Sa., 13.10.2018

Dr. Heiner Vorbohle, Leiter der Tierklinik, gibt Tipps Ansteckender »Zwingerhusten«

Herbstzeit ist Erkältungszeit – auch für Hunde, sagt Dr. Heiner Vorbohle. Er warnt vor allem vor dem ansteckenden Zwingerhusten.

Herbstzeit ist Erkältungszeit – auch für Hunde, sagt Dr. Heiner Vorbohle. Er warnt vor allem vor dem ansteckenden Zwingerhusten.

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Die Zahl der Hunde, die mit der hochansteckenden Hundekrankheit »Zwingerhusten« infiziert sind, steigt derzeit an. Das sagt Dr. Heiner Vorbohle, Leiter der Tierklinik in Schloß Holte. Der Tierarzt rät zur Vorsicht.

»Hustet der Hund, meiden Sie alle Hundebegegnungen, Hundetreffs, Hunde- und Welpenschulen, damit sich andere Tiere nicht anstecken können«, warnt er.

Zwingerhusten (Parainfluenza) ist eine Erkrankung der oberen Luftwege, die durch die Luft oder Tröpfcheninfektion übertragen wird. Symptome sind ein trockener Husten, oft auch ein Husten, der an ein Würgen erinnert.

Für Welpen oder immungeschwächte Hunden können die Krankheit oder Folgeinfektionen gefährlich werden. Fieber und Abgeschlagenheit sind beim Zwingerhusten ernst zu nehmende Symptome.

»Gegen die Haupterreger des Zwingerhustens können wir impfen. Weil aber die Krankheit durch verschiedenste Erreger ausgelöst werden kann, ist der Hund auch nach der Impfung nicht zu hundert Prozent geschützt. Allerdings hat die Erkrankung bei geimpften Hunde in der Regel einen deutlich leichteren Verlauf.«

Sei der Hund bereits angesteckt, helfe die Impfung im akuten Fall nicht. »Dann gilt es, je nachdem wie schwer Hund erkrankt ist, den Husten zu lindern, das Fieber zu senken oder aber auch antibiotisch zu behandeln, um weitere Folgekrankheiten – zum Beispiel eine Lungenentzündung – einzudämmen«, so Dr. Vorbohle.

Nicht jeder Husten muss gleich ein Zwingerhusten sein. Herbstzeit ist Erkältungszeit. Und das gilt auch für Hunde. Erkältungskrankheiten sind sogenannte Zoonosen, Krankheiten, die von Tier zu Mensch und von Mensch zu Tier übertragbar sind.

Aber Achtung: Absolut tabu für den Vierbeiner seien Medikamente für Menschen wie Paracetamol oder Aspirin.

Oft ist es schwer zu erkennen, ob der Freund auf vier Pfoten nur eine leichte Erkältung hat, oder ob eine ernsthaftere Erkrankung dahintersteckt.

Dann ist es immer besser, den Patienten beim Tierarzt untersuchen zu lassen. Hier gibt es dann auch Medikamente, die speziell dem Tier bei Erkältung helfen.

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