Di., 12.06.2018

»Ostwestfalen meets Russia« – Gedenkstätte Stalag erhält neue Dimension Russische Gäste beeindruckt

Generalkonsul Vladimir Sedykh verewigt sich im Goldenen Buch der Stadt, links Bürgermeister Hubert Erichlandwehr.

Generalkonsul Vladimir Sedykh verewigt sich im Goldenen Buch der Stadt, links Bürgermeister Hubert Erichlandwehr. Foto: Monika Schönfeld

Von Monika Schönfeld

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Der Generalkonsul der Russischen Föderation in Bonn, Vladimir Sedykh, begrüßt die Initiative der Lenkungs- und Steuerungsgruppe um den Landtagspräsidenten André Kuper, die Gedenkstätte Stalag 326 zu entwickeln. »Das ist für zukünftige Generationen von großer Bedeutung, hier eine nationale Gedenkstätte zu haben«, sagt der Generalkonsul.

Ins Goldene Buch eingetragen

»Ostwestfalen meets Russia« ist der Titel der Begegnungswoche der Industrie- und Handelskammer. Am Montag hat der Generalkonsul, begleitet von IHK-Präsident Wolf D. Meier-Scheuven und Hauptgeschäftsführer Thomas Niehoff, Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl, Landtagspräsident André Kuper und anderen Mitgliedern der Stalag-Lenkungsgruppe Schloß Holte-Stukenbrock besucht und sich ins Goldene Buch der Stadt eingetragen.

Kuper berichtete, dass die Gedenkstätte Stalag räumlich erweitert und personell stabilisiert, gleichzeitig eine nachhaltige Trägerstruktur entwickelt werden soll, die das Bestehen unter Einbeziehung des Fördervereins sichert. »Schwierig ist zurzeit der Zugang über die Polizeischule. Besucher müssen sich anmelden und zur Dokumentationsstätte begleitet werden«, sagt Kuper.

Zugang noch schwierig

Er hege vorsichtigen Optimismus, dass die Polizeischule im Austausch Flächen erhalten könne, die für Flüchtlinge in Reserve gehalten werden. Dann könne die Gedenkstätte, so hofft er, um eine Baracke für die Geschichte des Sozialwerks erweitert werden und das ebenfalls denkmalgeschützte Entlausungsgebäude einbeziehen, in der sich die Ethikausstellung der Polizei befindet. »In der Kombination kann der Standort aufbereitet werden«, sagt Kuper.

Er beziehe die Idee aus der Dorfentwicklung ein, einen Gedächtnispfad von der Dokumentationsstätte zum Ehrenfriedhof sowjetischer Kriegstoter anzulegen. André Kuper hatte für den Besuch der russischen Delegation eine Konferenz der Landtagspräsidenten in Weimar unterbrochen.

Professor Dr. Klaus Mangold, Vorstandsmitglied des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, bezeichnet die Gedenkstätte als »unglaublich wichtiges Projekt«, um künftigen Generationen zu vermitteln, was passiert ist. »Über unser Netzwerk bieten wir dem Projekt Unterstützung. Als nationale Gedenkstätte erreichen Sie eine neue Dimension.«

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