Do., 03.05.2018

Vogelschießen der St.-Achatius-Schützen – König erst nach dem 143. Schuss – mit Video Sven Teßmann regiert in der Senne

Foto: Monika Schönfeld

Von Monika Schönfeld

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Zeremonienmeister Sven Teßmann ist neuer König der St.-Achatius-Schützenbruderschaft in Stukenbrock-Senne. Der 44-jährige Maurer-Polier regiert gemeinsam mit seiner Frau Gabi.

»Er ist der Richtige. Den Umbau der Schützenhalle hat Sven Teßmann federführend ehrenamtlich vorangetrieben. Das ist Svens Schützenhalle«, sagt Denise Hachmann, Ehefrau des Brudermeisters der Senner Schützen, Frank Hachmann.

Vogelschießen Stukenbrock-Senne - Sie haben keine Berechtigung dieses Objekt zu betrachten.

Die Königswürde musste sich Sven Teßmann hart erarbeiten. Der Vogel sträubte sich und gab nur Feder für Feder her, bevor er nach dem 143. Schuss um 20.05 Uhr aus dem Kugelfang fiel. Auf den Schultern seiner Kameraden wurde der neue König auf das Podest gehoben. Mit Ehefrau Gabi, die in der Kluft des Deutschen Roten Kreuzes für die Sicherheit des Festes gesorgt hat, nahm er die Glückwünsche der Schützen und der Besucher des Vogelschießens entgegen.

Unter einem guten Stern

Das Vogelschießen stand unter einem guten Stern. Das angekündigte Unwetter blieb aus und passend zum ersten Schuss auf den Jungschützenadler lachte die Sonne. Das mag auch an dem geballten geistlichen Beistand gelegen haben. Sowohl Pfarrer Karl-Josef Auris als auch Gemeindereferentin Liliane Baumann und Monsignore Wolfgang Bender verfolgten am 1. Mai das fröhliche Fest auf dem Schützenplatz.

Nach dem Festmarsch, den die Bundesschützenblaskapelle Hövelriege und der Spielmannszug der Stukenbrocker Schützen musikalisch begleitet haben und die Fahnenschwenker unter der Leitung von Robert Janus optisch attraktiv gestalteten, ging es darum, einen Nachfolger für den Jungschützenprinz Laurenz Jürgens zu finden.

Unter den Augen von Schießmeister Andreas Hachmann machte Dominik Biermeier die Sache klar. Mit dem 43. Schuss holte der 21-jährige Industriekaufmann den Jungschützenadler um 16.12 Uhr auf die Erde.

Überraschte Insignienschützen

Die ersten beiden Insignienschützen waren selbst überrascht, hatten sie doch nur aus Spaß auf den Vogel geschossen. Um 17.05 Uhr hatte mit dem 29. Schuss Frank Haberland das Zepter in der Hand. Der 53-jährige Autolackierer wohnt mit seiner Frau Marlies erst seit fünfeinhalb Jahren in der Senne. »Nach einem halben Jahr fühlte ich mich schon, als ob ich hier geboren wäre.« Nicht anders geht es Andreas Schubert, Neubürger aus Ostenland, aber schützenerfahren. Der 41-jährige IT-Kaufmann holte sich mit dem 59. Schuss um 18.45 Uhr den Apfel. Mit seiner Frau Katharina und Söhnchen Emil (3) wohnt er seit drei Jahren in Stukenbrock-Senne.

In den Schützenverein hatte ihn Stefan Janus geholt, der dann mit voller Absicht auf die Krone schoss. Der Treffer gelang dem 35-jährigen Notfallsanitäter mit dem 71. Schuss um 19.10 Uhr. Mit ihm freuten sich Ehefrau Judith und seine Söhne Jona und Noah.

Und dann dauerte es etwas.»Er kann besser bauen als schießen«, lästerten Freunde am Rande. Um 20.04 Uhr lachte Udo Erichsmeier noch: »Ich bin immer noch König.« Eine Minute später hatte sich das erledigt. Sven Teßmann gebührt die Ehre, der erste König zu sein, der in der neuen Halle seine Regentschaft feiert.

• Das Schützenfest in Stukenbrock-Senne wird vom 12. bis 14. Mai gefeiert.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5704547?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2516080%2F