Symposium beschäftigt sich mit Konzepten für künftige Ausstellung
Viele spannende Themen

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Es ist noch ein weiter Weg, bis die Öffentlichkeit konkrete Ergebnisse zu sehen bekommt. Das Ziel ist eine Ausstellung, die den Werdegang des Geländes der heutigen Polizeischule darstellt.

Montag, 08.10.2018, 06:45 Uhr aktualisiert: 08.10.2018, 07:00 Uhr
Teilnehmer am zweiten Tag: Jens Hecker, Vida-Marie Acheampong, Norbert Ellermann, Angela Steinhardt, Leon Nicolaysen, Andrea Kamp, Kirsten John-Stucke, Ulrike Pastoor, Oliver Nickel, André Kuper, Ludwig Teichmann, Ursula Krey, Pia Winkler, Frank Stückemann, Horst-Dieter Schmelzer, Wolfgang Günther, Hauke-Hendrik Kutscher und Philipp Erdmann (von links). Foto: Matthias Kleemann
Teilnehmer am zweiten Tag: Jens Hecker, Vida-Marie Acheampong, Norbert Ellermann, Angela Steinhardt, Leon Nicolaysen, Andrea Kamp, Kirsten John-Stucke, Ulrike Pastoor, Oliver Nickel, André Kuper, Ludwig Teichmann, Ursula Krey, Pia Winkler, Frank Stückemann, Horst-Dieter Schmelzer, Wolfgang Günther, Hauke-Hendrik Kutscher und Philipp Erdmann (von links). Foto: Matthias Kleemann

Das Kriegsgefangenenlager der Nazis, das Stalag 326, ist dabei ein eindeutiger Schwerpunkt. Aber nach der Befreiung haben zeitweise Briten und Amerikaner die Oberaufsicht gehabt. Dann wurde die Fläche ein Internierungslager und danach ein Aufnahme- und Durchgangslager für Flüchtlinge, das Sozialwerk, der zweite, wichtige Schwerpunkt. Und auch die heutige Nutzung als Ausbildungseinrichtung der Polizei soll nicht ausgeklammert werden.

Mit dem Sozialwerk hat sich ein Symposium beschäftigt, zu dem die Gedenkstätte Stalag 326 und die Arbeitsgruppe Sozialwerk des Landeskirchlichen Archivs der Evangelischen Kirche eingeladen hatten. 47 Personen haben daran teilgenommen, auch Vertreter des Bundes der Vertriebenen, des Heimat- und Verkehrsvereins, des Vereins »Unser Dorf Stukenbrock-Senne«, sowie von »Blumen für Stukenbrock«.

Mehr Aspekte, als bislang bekannt

Die Tagung habe gezeigt, dass mehr Aspekte, als bislang bekannt, in der Ausstellung berücksichtigt werden müssen, ist man sich auf Seiten der Veranstalter bewusst. Als Beispiel nannte Gedenkstättenleiter Oliver Nickel die Erholungsaufenthalte für Stadtkinder, die in den 50er-Jahren vom Roten Kreuz organisiert wurden. Darüber sei bislang noch wenig bekannt. »Da gibt es viele spannende Themen«, so Nickel, der sich mit dem Verlauf und Ergebnis der Tagung zufrieden zeigt.

Mit den Zeitzeugen und den Vertretern der Interessensgruppen müsse man zusammenarbeiten und in Verbindung bleiben, sagt Nickel. Das sei der richtige Weg.

Der Historiker Thorsten Heese vom Museumsquartier Osnabrück berichtete während des Symposiums über seine Arbeit in Osnabrück, wo er Gesprächskreise leitet und sich mit örtlichen Gruppen und Zeitzeugen austauscht. So etwas kann sich Ulrike Pastoor, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Gedenkstätte, auch für die neue Ausstellung vorstellen. Ein kontinuierlicher Prozess, bei dem die Ausstellung auch wachsen und sich verändern könnte.

»Es ist ein authentischer Ort in vielerlei Hinsicht.«

André Kuper.

Doch bei der Frage, wann es losgehen könnte, tun sich die Verantwortlichen schwer. Vorsichtige Schätzung: In drei bis vier Jahren. Das Problem: Viele Faktoren, die noch nicht genau eingeschätzt werden können und viele Beteiligte. Die finanzielle Förderung beispielsweise. Wo lassen sich Gelder locker machen – Land, Bund, EU? Oder die Raumplanung : Belange der Polizeischule müssen mit Belangen des Denkmalschutzes und einem Gesamtkonzept unter einen Hut gebracht werden. »Sie können hier nicht einfach so buddeln. Unter jeder Wiese könnten Bodendenkmale schlummern«, sagt Schirmherr André Kuper.

Kuper spricht von einem ganzheitlichen Konzept, das er sich für die Ausstellung vorstellt. »Es ist ein authentischer Ort in vielerlei Hinsicht. Daraus ergibt sich eine seltene Chance.«

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