Sa., 15.09.2018

Stiftung Ummeln begrüßt Nachbarn und Bewohner mit Vernissage ... und zum Dritten

Ralf Weghorst, Vater einer künftigen Bewohnerin, leitet die Auktion im Rohbau des Betreuten Wohnens. Neben ihm Stefanie, die ebenfalls in der Einrichtung wohnen wird und am Freitagabend mit dem Hammer den Zuschlag gab.

Ralf Weghorst, Vater einer künftigen Bewohnerin, leitet die Auktion im Rohbau des Betreuten Wohnens. Neben ihm Stefanie, die ebenfalls in der Einrichtung wohnen wird und am Freitagabend mit dem Hammer den Zuschlag gab. Foto: Matthias Kleemann

Von Matthias Kleemann

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). »Ostern werden alle hier wohnen«, das versprechen die Architekten den künftigen Bewohnern des Betreuten Wohnens am Habicht weg. Darauf freuen sie sich alle.

»Wir sind einen langen Weg gegangen«, sagte Christel Friedrichs, von der Geschäftsführung der Flex Eingliederungshilfe und der Diakonischen Stiftung Ummeln, Träger der Einrichtung. Nachdem der Rohbau jetzt fertiggestellt ist, begrüßte die Stiftung Nachbarn, Freunde, Vertreter aus Politik und Verwaltung und natürlich die künftigen Bewohner und ihre Angehörigen in dem Gebäude.

Besonders freuten sich die Bewohner und Gäste darüber, dass Landtagspräsident André Kuper sein Versprechen wahr gemacht hatte und – trotz Stau auf der Autobahn – fast pünktlich gekommen war.

24 junge Menschen sollen in die Räume einziehen, Kuper lobte das Vorhaben und die Zusammenarbeit aller Beteiligten – Stiftung, Architekten, Bauleute und Stadt. Ein besonderes Lob gab es, nicht nur von Kuper, für Ursula Pankoke, Beauftragte der Stadt für Menschen mit Beeinträchtigungen, die mit ihrer Hartnäckigkeit besonders am Gelingen des Vorhabens beteiligt gewesen ist.

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»Ich freue mich sehr darauf, hier arbeiten zu können.«

Johann Hans

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Johann Hans, der künftige Leiter, berichtete von einem Vorbereitungswochenende mit den jungen Leuten in Haltern, das sehr bereichernd gewesen sei. »Auch hier gibt es viele Menschen, die Lust auf Kontakt haben. Ich freue mich sehr darauf, hier arbeiten zu können.« Gemeinsam sangen Gäste und Gastgeber das Lied »Wo Menschen sich vergessen«.

Etwa 25 Bilder die die Bielefelder Künstlerin Irmela Lott gestiftet hatte, hingen an den zum großen Teil noch unverputzten Wänden. So geriet der Begrüßungsnachmittag zur Vernissage, die im späteren Verlauf sogar in der Versteigerung einiger Bilder gipfelte. Ralf Weghorst, Vater einer künftigen Bewohnerin, hatte diesen Part übernommen, und wurde die Kunstwerke für zwei- bis dreistellige Summen los, sehr zur Freude von Stefanie, die ebenfalls in der Einrichtung wohnen wird und am Freitagabend mit dem Hammer den Zuschlag gab.

Startschuss fällt 2011

Mit einem Antrag der FDP-Fraktion im Demografie-, Sozial- und Integrationsausschuss im Januar 2011 fiel der Startschuss für das Projekt. Im September 2012 begann die Suche nach einem Träger. Betroffene Eltern fanden sich zu einer Initiative zusammen und informierten sich. 2014 wurde die Selbsthilfegruppe »Anders« gegründet. Im April 2015 erklärte sich die Diakonische Stiftung Ummeln bereit, die geplante Einrichtung zu bauen und zu betreuen. Das ein- bis dreigeschossige Gebäude wird eine Wohnfläche von 1250 Quadratmetern haben. Im Februar dieses Jahres war die Grundsteinlegung.

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