Mi., 27.12.2017

Heiligabend-Gäste des Restaurants Casa Nostra spenden 3850 Euro Das Geld hilft Familien

Der Erlös der Aktion »Schlemmen und Spenden« Heiligabend im Restaurant Casa Nostra geht an die Arbeit des Kreisfamilienzentrums: (von links) Sylvia Pieper, Mostafa Eid, Sabamir Metaliaj, Hikmete Hajrullahi, Patrick Strüber, Servet Hajrullahi, Shkelzen Hajrullahi, Kerstin Raeder, Leiterin des Kreisfamilienzentrums SHS, Kujitim Hamiti, Vera Galickij und Lindita Arifi.

Der Erlös der Aktion »Schlemmen und Spenden« Heiligabend im Restaurant Casa Nostra geht an die Arbeit des Kreisfamilienzentrums: (von links) Sylvia Pieper, Mostafa Eid, Sabamir Metaliaj, Hikmete Hajrullahi, Patrick Strüber, Servet Hajrullahi, Shkelzen Hajrullahi, Kerstin Raeder, Leiterin des Kreisfamilienzentrums SHS, Kujitim Hamiti, Vera Galickij und Lindita Arifi. Foto: Monika Schönfeld

Von Monika Schönfeld

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). »So eine große Spende haben wir noch nie bekommen. Ich freue mich riesig.« Kerstin Raeder, Leiterin des Kreisfamilienzentrums in Schloß Holte-Stukenbrock, hat von den Heiligabend-Gästen des Restaurants Casa Nostra 3850 Euro erhalten. Und das, obwohl kaum jemand der Gäste von ihrer Arbeit weiß.

»Unsere Arbeit ist unter dem Radar«, sagt Kerstin Raeder. Die Hilfsangebote greifen, wenn es familiäre Probleme gibt – und die stellt niemand in der Öffentlichkeit dar. Für das Casa-Nostra-Wirte-Ehepaar Servet und Hikmete Hajrullahi ist das gerade deshalb ein guter Grund, die Spenden ihrer Gäste ohne Abzüge dieses Jahr direkt für die soziale Arbeit für Familien in Schloß Holte-Stukenbrock zu spenden. »Es ist uns eine Freude, Kindern zu helfen. Vielen Dank allen Gästen, die uns dabei unterstützen«, sagt Servet Hajrullahi, Vater zweier Mädchen und eines Jungen.

Für therapeutische Materialien

Im Spendenbeutel waren knapp 3800 Euro, dann rundete ein Gast auf und als der symbolische Scheck bereits ausgefüllt war, legte jemand 50 Euro dazu, so dass die große Spende an das Kreisfamilienzentrum zusammenkam. »Wir möchten Spiele für die sieben Krabbelgruppen anschaffen, die sich bei uns im Haus treffen, außerdem therapeutische Materialien für die Erziehungsberatung und ein Schwungtuch für die Grundschulsozialarbeit«, sagt Kerstin Raeder.

Neben der intensiven Arbeit in den Familien gibt es im Kreisfamilienzentrum an der Rathausstraße 6 die Gruppen im Haus, die sich selbst organisieren. »Wir geben den Krabbelgruppen Raum, damit wir als Einrichtung ins Bewusstsein der Familien rücken. Die wissen dann, an wen man sich wenden kann und können uns weiterempfehlen«, sagt Kerstin Raeder. Sie macht sich auch bekannt, indem sie die Familien besucht, die ein Neugeborenes haben. »In Schloß Holte-Stukenbrock gibt es etwa 220 Geburten im Jahr. 200 Familien besuche ich jährlich.«

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Wir wissen es. Und wenn nicht, machen wir uns schlau, um Hilfe leisten zu können.

Kerstin Raeder

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Prinzip des Kreisfamilienzentrums ist: »Hier ist jeder richtig.« Viele Menschen hätten auf der Suche nach Unterstützung schon eine Odyssee hinter sich. Hier gibt es konkrete Hilfe. »Wir wissen es. Und wenn nicht, machen wir uns schlau, um Hilfe leisten zu können«, sagt Kerstin Raeder.

Das Konzept der Kreisfamilienzentren des Kreises Gütersloh ist einzigartig in NRW. »Der Kreis hatte festgestellt, dass er nicht so familienfreundlich ist, wie er gern sein würde. Mit der Universität Münster hat er das Konzept entwickelt und vor 15 Jahren begonnen, für jeden Ort im Kreis ein Kreisfamilienzentrum zu gründen«, sagt Kerstin Raeder. Das in Schloß Holte-Stukenbrock existiert seit 2011.

Für Menschen jeden Alters zuständig

Während die Familienzentren NRW an Kindergärten angegliedert sind, die sich um diese Altersgruppe und deren Eltern kümmern, ist das Kreisfamilienzentrum für alle Altersgruppen bis hin zum Senior Ansprechpartner. »Wir kooperieren mit den Familienzentren NRW und machen gemeinsame Veranstaltungen.«

Servet und Hikmete Hajrullahi haben die Aktion »Schlemmen und Spenden« am heiligen Abend mittags zum achten Mal angeboten. »Das hat sich herumgesprochen, die Gäste kommen ohne Einladung.« Das Wirteehepaar und die Mitarbeiter verwöhnen die Gäste mit mediterranen Speisen und spendieren auch Getränke, die Gäste danken mit einer Spende. »Wir bekommen Unterstützung von Lieferanten und Freunden: Wladimir Holuch von SHS-Catering stellt kostenlos Personal, Tobias Fleiter hat Lachs fürs Buffet geräuchert.«

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