In der St.-Achatius-Kirche
Bläser führen musikalisch um die Welt

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). »Schön, dass Sie sich auf den Weg gemacht haben, um mit uns die vorweihnachtliche Welt zu erkunden. Wir möchten Ihnen zeigen, wie der Zauber von Weihnachten in den Ländern die Menschen erreicht.«

Donnerstag, 27.12.2018, 07:00 Uhr
Mit präzisem Dirigat gelingt es Andreas Wecker mit dem Orchester, die Konzertbesucher mitzureißen. Foto: Manuela Fortmeier
Mit präzisem Dirigat gelingt es Andreas Wecker mit dem Orchester, die Konzertbesucher mitzureißen.

So begrüßen die Moderatorinnen Stefanie Kipp und Lisa Wecker das Publikum in der St.-Achatius-Kirche. Und dann bringt die Bundesschützen-Blaskapelle Hövelriege mit »Tochter Zion« den Festmarsch, »der in dieser Kirche nicht fehlen darf«, einen musikalischen Hochgenuss, wie er sonst bei Konzerten oft erst zum Schluss dargeboten wird.

Herz und Seele berührend

Eine aufregende, musikalische Weltreise startet in der Senne, ein außergewöhnliches, Herz und Seele berührendes Konzert. Hanna Fortströer und Phil Backes beeindrucken mit ihrem Trompetensolo. In der schmissigen »Petersburger Schlittenfahrt« gelingt es Fabian Sander, instrumental eine Pferdepeitsche so zu imitieren, dass sich die Konzertbesucher gedanklich durch die Winterlandschaft fahren sehen.

Nur zu gerne stimmen die Konzertbesucher mit dem Orchester die bekannten Weihnachtsklassiker »Süßer die Glocken nie klingen« und das »O du fröhliche« an, das Weihnachtslied, das der Komponist Daniel Falk den Kindern widmete, die im von ihm gegründeten Rettungshaus für verwahrloste Kinder lebten.

Mit bekannter Liedliteratur aus vielen Ländern und Kulturen unter dem Motto »Weihnachten in aller Welt« ebnen sich die Musikerinnen und Musiker drei Jahre nach ihrem letzten Auftritt in St. Achatius erneut den Weg in die Herzen der Konzertbesucher.

Leidenschaftlich und verpackt in Noten überbringen die fast 40 Aktiven so in 14 Liedern ihre Weihnachtswünsche instrumental in die Sennegemeinde, mit der sich die Blaskapelle »sehr verbunden fühlt«. »Wir spielen beim Schützenfest und kommen immer sehr gerne hierher zurück«, sagt Andreas Wecker.

Internationale Lieder

Das Programm ist durchweg mit internationalen Liedern gestaltet. Mit »Feliz Navidad« nehmen die Musiker die Zuhörer mit nach Spanien, aber auch an den Nordpol und lassen mit »Rudolph, the Red Nosed Reindeer« aufhorchen.

Fast neunzig Minuten später sind das Publikum wie auch Anni und Heinrich Sander, der Gründer des St.-Johannes-Blasorchesters Stukenbrock, geschlossen der Ansicht: »Es war ein großartiges Konzert, schöner geht es nicht.«

Die Konzertbesucher würdigten die Leistungen der Musiker mit lang anhaltendem Applaus im Stehen. Mit »Vivaldis Winter« folgten die dem Wunsch nach einer Zugabe. Anschließend nutzen die Besucher die Gelegenheit, sich im anschließenden Gottesdienst weiter in Weihnachtsstimmung versetzen zu lassen, bevor sich alle beim adventlichen Umtrunk frohe Festtage wünschten.

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