Ralf Heibrok und sein Team machen Station in OWL
Schornsteinfeger bringen kranken Kindern Glück

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Die 13 ist für kranke Kinder dieses Jahr eine Glückszahl: Zur 13. Glückstour sind die Schornsteinfeger unter der Leitung des Schloß Holte-Stukenbrockers Ralf Heibrok am Dienstag in Düsseldorf gestartet. Am Freitag machen die Glücksbringer Station bei der Schornsteinfeger-Innung OWL an der Görlitzer Straße in Schloß Holte-Stukenbrock.

Donnerstag, 21.06.2018, 06:45 Uhr aktualisiert: 21.06.2018, 06:50 Uhr
Ralf Heibrok (links) und Radrennfahrer Erik Zabel haben am Dienstag in Düsseldorf den Startschuss zur 13. Glückstour der Schornsteinfeger zugunsten kranker Kinder gegeben. Foto: Glückstour
Ralf Heibrok (links) und Radrennfahrer Erik Zabel haben am Dienstag in Düsseldorf den Startschuss zur 13. Glückstour der Schornsteinfeger zugunsten kranker Kinder gegeben. Foto: Glückstour
Ralf Heibrok, Vorsitzender des Vereins Glückstour, präsentiert zum Auftakt der Glückstour mit Fernsehmoderatorin Eva Brenner das vom Künstler Herman gestaltete Logo.

Ralf Heibrok, Vorsitzender des Vereins Glückstour, präsentiert zum Auftakt der Glückstour mit Fernsehmoderatorin Eva Brenner das vom Künstler Herman gestaltete Logo. Foto: Glückstour

Die Schornsteinfeger sammeln Geld für krebskranke und schwerst erkrankte Kinder. Auf ihrer knapp 1000 Kilometer langen Tour halten sie an vielen Punkten, um Spenden zu akquirieren und um das Geld aus dem Vorjahr zu überbringen.

Prominente Botschafter der Glückstour sind der Radrennfahrer Erik Zabel, der Paderborner Künstler Herman Reichold, der das Logo fürs Trikot kreiert und Eva Brenner. Die Fernsehmoderatorin (Zuhause im Glück«, »Die Traumretterin« und »Kaputt und zugenäht«) moderiert für bedürftige Familien und unterstützt die humanitäre Hilfsorganisation »Help – Hilfe zur Selbsthilfe«.

Verein gegründet

Seit 2006 radeln die Schornsteinfeger für die Aktion »Kaminkehrer helfen krebskranken Kindern«. Seitdem haben sie Spenden in Höhe von zwei Millionen Euro gesammelt. Motor der Aktion ist Ralf Heibrok aus Schloß Holte-Stukenbrock. »Die Glückstour ist so groß geworden, dass wir einen eigenen Verein gegründet haben, um auch Spendenquittungen ausstellen zu können«, sagt Ralf Heibrok, der bei der Gründung vergangenes Jahr zum Vorsitzenden gewählt worden ist. Der Verein hat seinen Sitz in Schloß Holte-Stukenbrock und bereits 500 Mitglieder.

Der 57-Jährige ist Bevollmächtigter Schornsteinfeger für den Bielefelder Osten. Was ihn jedes Jahr für eine Woche aufs Rad treibt und das ganze Jahr über Kontakte knüpfen lässt, erklärt er ganz einfach. »Das ist meine Art, Danke zu sagen, dass es meiner Familie gut geht. Von diesem Glück möchte ich ein bisschen zurückgeben an die, die es nicht so leicht haben.«

Engagement zieht Kreise

Auf dem Weg der Glücksradler von Düsseldorf über Dülmen, Münster, Bielefeld, Schloß Holte-Stukenbrock, Bad Salzuflen, Minden, Nienburg, Oldenburg, Sittensen nach Hamburg besuchen die Schornsteinfeger 47 Institutionen und Projekte, die sich um krebskranke Kinder kümmern. Die Mitarbeiter vierer Projekte für das Wohl schwerst kranker Kinder sind dabei. »Ein Projekt betreut an Demenz erkrankte Kinder – das ist noch unerforscht«, sagt Heibrok. »Vereine, die Spendengelder bekommen, müssen ihr Engagement begründen. Das muss alles transparent sein, damit die Spender wissen, wo ihr Geld bleibt.« Das Geld, das mit der Glückstour eingeworben wird, geht ohne Abzüge an die kranken Kinder. »Die Firmen, die wir besuchen, sind begeistert von der Aktion. Es gibt viele, die sich sozial engagieren.«

Die Glückstour der Schornsteinfeger ist eine der größten privaten Hilfsaktionen in Deutschland. »Wir sind froh, dass unser Engagement Kreise zieht. Sogar der Bundespräsident hat uns 2016 zum Neujahrsempfang nach Berlin eingeladen. Das ist Wertschätzung, die uns motiviert, weiterzumachen.«

In OWL wird die Glückstour am Freitag das Kinderkrankenhaus Bethel, Firmen in Bielefeld, Verl und Schloß Holte-Stukenbrock besuchen und weiter nach Bad Salzuflen fahren. Die Glückstour unterstützt das Projekt Fruchtalarm, das Laufräder für krebskranke Kinder anschaffen will. Weitere Infos gibt es hier .

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