Di., 03.07.2018

Modellschule: Kooperation der DLRG mit dem Gymnasium Zurück ins Leben

Philipp Lorenz wird von Tim Schedel widerbelebt. Dabei sehen ihm die Mitschüler aus der Klasse 9a des Gymansiums zu: Felix Brock, Roland Werner, Lea Völkel und Marie Hübner (von links). Links besiegeln Pascal Pollmeier, stellvertretender Technischer Leiter der DLRG-Ortsgruppe, und Sportlehrerin Bernadette Haase per Handschlag die Kooperation.

Philipp Lorenz wird von Tim Schedel widerbelebt. Dabei sehen ihm die Mitschüler aus der Klasse 9a des Gymansiums zu: Felix Brock, Roland Werner, Lea Völkel und Marie Hübner (von links). Links besiegeln Pascal Pollmeier, stellvertretender Technischer Leiter der DLRG-Ortsgruppe, und Sportlehrerin Bernadette Haase per Handschlag die Kooperation. Foto: Monika Schönfeld

Von Monika Schönfeld

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Das Herz setzt aus, der Verunglückte atmet nicht mehr. Schüler der 9. Klasse des Gymnasiums Schloß Holte-Stukenbrock holen ihn zurück ins Leben. Die Bezirksregierung Detmold hat das Gymnasium zur Modellschule in Sachen Laien-Reanimation gemacht.

»Die Kooperation hat sich schleichend entwickelt«, sagt Pascal Pollmeier, stellvertretender Technischer Leiter der DLRG-Ortsgruppe Schloß Holte-Stukenbrock. Dabei hat sich die Zusammenarbeit mit dem Gymnasium dermaßen gefestigt, dass der Bundesverband der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft Schloß Holte-Stukenbrock als Modell ansieht.

»Schwimmunterricht bekommt noch mal einen Kick, wenn man Menschen vor dem Ertrinken retten kann«, sagt Bernadette Haase, Sportlehrerin am Gymnasium, die mit ihrem Kollegen Björn Röll das Projekt vorantreibt. Die DLRG habe in den fünf Jahren 100 Rettungsschwimmer ausgebildet – und zwar Schüler und Lehrer. »Wir sind jetzt selbst Rettungsschwimmer. Die Kollegen können damit selbst die Badeaufsicht übernehmen«, sagt Bernadette Haase.

Schüler können an der Puppe üben

Und die Lehrer, die die notwendige Qualifikation haben, können auch die Leistungen für die DLRG-Abzeichen in Bronze und Silber abnehmen. »Die DLRG ist für uns ein offener, sympathischer und innovativer Partner«, haben die Sportlehrer des Gymnasiums festgestellt.

Die DLRG-Ortsgruppe hat ihre Mitglieder qualifiziert, so dass sie selbst Erste-Hilfe-Ausbilder ausbilden dürfen. »Dafür haben wir neues Material bekommen, darunter auch eine Reanimationspuppe. Unsere alte haben wir an das Gymnasium gegeben, damit hier die Ausbildung intensiviert werden kann«, sagt Pascal Pollmeier. 

Mit der Puppe kann jetzt der Jahrgang 9 des Gymnasiums arbeiten. Ab nächstem Schuljahr soll das Projekt Laien-Reanimation eingeführt werden. Alle Schüler üben dann Wiederbelebung und eignen sich Hintergrundwissen an. »Das Gymnasium Schloß Holte-Stukenbrock ist dafür Modellschule. Das Projekt ist initiiert worden durch die Bezirksregierung Detmold. Am Gymnasium betreut Referendarin Anna Klöpper das Projekt«, sagt Bernadette Haase.

Das »Phantom«, wie die Reanimations-Puppe auch genannt wird, kann auch im Schulsanitätsdienst eingesetzt werden. Auch in diesem Bereich sei eine Kooperation geplant.

Schön für die Schüler sei auch, dass sie in der Praxis beim Wasser-Rettungsdienst an Seen und am Meer eingesetzt werden können.

»Die Ortsgruppe der DLRG ist über die Berufsgenossenschaft zertifiziert worden. Wir können Ersthelder für Betriebe ausbilden und die Ertse-Hilfe-Kurse durchführen, die Führerschein-Bewerber nachweisen müsen«, sagt Pascal Pollmeier. »So können wir Kooperationen weiter ausbauen.«

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