Mi., 13.02.2019

Ausstellung in der Ems-Erlebniswelt soll interaktiv und spannend werden Besucher erwarten heute mehr

Stadtmarketingbeauftragte Imke Heidotting und der Planer von ­Ö-Konzept, Hans-Ulrich Werchan, haben den Politikern ihre Ideen präsentiert, wie die Ausstellung in der Ems-Erlebniswelt aufgefrischt und erneuert werden kann.

Stadtmarketingbeauftragte Imke Heidotting und der Planer von ­Ö-Konzept, Hans-Ulrich Werchan, haben den Politikern ihre Ideen präsentiert, wie die Ausstellung in der Ems-Erlebniswelt aufgefrischt und erneuert werden kann. Foto: Monika Schönfeld

Von Monika Schönfeld

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Die Ausstellung in der Ems-Erlebniswelt ist in die Jahre gekommen. Einiges ist schlichtweg kaputt, anderes veraltet. Hans-Ulrich Werchan vom Büro Ö-Konzept, der 2009/10 die Ausstellung konzipiert hat, hat dem Wirtschafts-, Marketing- und Stadtentwicklungsausschusses vorgestellt, was getan werden sollte.

Die Ems als Wirtschaftsraum: Die Meyerwerft in Papenburg baut Kreuzfahrtschiffe, wie ein Modell in der Ausstellung zeigt.

»Die Besucher erwarten heute mehr, denn mehr ist möglich«, sagt Werchan. Das gilt vor allem für den zentralen Bereich. In der Gondel fliegt der Besucher den Strom der Ems entlang. »Die acht Jahre alte Technik ist selbst bei Ebay nichts mehr wert«, sagt der Planer.

»Den Film haben wir zu früh gemacht. Heute gibt es ganz andere Möglichkeiten zwischen Aufnahmen von Drohnen oder einer animierten Spielidee.« Werchan rät, einen neuen Beamer anzuschaffen, der die ganze Leinwand bestrahlt. Die Spielidee mit dem Emsüberflug soll verstärkt werden.

Zwischen Film und Spiel wählen

Am Tresen steht die zentrale Einheit, mit der der Besucher zwischen verschiedenen Möglichkeiten wählen kann. Den Film könne man wechseln. Gruppen wollten oft nur fünf Minuten einen ästhetischen Film konsumieren, Einzelbesucher oder Besucher mit Kindern hätten Spaß daran, Punkte zu sammeln und interaktiv zu spielen. »Von der Qualität her wollen wir einen Schritt weiter gehen. Die Erwartungshaltung der Besucher ist heute höher als vor acht Jahren.«

Die Ideen für eine verbesserte Ausstellung, zum Beispiel an der Karte der Ems, werden jetzt in den Fraktionen beraten

10.000 Besucher pro Jahr

Obwohl es im August einen Besuchereinbruch gegeben habe, seien doch wieder 10.000 Besucher in der Ausstellung und im Erlebnisgarten gewesen, sagt Stadtmarketingbeauftragte Imke Heidotting. Obwohl der Raum Jahre auf dem Buckel hat, mache er einen frischen Eindruck. »Das ist der tollen Arbeit der Aufsichtspersonen zu verdanken«, sagt Werchan. Dennoch: Verbessern lasse sich die Beleuchtung. Auch aus energetischen Gründen sollten die Halogenstrahler gegen LED-Leuchten ausgetauscht werden. Mit einem Lichtband am Fuß der Gondel könnte der zentrale Bereich betont werden.

Auch am Schallschutz muss etwas gemacht werden. Es bieten sich ovale Elemente an, die an die Decke montiert werden. Hellblau gefärbt gleichen sie Wolken. Die Gondel hebt ab in den Himmel.

Mit regionalen Produkten

Die Motoren an den Aquarien für die (künstlichen) Fische sind zu laut. »Das Symbol reicht, die Bewegung kann man sich sparen«, meint Werchan. Ein Monitor ist kaputt, eine Soundanlage gibt’s gar nicht. An der Karte sollen die Städte aufleuchten, die man antippt, um sich besser zu orientieren.

Etwas verloren steht die Vitrine mit den regionalen Produkten von »Senne Original« im Raum, die nachträglich aufgestellt wurde. »Daran haben wir vor acht Jahren gar nicht gedacht, das müssen wir besser einbinden und sagen, wo man die Produkte bekommt.« Über Bildcollagen sollten auch weitere Sehenswürdigkeiten vorgestellt werden. Die Kosten für die Erneuerung schätzt Werchan auf etwa 80.000 Euro. 

Ein Kommentar von Monika Schönfeld

Eine komplett neue Ausstellung wird es nicht geben. Wohl aber eine Präsentation, die der Erwartung der Ausstellungsbesucher nach einer modernen, abwechslungsreichen und spannenden Präsentation gerecht wird. Dass das, was kaputt ist, erneuert wird, ist selbstverständlich. Dabei kann man gleich überdenken, was wichtig ist, was besser geht. Die Ausstellung muss auf aktuellem Stand sein, sonst ärgert sich der Besucher. Das Geld, das dies kostet, ist gut angelegt. Und auch der Außenbereich wartet auf eine Überarbeitung.

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