Do., 07.06.2018

Sanierung des Hauptpumpwerks am Mittweg abgeschlossen Wasserverbrauch nimmt zu

Über den Abschluss der Sanierung des Hauptpumpwerks am Mittweg freuen sich (von links) Geschäftsführer Friedhelm Rieke, Projektleiter Wassergewinnung Bernd Niehaus und Olaf Kulaczewski, Leiter der Wassergewinnung der Stadtwerke Bielefeld.

Über den Abschluss der Sanierung des Hauptpumpwerks am Mittweg freuen sich (von links) Geschäftsführer Friedhelm Rieke, Projektleiter Wassergewinnung Bernd Niehaus und Olaf Kulaczewski, Leiter der Wassergewinnung der Stadtwerke Bielefeld. Foto: Bernd Steinbacher

Von Bernd Steinbacher

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Die Stadtwerke Bielefeld haben ihr Hauptpumpwerk am Mittweg in Schloß Holte-Stukenbrock erweitert und modernisiert. Nach erfolgreichem Test wurde auch der zweite Pumpwerksteil in den Normalbetrieb übernommen.

»Die Sanierung ist damit erfolgreich abgeschlossen. Das Besondere war die Sanierung bei laufendem Betrieb. Das Hauptpumpwerk ist das Herzstück der Wasserversorgung der Stadtwerke Bielefeld«, sagte Geschäftsführer Friedhelm Rieke. Die Versorgungssicherheit habe während der gesamten Planungs- und Bauzeit von etwa dreieinhalb Jahren immer im Vordergrund gestanden. Die Stadtwerke Bielefeld investierten etwa zwei Millionen Euro.

Nach Riekes Angaben steigt der Trinkwasserverbrauch seit zwei bis drei Jahren wieder an. Von 2016 auf 2017 waren es 2,8 Prozent mehr. Im vergangenen Jahr lieferten die Stadtwerke Bielefeld 18,3 Millionen Kubikmeter Wasser an ihre Kunden. 13 Millionen Kubikmeter werden über das Hauptpumpwerk verteilt. Grund für den höheren Wasserverbrauch sei die gestiegene Bevölkerungszahl.

Das Hauptpumpwerk, das die Stadtwerke Bielefeld seit 1956 betreiben, versorgt Bielefeld, Schloß Holte-Stukenbrock, Oerlinghausen, Augustdorf und Leopoldshöhe mit Trinkwasser. Das Wasser kommt aus acht umliegenden Wasserwerken. Die Brunnen liegen auf dem Gebiet des Truppenübungsplatzes und des Furlbachtals. Gespeichert wird es in zwei Wasserbehältern, in die insgesamt 4000 Kubikmeter passen.

Auf dem neuesten Stand der Technik

Nach rund 60 Betriebsjahren waren umfangreiche Sanierungsarbeiten notwendig, um die für die Wasserversorgung sehr wichtige Anlage auf den neuesten Stand der Technik zu bringen.

Olaf Kulaczewski, Leiter der Wassergewinnung, erläuterte gestern den Bauablauf und die entstandene Verzögerung. Ursprünglich sollte die Sanierung bereits zum Jahresende 2017 abgeschlossen sein. Doch an einer der Pumpen im alten Gebäude wurde ein Riss im Gehäuse entdeckt. Eine Gießerei musste ein solches Einzelstück anfertigen, Das dauert. Die Baumaßnahme verzögerte sich um 16 Wochen.

Um bei laufendem Betrieb umbauen zu können, wurde vor das alte Gebäude ein Ergänzungsbau gesetzt. Für die neuen Pumpen, die die Versorgungssicherheit erhöhen, wurde der unterirdische Pumpwerksgebäudeteil auf einer Grundfläche von fünfzehn mal neun Meter errichtet. In einer Tiefe von fünf Metern stehen vier neue, energieeffiziente, regelbare Pumpen. Sie stehen etwa 1,80 Meter tiefer als die alten. Das erleichtert das Pumpen des Wassers, das aus den beiden je 2000 Kubikmeter großen Speichern kommt, und spart somit ebenfalls Energie. Im alten Gebäude wurden sämtliche Rohrleitungen durch Edelstahlrohre ersetzt. Auch die Elektrik wurde erneuert. Gesteuert wird die gesamte Anlage von der Zentrale der Stadtwerke in Bielefeld.

Die Abnahme de Hauptpumpwerks soll Ende des Monats erfolgen. Gebaut wird auf dem Betriebsgelände aber weiter: Ab Herbst soll die Vorkammer eines der beiden Wasserbehälter saniert werden.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5798006?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2516080%2F