Mi., 06.06.2018

Campingplatz »Am Furlbach« besteht seit 60 Jahren Großes Geburtstagsfest für alle

Campingplatzchefin Annette Auster Müller freut sich auf viele Besucher zum Sommerfest. Gefeiert wird das 60-jährige Bestehen des Campingplatzes »Am Furlbach« mit einem abwechslungsreichen Programm.

Campingplatzchefin Annette Auster Müller freut sich auf viele Besucher zum Sommerfest. Gefeiert wird das 60-jährige Bestehen des Campingplatzes »Am Furlbach« mit einem abwechslungsreichen Programm. Foto: Bernd Steinbacher

Von Bernd Steinbacher

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Der 60. Geburtstag des Campingplatzes »Am Furlbach« wird mit einem Sommerfest am Samstag, 16. Juni, gefeiert. »Onkel Heini war ein Pionier des Tourismus«, sagt Annette Auster-Müller, Chefin des Campingplatzes in Stukenbrock-Senne.

Sie führt den Campingplatz seit dem Tod ihrer Schwester Roswitha Auster im Oktober 2o14 weiter und hat seitdem kräftig investiert, um den Platz attraktiver zu gestalten. Auffällig sind die drei von ihr gekauften Schlaffässer, die Gemütlichkeit vermitteln.

Platzgründer Heinrich Auster hat vom Büro aus alles im Blick. Foto: Archiv Auster

Ihr Onkel Heinrich Auster gründete 1958 den Campingplatz. Historische Fotos zeigen immer viele Zelte. Dass er den Platz eröffnete, war aus der Not heraus geboren, denn der Spätheimkehrer aus dem Zweiten Weltkrieg hatte während des Kriegs Land abgeben müssen. »Mit dieser zu kleinen Fläche war die Hofstelle nicht wirtschaftlich zu führen. Das abgegebene Land konnte Onkel Heini erst 1972 für viel Geld zurückkaufen«, erzählt Annette Auster-Müller. Dabei handele es sich um den Streifen, den die Stadt nun für ein Gewerbegebiet kaufen wolle. Der Rückkauf sei dem Onkel damals sehr wichtig gewesen.

Ihr ist es sehr wichtig, zu betonen, dass es das Verdienst ihrer Schwester Roswitha ist, den Campingplatz auch durch schwierige Zeiten erhalten zu haben. Nach dem Tod des Onkels im Jahr 1976 hatte sie als 18-Jährige die Verantwortung für den Platz übernommen. Dafür verzichtete Roswitha Auster auf eine eigene Karriere. Sie hatte Abitur gemacht und an eine Banklehre gedacht. Stattdessen kümmerte sie sich um die Gäste, führte das »Vermächtnis des Onkels« fort.

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Mit dieser zu kleinen Fläche war die Hofstelle nicht wirtschaftlich zu führen. Das abgegebene Land konnte Onkel Heini erst 1972 für viel Geld zurückkaufen.«

Annette Auster-Müller

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»Damals wurde das Lädchen sehr rege genutzt, heute bringen sich die Camper ja fast alles selbst mit«, sagt Annette Auster-Müller. Manches hat sich verändert, wurde modernisiert, doch die ursprüngliche Anlage blieb bestehen. Geblieben ist auch das enge Miteinander mit den Gästen, die Freude am Feiern, der persönliche Kontakt – und der Platz des Schreibtischs. Der steht an der Stelle, wo der des Gründers stand, mit Blick auf das Grün des Platzes. »Als Kind habe ich hier viel Zeit verbracht, auch geholfen. Beim Herausgeben des Wechselgeldes habe ich rechnen gelernt«, erzählt die 58-jährige Hauswirtschafterin die den Campingplatz neben ihrer Halbtagsarbeit an einer Schule betreibt.

Änne und Heinrich Auster haben sich viele Jahre um den Campingplatz gekümmert. Foto: Archiv Auster

Erinnern kann sie sich auch noch gut an die Zeit, als in den 80er-Jahren der Anschluss des Campingplatzes an die Kanalisation erfolgte. »Das hat ganz viel Geld gekostet und war wirtschaftlich schwierig.« In den vergangenen Jahren sei allerdings der Bekanntheitsgrad des Platzes gestiegen, dank eigener Werbung und der des Stadtmarketings der Stadt. »An die Emsquellen wollen mittlerweile viele Gäste.« Gut für die Belegung des Platzes sei auch der allgemeine Trend, dass Natur, Wandern und Radfahren sowie Urlaub in Deutschland sehr populär geworden sind. In Zeiten von »Mallorca all inclusive« sei es für ihre Schwester zeitweise sehr schwierig gewesen, den Campingplatz zu erhalten.

Über all die Jahre haben dem Platz viele Stammgäste die Treue gehalten. Es gibt 200 Dauerplätze, von den etwa 75 Prozent vergeben sind, und 50 Durchgangsplätze. Die Camper finden auf dem Platz alles, ganz gleich, ob sie mit Wohnmobil, Wohnwagen oder Zelt anreisen.

Weitere Informationen gibt es auch unter Telefon 05257/3373 und im Internet.

CampingplatzAmFurlbach.de

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