Mi., 16.05.2018

St.-Achatius-Jungschützen haben Auftritt der Partyband »Dorfrocker« gewonnen Die Herzen der Senner erobert

Zusammen mit den Fans feiern die Musiker Tobi, Philipp und Markus, sie sind die Dorfrocker, das Leben und genießen gemeinsam einen unvergesslichen Konzertabend in Stukenbrock-Senne.

Zusammen mit den Fans feiern die Musiker Tobi, Philipp und Markus, sie sind die Dorfrocker, das Leben und genießen gemeinsam einen unvergesslichen Konzertabend in Stukenbrock-Senne. Foto: Manuela Fortmeier

Von Manuela Fortmeier

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Eine Polonaise durch das Schützenhaus, vorneweg Musiker Markus. Gaby Erichsmeier mit ihrem edlen Ballkleid zwischen den Musikern aus Franken auf der Bühne und schon vor dem Konzert die Frage der Dorfrocker an den Jungschützenmeister Alexander, der die Dorfrocker in seiner grünen Schützenuniform begrüßt: »Und du bist hier der Wachtmeister?«

Wo die Dorfrocker auftreten, ist Partystimmung angesagt, da geht im wahren Wortsinn die »Lutzzzi«, so heißt auch einer ihrer Songs, ab und begeistert die Besucher aller Altersgruppen. Egal, ob im feschen Dirndl, oder wie beim Schützenfest – die meisten in Uniform.

Auch am Montagabend, am dritten Tag beim Schützenfest in Stukenbrock-Senne, ist

das nicht anders. Lena Neuwöhner, Katharina Pott und Julia Winsel sind aufgeregt. Die Handys in den Startlöchern für ein Video, stehen sie direkt an der Bühne. Und dann, Nebel auf der Bühne, ein lautes »Wir sind da, schön dass ihr da seid! Hallo Stukenbrock-Senne!«, erschallt es aus dem Mikro. Mit geballter Manpower stimmt die Partyband in ihrer Sechs-Mann-Besetzung ihren bekannten Song »Dorfkind« an.

Die Schützenhalle der St.-Achatius-Schützen ist gut gefüllt. Und nicht nur das. Gleich ein gut zweieinhalb stündiges Konzert mit den drei Vollblutmusikern Tobias (35), Markus (39) und Philipp Thomann (30), die aus einem 900-Seelen-Dorf in Bayern kommen, dürfen sie erleben..

Sofort wird mitgesungen und nach den ersten Songs bebt die Halle. Unaufhaltsam singen sich die drei Brüder in die Herzen der Fangemeinde, schnellen die Hände in den Zelthimmel. Freudentaumel und kollektive Begeisterung machen sich breit.

Doch nicht nur die »echten Dorfkinder« aus Stukenbrock-Senne, sondern auch Pfarrer Karl-Josef Auris, der nach einer Autoren-Lesung zum Konzert gekommen ist, freut sich mit der feiernden Menge. »Eins muss man den Stukenbrock-Sennern lassen. Die halten stets fest zusammen, wenn es darum geht, gemeinsam anzupacken, egal, was kommt. Sie sind wie alle anderen Gemeinden eine starke Gemeinschaft im pastoralen Raum, zeigen stets neu, was man erreichen kann, wenn man zusammenhält«, sagt Auris.

»Stimmt«, sagen auch Lena, Katharina und Julia. »Wenn wir in den Lippstädter Weg fahren, uns alle zuwinken und jeder jeden kennt und grüßt, dann wissen wir, hier ist unsere Heimat, hier sind wir willkommen.«

"

»Die Band ist klasse, es macht Spaß dabei zu sein.«

Annette Ziemba aus Hövelhof

"

Möglich geworden ist das Konzert durch die Bewerbung der Stukenbrock-Senner Achatius-Jungschützen mittels eines dreiminütigen Videos beim Bund der deutschen Landjugend (BDL) unter dem Titel »Rock Dein Dorf«. »Damals lief der Videoclip auch bei Facebook. Dort konnte dann für, oder gegen uns abgestimmt werden«, erinnert sich Jungschützenmeister Alexander Jürgens. So sei es in dem kurzen Film darum gegangen, dass Menschen aus dem Ort darin Stellung genommen hätten, warum ihnen die Senne und das Leben auf dem Dorf so gut gefällt.

Auf der Grünen Woche wurde die Entscheidung in Berlin bekannt gegeben. Stukenbrock-Senne hatte einen Punkt vor den Jungschützen aus Werther gewonnen. Und eben genau dieser Gewinn war am Montagabend ein echtes Erlebnis für alle Konzertbesucher. »Die Band ist klasse, es macht Spaß dabei zu sein«, freut sich Annette Ziemba aus Hövelhof, die mit ihrer Freundin die ausgelassene Stimmung genießt.

In der Pause lässt es sich die amtierende Königin Gaby Teßmann nicht nehmen, den aus Funk und Fernsehen bekannten Bandmitgliedern, die in den vergangenen Jahren mehr als 1000 Liveauftritte absolviert haben, auf ein Schnäpschen in Ehren einzuladen. »Prost«, verstehen sich die Franken und die Stukenbrock-Senner auf Anhieb.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5742882?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2516080%2F