Berufswahlprojekt am Gymnasium erfolgreich abgeschlossen
Den Kompass geeicht

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Erst 16 Jahre alt – und schon über die Berufsfindung nachdenken? Für viele Gymnasiasten ist das in diesem Alter noch weit weg.

Dienstag, 26.02.2019, 10:45 Uhr aktualisiert: 26.02.2019, 10:50 Uhr
Zufriedene Gesichter nach dem Abschluss des Projektes: Lena Koch, Werner Twent (Stiftung der Kreissparkasse), Jennifer Kleinemas, Schulleiter Dr. Michael Kößmeier, Ute Walther (Personalentwicklung ARI), Lothar Pieper, Sabine Nathaus Hünnemann (Dimension 21), Burghard Lehmann (Osthushenrich-Stiftung), Antje Volbert (Studien- und Berufswahlkoordinatorin, von links).Foto: Matthias Kleemann
Zufriedene Gesichter nach dem Abschluss des Projektes: Lena Koch, Werner Twent (Stiftung der Kreissparkasse), Jennifer Kleinemas, Schulleiter Dr. Michael Kößmeier, Ute Walther (Personalentwicklung ARI), Lothar Pieper, Sabine Nathaus Hünnemann (Dimension 21), Burghard Lehmann (Osthushenrich-Stiftung), Antje Volbert (Studien- und Berufswahlkoordinatorin, von links). Foto: Matthias Kleemann

Den Schülerinnen Jennifer Kleinemas und Lena Koch, die die EF (Jahrgangsstufe 10) des Gymnasiums besuchen, geht es nicht anders. Dennoch sind sie froh, durch das Projekt »Abitur – und wie weiter?« erste Denkanstöße in diese Richtung bekommen zu haben.

Vor allem mit den Praxistipps ihrer Trainer konnten sie viel anfangen. Dabei geht es um konkrete Fragen, wie das Einschreiben an einer Universität und mehr.

Zum 11. Mal bietet das Gymnasium dieses Berufswahlprojekt zu Beginn der Oberstufe an. Dass die Schüler da noch so jung sind, das liegt an G8 und wird sich wieder ändern, sobald das Gymnasium zurück auf G9 gewechselt ist. Dennoch sei der Zeitpunkt richtig. Ute Walther von der Personalentwicklung bei ARI weist darauf hin, dass die Unternehmen heutzutage erwarten, dass Bewerber sich bereits ein Jahr vor dem voraussichtlichen Einstellungstermin melden, vor allem, wenn es um eine Berufsausbildung mit begleitendem Studium geht.

Überdies nutze das Projekt zu diesem Zeitpunkt auch jenen Schülern, die vielleicht schon vor dem Abitur abgehen, sagt Sabine Nathaus-Hünnemann von der Projektleitung bei »Dimension 21«.

»Der Blick von außen ist für uns wichtig.«

Studien- und Berufswahlkoordinatorin Antje Volbert

126 Schüler, also die gesamte Jahrgangsstufe, haben sich an dem Projekt beteiligt, das von der Beratungsfirma »Dimension 21« angeboten wird. Von den 80 Euro, die es pro Schüler kostet, müssen die Schüler 15 Euro selbst bezahlen. Der Rest wird von der Stiftung der Kreissparkasse Wiedenbrück und der Osthushenrich-Stiftung sowie zu einem kleineren Teil von ARI getragen.

Studien- und Berufswahlkoordinatorin Antje Volbert ist zufrieden mit dem Ablauf, denn die allermeisten Schüler sind es auch, wie eine abschließende Umfrage ergeben hat. Unterteilt in elf Gruppen mit je einem Trainer haben sie sich in mehreren Workshops mit diversen Aspekten der Berufswahl auseinandergesetzt und zusätzlich mithilfe eines Handouts ihre Schwächen und Stärken durchleuchtet.

Zu Beginn und zum Abschluss fanden zusätzlich Einzelgespräche mit den Trainern statt.

»Der Blick von außen ist für uns wichtig«, sagt Antje Volbert. Ein externer Trainer könne die Schüler unvoreingenommener beraten als ihr Lehrer. Auch die Selbstreflexion bringe die Schüler weiter und trage zur Zielfindung bei.

Das bestätigen Jennifer ­Kleinemas und Lena Koch. Es sei gut, sich mit dem Thema beschäftigt zu haben, auch wenn der konkrete Berufswunsch noch nicht gefunden wurde.

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