Do., 26.07.2018

Mitmachen und Ausprobieren beim Blaulichttag im THW-Landesjugendzeltlager Alles mit Wasser ist begehrt

Von Monika Schönfeld

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Die Feuerwehrleute aus Schloß Holte und Stukenbrock sind die Stars beim Blaulichttag des THW-Landesjugendzeltlagers. Sie hatten den Großlüfter aus St. Vit mitgebracht und vernebeln damit mehrmals 2000 Liter Wasser, die sie im Löschfahrzeug haben und immer wieder nachladen.

Die Gischt, die die Feuerwehrleute aus der Stadt im Zeltlager erzeugen, zieht die Jugendlichen und die Erwachsenen magnetisch an. Der Tank wird immer wieder aufgefüllt, um dann wieder den großen Luftbefeuchter anzuwerfen. Mit dabei von der Feuerwehr Schloß Holte und Stukenbrock sind Marek Mikus, Sven Glasneck mit Fiona, Jamie und Ryan, Jessica Wulf, Jonas Fockel, Rick Thomaschewski, Heinrich Sander jun., Kevin Schenkel, Markus Peschtrich, Nick Neugebauer, Marcel Eikelmann und Harald Hamacher. Marek Mikus fährt die Drehleiter aus, so dass einige in den Genuss kommen, das Zeltlager neben dem Gelände der Polizeischule von oben zu bewundern. Von dort kann man bis zum Windpark in Lichtenau sehen.

Der DRK-Kreisverband Gütersloh ist mit einer Rettungswagenbesatzung gekommen. Thilo Dobschall erklärt, wie man mit dem Automatischen Externen Defibrillator (AED) umgeht. Ein bisschen ist das wie Eulen nach Athen tragen, denn die Jugendlichen aus dem Technischen Hilfswerk wissen über die Herz- und Lungenwiederbelebung eine ganze Menge. So zeigt am Dummy auch Justus Prause aus dem THW-Ortsverband Lippstadt, wie es geht. »30-mal das Herz massieren, dabei die Hände übereinander legen und den Brustkorb fünf bis sechs Zentimeter eindrücken. Dann den Kopf in den Nacken ziehen und über Mund und Nase zweimal hintereinander Atemluft einblasen, bis der Patient wieder atmet«, sagt Justus Prause. »...oder der Rettungsdienst eintrifft«, ergänzt Thilo Dobschall.

Nebenan ist Reinhold Feldick von der Verkehrswacht Gütersloh der Ansprechpartner am Rettungssimulator. Er richtet sich vor allem an junge Fahrer, die nach einem Unfall mit dem Auto nicht in Panik geraten sollen. »Wenn sich das Fahrzeug überschlägt, blockiert das Gurtschloss. Der Fahrer muss sich am Himmel mit den Händen abstützen und mit den Füßen an der Windschutzscheibe. Das entlastet den Gurt und das Schloss lässt sich öffnen. Dann kann man vorsichtig aus dem Auto krabbeln.«

Gegen Einsatz von Kindersoldaten

Judith Berger sitzt an einem Tisch. Vor sich rote Fingerfarbe und weißes Papier. Kinder und Jugendliche, aber natürlich auch die erwachsenen Betreuer und Besucher können einen roten Handabdruck auf Papier hinterlassen und Schlagworte dazuschreiben – zum Beispiel Hoffnung, Kraft oder Geborgensein. Die »blutigen Kinderhände« werden gesammelt an Politiker geschickt, die aufgefordert werden, den Einsatz von Kindersoldaten auf der Welt zu bekämpfen. »Kinder sind klein und wendig und werden oft für Aufgaben missbraucht, bei denen teuer ausgebildete Soldaten ihr Leben nicht riskieren sollen«, sagt Judith Berger. Bei Großveranstaltungen wie dieser mit 750 Teilnehmern kommen immer beeindruckend viele Hände zusammen.

Viel Spaß haben die Teilnehmer des Ortsverbandes Vlotho des THW. Sie haben aus vier Leiterelementen, einer Plane und einem Spanngurt einen Swimmingpool gebaut – oder eher ein Planschbecken, in das man bei dieser Hitze gerne mal die Arme oder die Füße taucht.

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