Di., 26.02.2019

Muppetshow: Kfd-Karneval in der Senne lässt die Puppen tanzen Waldorf und Statlergeben ihren Senf dazu

Immer mit einem garstigen Kommentar in der Muppetshow dabei: Die Alten Waldorf (Christina Neuwöhner, links) und Statler (Judith Pähler-vor-der-Holte-Menne).

Immer mit einem garstigen Kommentar in der Muppetshow dabei: Die Alten Waldorf (Christina Neuwöhner, links) und Statler (Judith Pähler-vor-der-Holte-Menne). Foto: Monika Schönfeld

Von Monika Schönfeld

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). »Mein Dänisch ist etwas eingerostet.« Das sagt Ute Schniedermann und verwandelt den Koch Smörrebröd aus der Muppetshow in einen französischen Gourmetkoch. Protest gibt es gegen Schweinerippchen (Miss Piggy), Brathähnchen (Hühner) und Froschschenkel (Kermit).

Zu guter Letzt serviert Smörrebröd den 80 Senioren am Montag und 130 Frauen am Dienstag in der Schützenhalle Stukenbrock-Senne Gemüsesuppe mit Kräutern – destilliert als Schnaps: »Kräuter fürs Töpfchen und Kräuter fürs Kröpfchen«.

Die Spielschar der katholischen Frauengemeinschaft St. Achatius hat sich die Muppetshow als Rahmen gegeben. Kermit, Beaker, Miss Piggy oder Gonzo und das Tier reißen die Zuschauer von den Stühlen. Aber – wie immer – unübertroffener Kult sind in der Show die garstigen Kommentare von Waldorf und Statler, den beiden Alten auf dem Balkon.

Kult der Spielschar ist noch viel mehr: Ein Sketch jagt den nächsten, wobei sich manch älterer fragt, was es da zu lachen gibt, wenn das »F« an der mechanischen Schreibmaschine hakt. Von Telefonanbietern, die einem Dinge anpreisen, von denen man noch nie gehört hat, können die meisten ein Lied singen.

Musikalisch

Die Senne ist musikalisch. Das zeigt Petra Burmester, die in feinstem 50er-Jahre-Kleid die Zuschauer mit Schlagern umgarnt. Ohne Riesenapplaus und eine Zugabe kommen die Tänzerinnen um Petra Müller nicht von der Bühne. »Seit Neujahr trainieren die Frauen dreimal die Woche«, verrät Gaby Erichsmeier. Das hat sich allerdings gelohnt, vor allem die Frauen gestern sind aus dem Häuschen, als sich Michael Jackson in achtfacher Ausfertigung an seine edlen Teile fasst.

Bevor Gonzo und die Hühner zu »My Way« und Kermit und Miss Piggy zu »Time Of My Life« eine Hebefigur im Muppet-Finale versuchen, sind aber noch Frieda und Anneliese und die absoluten Kultfiguren Liese und Lotte dran, die die Ereignisse aus der Senne Revue passieren lassen. Es war ja auch einiges los im Jahr 2018: Der Zeremonienmeister schießt den Vogel ab, die Dorfrocker singen den Senner Hit »Sommer, Sonne, Schützenfest«, der »World-Wide-Pastoralverbund« wird gegründet, Pfarrer Klöpper wird 85 und feiert Priesterjubiläum, Christa Janus findet einen elf Jahre alten EHG-Gutschein wieder und gewinnt damit eine Reise. »Ist das nicht schön?« Nicht so schön finden Liese und Lotte (Elke Deppe und Ute Schniedermann), dass der erste Wolf am Furlbach gesichtet wird und die Senne ein halbes Jahr später zum Wolfsgebiet erklärt wird. Dann doch wieder schön: Die Jungschützen St. Achatius richten im Oktober die Bundesjungschützentage aus.

Es spielen

Stefanie Manara, Daniela Lüke, Judith Pähler-vor-der-Holte-Menne, Katja Gees, Elke Deppe, Jutta Deppe, Katharina Overkemping, Christian Neuwöhner, Dagmar Diegelmann-Neuwöhner, Petra Müller, Ute Schniedermann und Petra Burmester.

Hinter den Kulissen aktiv

Carola Jürgens, Denise Pfeifer-Hachmann, Silvia Knoke, Rita Wolfslau, Gaby Erichsmeier und Klaus Schniedermann.

Vorstellung für alle

Die Spielschar tritt für Frauen und Männer am Samstag, 2. März, ab 19 Uhr noch einmal auf. Karten gibt es an der Abendkasse.

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