Auftakt für den Pastoralen Raum Verl-Schloß Holte-Stukenbrock am Pfingstsonntag
Ohne Zerwürfnis zum großen Verbund

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Pfingstsonntag, 20. Mai, ist der offizielle Start zur Bildung des Pastoralen Raumes Verl-Schloß Holte-Stukenbrock. Die beiden Pastoralverbünde Verl (drei katholische Kirchengemeinden) und Schloß Holte-Stukenbrock (fünf Kirchengemeinden) mit 24.400 Katholiken bilden dann einen großen Pastoralverbund, bleiben aber eigenständig.

Donnerstag, 12.04.2018, 06:45 Uhr aktualisiert: 12.04.2018, 06:50 Uhr
Pfarrer Karl-Josef Auris begleitet das Konzept für den Pastoralen Raum Verl-Schloß Holte-Stukenbrock. Foto: Monika Schönfeld
Pfarrer Karl-Josef Auris begleitet das Konzept für den Pastoralen Raum Verl-Schloß Holte-Stukenbrock. Foto: Monika Schönfeld
Zur Geschichte

Kardinal Johannes Joachim Degenhardt verkündet im Jahr 2000, dass aus den 770 Pfarreien im Erzbistum Paderborn 83 Pastorale Räume werden.

2001 bilden die drei Gemeinden St. Anna Verl, St. Maria Immaculata Kaunitz und St. Judas Thaddäus Sürenheide den Pastoralverbund Verl, St. Johannes Baptist Stukenbrock und St. Achatius Stukenbrock-Senne schließen sich zusammen wie auch St. Ursula Schloß Holte, St. Joseph Liemke und St. Heinrich Sende. Zum Pastoralverbund Schloß Holte-Stukenbrock kommt es 2007.

2017 gibt es den ersten Gesamtpfarrgemeinderat Schloß Holte-Stukenbrock. Das steht in Verl noch aus.

2018 bekommt Pfarrer Karl-Josef Auris den Auftrag von Erzbischof Hans-Josef Becker, den Pastoralen Raum Verl-Schloß Holte-Stukenbrock zu gründen. Auftakt dieses Prozesses, der am 1. Januar 2019 abgeschlossen sein soll, ist Pfingstsonntag, 20. Mai. Vertreter der acht Kirchengemeinden werden den formellen Antrag stellen, eine Steuerungsgruppe wird ein Pastoralkonzept erarbeiten, das den pastoralen Weg bis 2030 beschreibt.

...

Für den Auftakt hat Pfarrer Karl-Josef Auris, bereits heute Leiter der beiden Pastoralverbünde Verl und Schloß Holte-Stukenbrock, die Ostwestfalen-Halle in Kaunitz gemietet. 2500 Menschen passen in die Halle. Um 10 Uhr beginnt der Gottesdienst, in dem Dechant Josef Dieste Pfarrer Karl-Josef Auris das Starter-Kit übergibt, einen Aktenordner, in dem der Prozess zur Bildung des Pastoralen Raums dokumentiert wird.

»Für die Menschen ändert sich zunächst nichts«, sagt Karl-Josef Auris. Bisher sei der Prozess harmonisch und ruhig verlaufen. Seit 2009 bereitet Auris die Gremien und die Gemeindemitglieder darauf vor, enger zusammenzuarbeiten. »Die Gemeindemitglieder werden erst die Auswirkungen merken, wenn aus dem geredeten Priestermangel ein wirklicher Priestermangel wird.« Das wird 2022 der Fall sein, wenn von den bisher sechs Priestern inklusive Vikar nur noch Pfarrer Karl-Josef Auris und Johannes Epkenhans bleiben. Der Vikar wird turnusgemäß im Sommer versetzt, drei Pfarrer gehen bis 2022 in den Ruhestand.

Größte Herausforderung

»Die größte Herausforderung für die Gemeinde ist es, in dieser Situation eine lebendige Kirche vor Ort zu gestalten«, sagt Auris. Seit 2009 bereite er die Menschen im Reißverschluss-Prinzip darauf vor. »Es muss eine Entwicklung sein, die jeden Einzelnen mitnehmen kann. Ohne großes Zerwürfnis sollte es eine harmionische Entwicklung geben, in der sich alles ineinanderfügt.« Ein Beginn ist mit dem gemeinsamen Pfarrbrief gemacht. Ziel ist, alle acht Kirchengemeinden zu erhalten. Deshalb sind demnächst alle acht Kirchen renoviert, so dass baulich für die nächsten 20 bis 25 Jahre keine Probleme entstehen. Die Verwaltung der sieben Kindergärten in Schloß Holte-Stukenbrock und der fünf in Verl ist in die kirchliche Betriebsträgerschaft Minden-Ravensberg-Lippe überführt, das Altenheim in Verl an den Caritasverband Gütersloh übergeben worden.

In Schloß Holte-Stukenbrock werde sich fortsetzen, was in Verl schon praktiziert wird. Hier leiten 20 Laien bereits die Wortgottesdienste, in Schloß Holte-Stukenbrock haben erst drei Laien diese Ausbildung. »Personell war es hier noch nicht so eng, der Druck war nicht so groß.« Auris sieht darin aber auch eine Chance, Leute zu Werke kommen zu lassen, die ihren Glauben leben wollen. »Wichtig ist der Wille, eine lebendige Kirche zu gestalten.«

Weniger Personal

Im Jahr 1990 gab es in den fünf katholischen Kirchengemeinde in Schloß Holte-Stukenbrock sieben Priester und eine Gemeindereferentin Diakon, in den drei Kirchengemeinden Verls sechs Priester, einen Gemeindereferenten.

Heute sind es für alle acht Kirchengemeinden sechs Priester und zwei Gemeindereferenten. Vikar Christian Albert wird im Sommer turnusgemäß versetzt, Pfarrer Dieter Osthus geht 2020 in den Ruhestand, Pfarrer Joachim Cruse 2021, Pfarrer Markus Korsus 2022, Gemeindereferentin Mechthild Bömelburg 2024. Für die Jahre 2018 bis 2024 sind fünf Stellen im Plan, drei Priester und zwei Gemeindereferenten. Anspruch auf neues Personal hat der Leiter des Pastoralen Raums, Karl-Josef Auris, wenn diese Zahl unterschritten wird.

Zum Januar 2018 gab es in Schloß Holte-Stukenbrock 11.000 Katholiken, in Verl waren es 13.400.

 

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