Fr., 30.11.2018

Bronzetafel des Gründers der Gedenkstätte Stalag 326 enthüllt Zum Gedenken an Werner Busch

Gedenktafel für Werner Busch: (von links) Vorsitzender der Gedenkstätte Stalag 326, Manfred Büngener, Erika Busch, Jürgen Spieß (Vorstand), Jürgen Trapp (Verwaltungsleitung LAFP Standort Schloß Holte-Stukenbrock) und Geschäftsführer Oliver Nickel.

Gedenktafel für Werner Busch: (von links) Vorsitzender der Gedenkstätte Stalag 326, Manfred Büngener, Erika Busch, Jürgen Spieß (Vorstand), Jürgen Trapp (Verwaltungsleitung LAFP Standort Schloß Holte-Stukenbrock) und Geschäftsführer Oliver Nickel. Foto: Monika Schönfeld

Von Monika Schönfeld

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Zum Gedenken an den Gründer der Gedenkstätte Stalag 326, Werner Busch, hat der Vorstand des Fördervereins der Gedenkstätte am Donnerstag eine Bronzetafel enthüllt. Der Verler Bildhauer Horst-Jürgen Hoburg hat die Tafel gefertigt.

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Wir werden die Arbeit in seinem Sinne weiterführen.

Manfred Büngener

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Der Vorsitzende des Fördervereins der Gedenkstätte Stalag 326, Manfred Büngener, sagte, dass der Förderverein direkt nach dem Tod ihres Ehrenvorsitzenden vor einem Jahr beschlossen habe, das Andenken an den Gründer sichtbar zu pflegen. Die Kosten für die Gedenktafel tragen die Volksbank Rietberg und die Stadt Schloß Holte-Stukenbrock. »Wir enthüllen die Tafel zum Andenken an einen geschätzten Menschen. Wir werden die Arbeit in seinem Sinne weiterführen«, sagte Büngener.

Dabei gehe es vor allem um die Betreuung der Menschen aus den ehemaligen GUS-Staaten, die ihre Angehörigen auf dem Ehrenfriedhof Sowjetischer Kriegtoter besuchen. »Darum kümmert sich vor allem Brigitte Barz. Es ist immer wieder eindrucksvoll, wie wichtig den Menschen ist, ihre Angehörigen würdig begraben zu wissen.« Büngener erinnerte an den Besuch des damaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck, der 2015 die erste Stele mit Namen der Toten eingeweiht habe, denen weitere folgten.

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Die Gedenkstätte steht vor einem großen Umbruch.

Manfred Büngener

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»Die Gedenkstätte steht vor einem großen Umbruch. Die Wichtigkeit und Einmaligkeit ist erkannt worden. Vom Lenkungskreis unter dem Vorsitz des Landtagspräsidenten André Kuper erwarten wir uns eine Lösung, wie die Gedenkstätte zum Bildungszentrum für Ostwestfalen-Lippe für die NS-Zeit entwickelt werden kann. Für mich ist das wichtigste das Gedenken an die Toten, die im Zweiten Weltkrieg vernichtet worden sind.«

Brief eines Freundes

Bis die Tafel angebracht werden konnte, ist einige Zeit vergangenen, weil auch die Denkmalbehörde erst grünes Licht geben musste. Die Witwe des Gründers, Erika Busch, hatte einen Brief des Ehepaars Alexander Basanow und seiner Frau Valentina aus der Republik Kalmykien mitgebracht. Das Ehepaar erinnerte daran, dass Werner Busch ihnen im Jahr 2006 geholfen habe, die letzte Ruhestätte seines Vaters zu finden. Basanow hat 2006 am Grab seines Vaters eine Gedenktafel niedergelegt. Mit dem Ehepaar Busch ist eine Freundschaft entstanden.

»Das Schicksal aller Kriegsgefangenen jeder Nationalität war tragisch, viele von ihnen haben bis zur friedlichen Zeit nicht mehr gelebt«, schreibt Basanow zum Todestag seines Freundes Werner Busch. Er würdigt die Arbeit, die für die Hinterbliebenen geleistet wird, die oft Jahrzehnte lang nach den Angehörigen suchen. Zur Unterstützung der Arbeit hat Basanow 100 Euro gespendet. 

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