladungssünder entlarven soll. Foto: Matthias Kleemann
Der Blick von der Autobahnbrücke Hövelrieger Straße mit der Stelle, an der die Mess-Sensoren in der Fahrbahn sitzen. Links im Vordergrund ist der Kameramast erkennbar, der künftig die Überladungssünder entlarven soll. Foto: Matthias Kleemann

In Höhe des Autobahnkilometers 34,75 hat der Landesbetrieb Straßen NRW eine so genannte Achslastmessstelle eingerichtet. Seit Mai ist sie im Probebetrieb, gegen Ende des Jahres wird sie in den Regelbetrieb übergehen.

In die Fahrbahn eingelassene Induktionsschleifen sind fürs Zählen zuständig, Hinzu kommt ein Wiegebalken, so der Fachbegriff, das sind vier Sensoren, die ebenfalls in die Fahrbahn eingelassen sind. Sie registrieren das Gewicht jeder einzelnen Lkw-Achse. Die Einrichtung erkennt, welche Achsen zu jeweils einem Lkw gehören und errechnet daraus das Gesamtgewicht des Fahrzeugs.

»Dabei gibt es eine Messtoleranz von etwa 10 Prozent«, sagt Boris Wucherpfennig von Straßen NRW, Abteilung Verkehrstelematische Infrastruktur mit Sitz in Hamm. Der Landesbetrieb ist in diesem Fall Dienstleister für die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) in Bergisch Gladbach. Sämtliche Daten der Wiegestelle gehen direkt an die BASt und werden von ihr ausgewertet.

Sinn und Zweck des Ganzen sind schnell erklärt. Aus den Daten möchte man Erkenntnisse für den zukünftigen Ausbau der Straßen im Land gewinnen. Gerade im Zusammenhang mit der aktuellen Diskussion über marode Brücken und überlastete Autobahnen sind solche Verkehrsdaten wichtig.

Kameras erfassen überladene Lkw

Das Ganze hat aber auch noch einen interessanten Nebeneffekt: Wenn die Messstelle das Gewicht eines Sattelschleppers feststellen kann, dann kann sie auch feststellen, ob ein Lkw überladen ist. Und hier kommt das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) ins Spiel. Diese Behörde darf auf der Autobahn den Schwerlastverkehr kontrollieren und Bußgelder für überladene Lkw verhängen.

Deshalb gibt es in Fahrtrichtung Brilon zusätzlich einen Kameramasten und Schildertafeln, auf denen dann ein Tempolimit für Lkw eingeblendet werden kann. Wenn die Anlage scharf geschaltet ist, werden die Verkehrssünder von einer Kamera erfasst, die den Kontrolleuren auf dem Parkplatz Hövelsenne Live-Bilder zuspielt. Dort werden die Brummis dann herausgewinkt, erneut gewogen und zur Kasse gebeten, wenn sie für zu schwer befunden werden.

Die Achslastmessstelle auf der A33 ist übrigens die einzige in Ostwestfalen und eine von insgesamt vier in NRW. Die Baukosten betrugen etwa eine halbe Million Euro.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag, 31. August, im WESTFALEN-BLATT, Ausgabe Schloß Holte-Stukenbrock.

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