Do., 28.02.2019

Narren müssen sich aber wieder wärmer anziehen – windiger und regnerischer Rosenmontag – mit Videos Die Weiber sind wieder los

»Stukenbrock Helau!« – die Weiber sind wieder los.

»Stukenbrock Helau!« – die Weiber sind wieder los. Foto: Oliver Schwabe

Schloß Holte-Stukenbrock/Paderborn/Höxter (WB). Die Narren stürzen sich in den Straßenkarneval: Mit Weiberfastnacht beginnen am Donnerstag die tollen Tage bis Aschermittwoch. Doch das schöne Wetter soll sich nicht halten.

Die Narren stürzen sich in den Straßenkarneval: Mit Weiberfastnacht beginnen am Donnerstag die tollen Tage bis Aschermittwoch.  Vielerorts übernehmen die Frauen (kurzzeitig) die Macht in den Rathäusern, fordern Stadtschlüssel ein und schneiden Krawatten ab
Das bleibt in Stukenbrock auch nicht Bürgermeister Hubert Erichlandwehr und Landrat Sven-Georg Adenauer erspart. Die beiden Männer tragen es aber mit Fassung. Mehr noch: Erichlandwehr wird als Engelchen verkleidet von einer Bande Teufelinnen entführt, Landrat Adenauer wird vor dem Publikum in ein Kostüm mit Plastik-Joint und Rastalocken gezwängt.
Den Spaß machen sie den Weibern zuliebe gerne mit, auch wenn Bürgermeister Erichlandwehr den Schlüssel für das Rathaus nicht ganz freiwillig abgibt. Immerhin feiert der Altweiberumzug in Stukenbrock am Donnerstag sein 60. Jubiläum. 

 

 

Das Facebook-Video wird geladen
Das Facebook-Video wird geladen
Das Facebook-Video wird geladen

Kinderumzug in Paderborn

Auch in Paderborn hat der Straßenkarneval begonnen. Den Anfang machten die Jüngsten.  620 Jungen und Mädchen ziehen bunt verkleidet durch das Paderborner Riemekeviertel. Närrische Hexen übernehmen in Fürstenberg die Macht. 

Am Nachmittag folgt dann der Sturm auf das Rathaus. 

Das Facebook-Video wird geladen

Narren besuchen das WB

In Höxter bekommt das WESTFALEN-BLATT indes selbst Besuch von den Narren: 

Das Facebook-Video wird geladen

 

 

Regen, Wind und Wolken zu Rosenmontag

Nach einem sonnigen Start müssen Jecken in NRW voraussichtlich dicke Jacken über ihre Kostüme ziehen. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte, sollen schon am Donnerstagmittag Wolken vom Westen über das Land ziehen. »Strahlenden Sonnenschein gibt es nicht mehr«, sagte ein Meteorologe. Am Nachmittag werde es noch einmal bewölkter, in der Eifel könne es regnen. Die Temperaturen liegen zwischen 12 und 16 Grad. In der Nacht kühle es sich dann auf bis zu relativ milde fünf Grad ab.
Zum Höhepunkt der Fünften Jahreszeit sollten Jecken Regenschirm und Regenjacke nicht vergessen – am Rosenmontag werde es regnerisch, windig und etwas kühler. »Es ist ungemütlich und dazu windig«, sagte der Meteorologe. Heftige Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis zu 90 Stundenkilometern sind laut DWD aber vor allem in den Kammlagen der Mittelgebirge zu erwarten, so dass die rheinischen Karnevalshochburgen davon eher verschont bleiben dürften.

Besonders in Klöstern ging es hoch her

Der »Wieverfastelovend«, wie es auf Kölsch heißt, geht übrigens in seiner Tradition bis ins Mittelalter zurück. Besonders in Nonnenklöstern ging es hoch her. Bei Tage wurde »getanzt und gesprungen«, und des Nachts, wenn die Äbtissin schlafen gegangen war, Karten gespielt.
Auch die fest zementierten Geschlechterrollen früherer Tage gerieten ins Wanken: Ehefrauen verweigerten ihren Männern in der »verkehrten Welt« des Karnevals für kurze Zeit den Gehorsam. Der Brauch, Männern die Krawatten abzuschneiden, ist dagegen moderner: Er kam erst nach 1945 auf.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6427227?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2516080%2F