Anna-Lena Brei und Johanna Franke erklären Wachstum verständlich
Publikumslieblinge

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Biologische Zusammenhänge können Anna-Lena Brei (13, Klasse 8c) und Johanna Franke (12, 7d) unterhaltsam, informativ und so mitreißend erklären, dass das Publikum beim Bundeswettbewerb »Jugend präsentiert« dieses Team zum besten erklärt hat.

Freitag, 21.09.2018, 03:00 Uhr
Warum wachsen Bäume nicht in den Himmel? Anna-Lena Brei (links) und Johanna Franke haben das Publikum des Bundeswettbewerbs »Jugend präsentiert« dermaßen begeistert, dass die beiden Gymnasiastinnen den Publikumspreis bekamen. Foto: Monika Schönfeld
Warum wachsen Bäume nicht in den Himmel? Anna-Lena Brei (links) und Johanna Franke haben das Publikum des Bundeswettbewerbs »Jugend präsentiert« dermaßen begeistert, dass die beiden Gymnasiastinnen den Publikumspreis bekamen. Foto: Monika Schönfeld
Auf der Bühne agierten Anna-Lena (links) und Johanna in gleicher Kleidung mit gleicher Frisur.

Auf der Bühne agierten Anna-Lena (links) und Johanna in gleicher Kleidung mit gleicher Frisur. Foto: Gerhard Kopatz

»Warum wachsen Bäume nicht in den Himmel?« Das hat etwas mit Kapillaren und mit dem Nährstofftransport des Wassers zu tun. Die Fachjury hat die beiden Gymnasiastinnen am Sonntag im Kino International in Berlin unter die ersten sechs Preisträger eingestuft. »Sie sind die einzigen Preisträger aus Nordrhein-Westfalen«, berichtet Biologielehrer Marcel Winter stolz, der mit Kollegin Irina Janzen mehrere Fortbildungen gemacht hat und am Gymnasium einmal die Woche eine freiwillige Stunde für Schüler ab der Klasse 6 anbietet, in der sie lernen, naturwissenschaftliche Themen verständlich zu präsentieren. Das Gymnasium ist seit 2017 »Jugend-Präsentiert-Schule«, um die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) zu fördern.

»Diese überragende Leistung zeigt, dass das Projekt lebt«, lobt Schulleiter Dr. Michael Kößmeier die Siegerinnen und die Lehrer, die Zeit und Engagement investieren. »Wir erhoffen uns von diesem Sieg eine Strahlkraft, von der sich noch mehr Schüler von den Naturwissenschaften faszinieren lassen.«

 Konkurrenten wurden Freunde

Anna-Lena Brei und Johanna Franke hatten ein Video gefilmt und waren damit unter die ersten 100 gekommen. Sie wurden nach Wuppertal eingeladen, erhielten einen Coach, der ihnen Tipps für die Präsentation gab und haben einen Workshop in Hamburg gewonnen. »Eigentlich haben wir da ja unsere Konkurrenten getroffen, sie wurden aber unsere Freunde«, sagt Anna-Lena.

Zur Wissenschaftskonferenz

Zum Finale im Bundeswettbewerb sind die beiden Mädchen mit ihren Familien vor einer Woche nach Berlin gereist. Am Käthe-Kollwitz-Gymnasium gab es einen weiteren Workshop, die Mädchen präsentierten 360-Grad-Fotos. Am Samstag hatten sie in der Aula der Schule zwei mal zehn Minuten, um ihr Thema digital und analog vorzustellen. »Am Samstag war ich noch aufgeregt, am Sonntag nicht mehr. Da hatten wir es in die letzte Runde geschafft«, sagt Johanna. Die Mädchen hatten sich gleich gekleidet, aber nicht als Baum verkleidet. Das wäre nicht angemessen gewesen. Beide hatten sich Zöpfe geflochten. Die eine stellte die Frage, die andere beantwortete sie – immer schön im Wechsel. »Das ist lebendiger, als einfach eine Frage in den Raum zu stellen.«

Gewonnen haben die beiden (fachlich) eine Kulturreise durch Berlin mit Übernachtung. Mit dem Publikumspreis (den bekommt nur eine Gruppe) erhalten sie außerdem zwei Tickets zu der Berliner Wissenschaftskonferenz »Falling Walls«. Nächstes Jahr sitzen die beiden Siegerinnen in der Bundesjury des Wettbewerbs.

Jugend präsentiert

Jugend präsentiert ist ein Projekt der Klaus-Tschira-Stiftung in Kooperation mit Wissenschaft im Dialog. Am Seminar für Rhetorik der Uni Tübingen werden die Trainings entwickelt. Der Schülerwettbewerb bietet die Möglichkeit, sich außerschulisch mit Präsentationen zu beschäftigen.

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