Di., 29.01.2019

Zum Tod von Fritz Wurms: Weggefährten danken dem John Wayne dieser Zeit Mann mit Rückgrat und Herz

Fritz Wurms inmitten von Mitgliedern des Chopper-Clubs Paderborn, der im Safaripark seine Treffen veranstaltet und Geld für das Kinderhospiz in Bethel sammelt (von links): Ian McDonald, Vorsitzender Michael Förster, Jens Rosenfeld und Norbert Rawlin.

Fritz Wurms inmitten von Mitgliedern des Chopper-Clubs Paderborn, der im Safaripark seine Treffen veranstaltet und Geld für das Kinderhospiz in Bethel sammelt (von links): Ian McDonald, Vorsitzender Michael Förster, Jens Rosenfeld und Norbert Rawlin. Foto: Matthias Kleemann

Von Monika Schönfeld

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Betroffen haben Weggefährten auf den Tod von Fritz Wurms reagiert. Der Chef des Zoos Safaripark Stukenbrock ist in der Nacht zu Montag im Alter von 66 Jahren gestorben.

»Fritz Wurms und sein Unternehmen haben Schloß Holte-Stukenbrock auch bei denen bekannt gemacht, die sonst keine Beziehungen zur Stadt haben«, sagt Bürgermeister Hubert Erichlandwehr. Unvergessen sind die Verkehrsnachrichten, in denen vor Affen an der Autobahn 33 gewarnt wird. Die Paviane, die der Park damals noch hatte, waren ausgebüchst. Öfter »besuchten« sie auch die Nachbarn und ließen sich schon mal am Kaffeetisch auf der Terrasse nieder.

»Fritz Wurms hat mit Ideen und Visionen sein Unternehmen immer gut nach vorne gebracht und viel investiert, um zukunftsfähig zu bleiben«, sagt Hubert Erichlandwehr. »Er hat sich nie beirren lassen«.

Fritz Wurms hat die weißen Tiger und weißen Löwen gezüchtet, galt weltweit als Experte für die Raubkatzen. »Mit der erfolgreichen Gepardenzucht hat er jüngst noch Schlagzeilen gemacht.«

Das soziale Engagement des Unternehmers sei bemerkenswert gewesen. »Fritz Wurms hat immer wieder Gruppen vergünstigten oder kostenlosen Eintritt in den Park gewährt – ob es Besucher aus Valmiera waren, Flüchtlingskinder oder andere.« Er sei in vielerlei Hinsicht ein Teil des Ortes gewesen. »Mein Mitgefühl gilt seiner Frau und seiner Familie.«

»Ich bin geschockt«, sagt Ferdi Bischoff, der seit 24 Jahren im Park mit dem Drehorgelfestival zu Gast ist. »Ich habe gerade noch den Kondolenzbrief fertig gemacht und bin dann nach Hause gefahren«, sagt er. Er sei nicht nur guter Freund der ganzen Familie, sondern auch der Versicherungsmakler des Parks. »Der Zoo Safaripark befindet sich gerade in einer Aufbruchphase. Fritz Wurms hatte noch so viel vor. Schade, dass er das Jubiläum seines Unternehmens jetzt nicht mehr selbst erleben kann.« Das 25. Drehorgelfestival am letzten Juliwochenende werde er dem Gedenken an Fritz Wurms widmen.

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»Er hatte ein Riesenherz und Rückgrat. Auf sein Wort war Verlass.«

Michael Förster

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»Fritz Wurms war ein Mann von Ehre, der letzte John Wayne seiner Zeit«, sagt Michael Förster, Bauunternehmer aus Hövelhof und Vorsitzender des Chopper-Clubs, der zehnmal sein Treffen im Safaripark ausgerichtet hat. »Er hatte ein Riesenherz und Rückgrat. Auf sein Wort war Verlass.« Förster, genannt Fitti, sagt, dass die Spendenaktion des Chopper-Clubs erst richtig Fahrt aufgenommen habe, seit Wurms seine Mithilfe angeboten hat. »Vergangenes Jahr haben wir mehr als 34.000 Euro Spenden bekommen. Wir werden dieses Jahr die 100.000-Euro-Grenze knacken.« Fritz Wurms habe auch seine Mannschaft geprägt. »Das ist eine eigene Welt. Aber jeder im Park grüßt und gibt mir die Hand.« Und: »Wer Fritz Wurms an seiner Seite hatte, hatte Rückenwind hoch drei.«

Simon Oekenpöhler, Vorsitzender des Stukenbrocker Karnevalsvereins, hat die Nachricht vom Tod Fritz Wurms’ persönlich getroffen. »Er war ein Botschafter der Stadt. Eins bis Tausend – das war seine Antwort, wenn ich nach Freikarten für den Kinderkarneval gefragt habe.« Oekenpöhler sagt, dass Fritz Wurms den Kinderkarneval immer unterstützt habe – mit Helfern aus dem Park, mit dem Safarizug, den Weißen-Tiger-Handwagen, mit Künstlern und Know-how. »Er hat mich mit offenen Worten unterstützt. Eine Kritik von Fritz Wurms war immer wertvoll.« Sein Herz galt Kindern und Familien.

»Er war weltoffen und ein Mann mit Stil. Er und seine Frau Elli, das war ein tolles Paar.« Man habe mit ihm viel lachen können. »Ich bin traurig, aber auch voller Dankbarkeit, Fritz Wurms gekannt zu haben.«

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