Di., 06.11.2018

Bielefelder Logistiker wird sich nicht am Kreuzkrug ansiedeln Aus für Wahl & Co. am Kreuzkrug

Im Juni schließt sich Uwe Domres, der eine Online-Petition initiiert hat, der Protest-Demonstration der SPD an, die auf die Verkehrsprobleme aufmerksam macht, die mit der Ansiedlung eines weiteren Logistikers entstehen.

Im Juni schließt sich Uwe Domres, der eine Online-Petition initiiert hat, der Protest-Demonstration der SPD an, die auf die Verkehrsprobleme aufmerksam macht, die mit der Ansiedlung eines weiteren Logistikers entstehen. Foto: Monika Schönfeld

Von Monika Schönfeld

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Das Bielefelder Logistikunternehmen Wahl & Co. wird sich nicht am Kreuzkrug ansiedeln. Das hat Jörn Wahl-Schwentker am Montag Bürgermeister Hubert Erichlandwehr mitgeteilt. Grund: Der Besitzer des Geländes, Magnus Graf von Schlieffen, will nicht mehr an Wahl & Co. verkaufen.

Bürgermeister Hubert Erichlandwehr teilte diesen Sachverhalt am Dienstag im Haupt- und Finanzausschuss mit. Das Logistikunternehmen Wahl & Co. als Investor und der Eigentümer der Fläche seien schon einig gewesen hinsichtlich der zu kaufenden Fläche und des Kaufpreises.

Wie mehrfach berichtet , hatte auch die Stadt Schloß Holte-Stukenbrock Unterstützung für die Erarbeitung der notwendigen Planunterlagen zugesagt und im Fall einer vorhabenbezogenen Änderung des Regionalplans durch den Regionalrat die Bereitschaft signalisiert, das städtische bauleitplanerische Verfahren einzuleiten .

Verkehr bleibt das Problem

Von allen Beteiligten sind die straßenverkehrlichen Herausforderungen betont worden, sowohl für die Kreuzungssituation mit den Abbiegespuren zum A33-Zubringer am Kreuzkrug, als auch für die Ortsdurchfahrt Oerlinghauser Straße, in der Verlängerung Tunnelstraße durch Oerlinghausen und die Bielefelder Straße (alte B68). Der Landesbetrieb Straßen NRW ist deshalb schon früh in die Überlegungen eingebunden worden.

Magnus Graf von Schlieffen habe stets großen Wert darauf gelegt, dass durch die Ansiedlung einer weiteren Spedition (die Spedition Schenker AG hat sich bereits in unmittelbarer Nähe angesiedelt) die Landesstraße 751 (Tunnelstraße) nicht stärker mit Lkw-Verkehr belastet wird. Der Eigentümer befürchtet, dass die Straße als Mautumgehungsstraße genutzt wird.

Unerfüllbare Bedingungen

Er hat schließlich zur Bedingung gemacht, dass die L751 mit einer Maut belegt wird oder ein Durchfahrtsverbot für Lastwagen durchgesetzt wird. Beides lehnt Straßen NRW ab – aus rechtlichen Gründen. Die Tunnelstraße ist Umleitungsstrecke für den Fall, dass die Autobahnen 2 oder 33 gesperrt werden müssen (wegen Unfällen oder aus sonstigen Gründen). Nachdem dem Eigentümer dieses kategorische Nein mitgeteilt worden war, hat er mitgeteilt, dass er unter diesen Voraussetzungen nicht bereit sei, seine Flächen für die Ansiedelung des Speditionsunternehmens zu veräußern. Zudem habe er nicht das Vertrauen in eine verlässliche Umsetzung der notwendigen Verkehrsplanung durch den zuständigen Straßenbaulastträger.

Reaktionen

Die Nachricht hat im Haupt- und Finanzausschuss erwartet unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Martin Wildemann (CSB) sagte, er sei geschockt. Bruno Reinke (Bündnis 90/Die Grünen) sagte, er habe » Hochachtung vor dem Besitzer, der die Verkehrsprobleme gesehen hat, die nicht zu lösen sind .« Ohne die vorhabenbezogene Änderung des Regionalplans wird auch die weitere Fläche zwischen der Bielefelder Straße und der Autobahn wohl nicht in absehbarer Zeit kommunales Gewerbegebiet.

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