Sa., 14.04.2018

Uwe Domres initiiert Petition gegen Gewerbegebiet in Schloß Holte-Stukenbrock Der Unterschriftensammler

Uwe Domres, hier an der so genannten Kreuzkrug-Kreuzung hat eine Petition initiiert, um neue Gewerbeflächen im Bereich der Anschlussstelle der A33 Schloß Holte zu verhindern. Wahl & Co. will etwa 18 Hektar nutzen.

Uwe Domres, hier an der so genannten Kreuzkrug-Kreuzung hat eine Petition initiiert, um neue Gewerbeflächen im Bereich der Anschlussstelle der A33 Schloß Holte zu verhindern. Wahl & Co. will etwa 18 Hektar nutzen. Foto: Bernd Steinbacher

Von Bernd Steinbacher

Schloß Holte-Stukenbrock (WB).»Ich muss mit Schmerzen sehen, wie der Ort immer mehr zugebaut wird.« Das sagt Uwe Domres, Initiator einer Online-Petition gegen das Gewerbegebiet am Kreuzkrug. Dort will sich der Logistiker Wahl & Co. ansiedeln.

Wie mehrfach berichtet, hat der Rat der Stadt ein positives Signal gegeben, damit das Verfahren zur Regionalplanänderung beginnen kann.

Seit Wochenbeginn hat Uwe Domres, der bei der Ratssitzung im März Zuhörer war, eine Unterschriftensammlung auf der Internetplattform »openPetition« begonnen. Am Freitagnachmittagmittag waren 74 Unterschriften registriert. Die Pettition richtet sich an die Bezirksregierung Detmold, an den Regionalrat und den Bürgermeister von Schloß Holte-Stukenbrock. Drei Monate lang will er sammeln. Werden mehr als 7700 Unterschriften erreicht, leitet die Organisation »openPetition« die Petition weiter.

»Lebensqualität leidet«

Der Naturfreund, wie er sich selbst bezeichnet, lebt seit 1989 in Schloß Holte-Stukenbrock und sieht den Flächenverbrauch für Gewerbeflächen und Straßen kritisch. »Schloß Holte-Stukenbrock wird durch Lärm und Schmutz des Verkehrs als Wohnort immer unattraktiver. Die Lebensqualität leidet, besonders im Grauthoffgebiet«, sagt Uwe Domres bei einem Pressegespräch. Wenn die neuen Gewerbeflächen kommen sollten, werde er sich wohl nach einem neuen Wohnort suchen.

Seine Ablehnung der Pläne begründet er in der Petition ausführlich: »Die Gewerbeflächen befinden sich innerhalb des Landschaftsschutzgebietes ›Sennelandschaft‹. Der Landschaftsschutz müsste für etwa 43 Hektar aufgehoben werden.« Der Flächenverbrauch für Straßen und Industriegebiete und die damit verbundene Versiegelung der Landschaft würde im Stadtgebiet weiter vorangetrieben.

Der Plan der Stadt zeigt die weiteren gewünschten Gewerbeflächen neben Wahl & Co. Foto: Stadt/Bearbeitung WB-Atelier Patrick Sönel

Hohe Belastung

Die Verkehrssituation auf der L 751 (Oerlinghauser Straße) ist nach seinen Worten schon jetzt dramatisch. »Hier konzentriert sich der Verkehr durch die Anschlussstelle an die A33, durch den Gewerbestandort von DB Schenker und die Kreuzung mit der Bielefelder Straße.« Durch das Logistikunternehmen und die sehr hohe Verkehrsbelastung auf der L 751 und der A 33 würden die Anwohner bereits jetzt einer erhöhten Lärm-, Schadstoff- und Feinstaubbelastung ausgesetzt, schreibt der Bauingenieur, der Emmissionsmessungen fordert.

»Wir müssen erkennen, dass die Naturressourcen auf der Erde endlich sind und ein unendliches Wachstum der Wirtschaft nicht möglich ist. Nur wenige profitieren vom ständigen Wachstum auf Kosten der Mehrheit. Diese Tatsache gilt nicht nur global, sondern auch für Schloß Holte-Stukenbrock«, ist der 59-Jährige überzeugt.

Wer sich der Petition anschließen möchte, kann sich auch hier informieren und unterschreiben.

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