Fünf Kirchengemeinden wählen einen Gesamtpfarrgemeinderat
»Katholiken sprechen mit einer Stimme«

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Erstmals haben die Katholiken im Pastoralverbund Schloß Holte-Stukenbrock einen Gesamtpfarrgemeinderat für vier Jahre gewählt. Im Vorgriff auf den Pastoralen Raum 2020 wollen die fünf eigenständigen Kirchengemeinden in Schloß Holte-Stukenbrock enger zusammenarbeiten – und zwar freiwillig, nicht weil sie dazu gezwungen werden.

Montag, 11.12.2017, 08:12 Uhr aktualisiert: 11.12.2017, 08:20 Uhr
Der Gesamtpfarrgemeinderat der fünf Kirchengemeinden im Pastoralverbund ist das »Gremium der Gläubigen«, sagt Pfarrer Karl Josef Auris (vorn, 3. von links). Foto: Monika Schönfeld
Der Gesamtpfarrgemeinderat der fünf Kirchengemeinden im Pastoralverbund ist das »Gremium der Gläubigen«, sagt Pfarrer Karl Josef Auris (vorn, 3. von links). Foto: Monika Schönfeld

»11.000 Katholiken sprechen mit einer Stimme«, sagt Pfarrer Karl Josef Auris, der am Samstag den Gesamtpfarrgemeinderat vorgestellt hat. Viele Neue haben den Weg zum Ehrenamt gefunden, unterstützt von Erfahrenen. Seit 16 Jahren ist zum Beispiel das älteste Mitglied, Richard Kaczorowski (65), im Pfarrgemeinderat, Fabian Grauthoff ist neu und mit 17 Jahren der Jüngste der Runde.

Einer für 1000

Pro 1000 Gemeindemitglieder wird einer in den Gesamtpfarrgemeinderat gewählt. Daraus ergibt sich, dass dem Gremium für St. Johannes Baptist Stukenbrock und St. Ursula Schloß Holte jeweils vier Mitglieder angehören, für St. Joseph Liemke und St. Heinrich Sende jeweils zwei. Da niemand alleine entsandt werden soll, hat auch St. Achatius Stukenbrock-Senne zwei Vertreter gewählt. Im Januar wird aus der gewählten Runde ein Vorstand bestimmt, dem auch alle Priester, die Gemeindereferentinnen, Vertreter der Jugend, der Kindergärten und des Kirchenvorstands angehören. »Es ist ein Gremium der Gläubigen. Der Vorsitzende wird nicht aus der Reihe der Priester gewählt«, sagt Karl Josef Auris.

Nur 3,5 Priesterstellen bleiben für Schloß Holte-Stukenbrock und Verl

Die Ausstattung mit Geistlichen wird in den Pastoralverbünden Schloß Holte-Stukenbrock und Verl weiter sinken. Der Vikar wird Mitte 2018 nach fünf Jahren turnusgemäß Schloß Holte-Stukenbrock verlassen. Dieter Osthus wird in absehbarer Zeit pensioniert, so dass für die acht katholischen Gemeinden in Schloß Holte-Stukenbrock und Verl nur noch 3,5 Priesterstellen bleiben. Den Standard, einen Gottesdienst pro Wochenende und Gemeinde, will Auris nach Möglichkeit halten. Alle fünf Kirchen in Schloß Holte-Stukenbrock bleiben erhalten – sie sind in den vergangenen Jahren renoviert worden.

Der Gesamtpfarrgemeinderat wird auf Ortsebene unterstützt vom Ortsrat. Der ist dieses Jahr gewählt worden, soll künftig dann aber vom Gesamtpfarrgemeinderat berufen werden. »Wir brauchen das Ehrenamt«, sagt Auris. Der Gesamtpfarrgemeinderat unterstützt Seelsorger und Gemeindereferenten, plant und fördert die Arbeit im Verbund und unterstützt die Verkündigung als »Christsein in der Welt«.

Die Kirchenvorstände, die für die Finanzen und das Bauen zuständig sein, bleiben pro Kirchengemeinde erhalten.

Die Mitglieder

Dem Gesamtpfarrgemeinderat gehören an für St. Ursula Schloß Holte: Ursula Kintscher, Tanja Kirchner, Roger Mehring und Magdalena Schröder. Aktiv für St. Heinrich Sende sind Clara Aistermann und Nicole Brill. St. Joseph Liemke repräsentieren Anja Elsen und Walter Roggenkamp. Für St. Johannes Baptist Stukenbrock gewählt worden sind Fabian Grauthoff, Ludger Renerig, Lydia Hasselmeyer und Richard Kaczorowski. St. Achatius Stukenbrock-Senne wird vertreten von Wilhelm Franz und Gabriele Teßmann.

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