Stadt bietet erstmals Wohnberatungstage an
Oft fehlt nur eine Kleinigkeit

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Manchmal fehlt nur ein Handlauf oder eine kleine Hebebühne, damit man die drei Stufen zum Hauseingang hochkommt: Erstmals bietet die Stadt in Zusammenarbeit mit der Agentur für Senioren und Menschen mit Behinderung im Kreis Gütersloh ein Wohnberatung an.

Freitag, 08.03.2019, 10:45 Uhr aktualisiert: 08.03.2019, 11:18 Uhr
Bieten erstmals Wohnberatungstage mit drei Sprechstunden und einem Vortrag in der Stadt an: (von links) Fachbereichsleiterin Christiane Vornholt, AWO-Wohnberater Thomas Krüger und Pflegeberaterin Maria Brock. Foto: Monika Schönfeld
Bieten erstmals Wohnberatungstage mit drei Sprechstunden und einem Vortrag in der Stadt an: (von links) Fachbereichsleiterin Christiane Vornholt, AWO-Wohnberater Thomas Krüger und Pflegeberaterin Maria Brock. Foto: Monika Schönfeld

Ratsuchende finden in Thomas Krüger von der Arbeiterwohlfahrt einen kompetenten Ansprechpartner. Der 58-Jährige berät seit dem Jahr 2000 Senioren und ihre Angehörigen, was man tun kann, damit man möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben kann – ob in einer Mietwohnung oder im eigenen Haus. Die Wohnberatung ist kostenlos und unverbindlich. Thomas Krüger kommt auch ins Haus, um die Möglichkeiten vor Ort zu beurteilen.

»Wir haben‹ festgestellt, dass die Wohnraumberatung noch nicht so bekannt ist.«

Christiane Vornholt, Fachbereichsleiterin Soziales

»Wir haben über das Projekt ›Älter werden in Schloß Holte-Stukenbrock‹ festgestellt, dass die Wohnraumberatung, die es seit 24 Jahren im Kreis Gütersloh gibt, noch nicht so bekannt ist«, sagen Christiane Vornholt, Fachbereichsleiterin Soziales in der Stadtverwaltung, und Pflegeberaterin Maria Brock. Das soll sich ändern. Im April, Mai und Juni gibt es so genannte Wohnberatungstage in den Stadtteilen,außerdem einen Vortrag im Rathaus. Die Wohnberatungsagentur wird gefördert von der Pflegeversicherung und durch den Kreis Gütersloh.

Thomas Krüger berichtet, dass die Zahl der Anfragen steigt. Im Kreis Gütersloh haben er und seine Kollegin vergangenes Jahr 400 Hausbesuche gemacht. »Manchmal ist es nur der Läufer, über dessen Kanten ältere Menschen stolpern, manchmal das Schränkchen im Flur, das verhindert, dass man mit dem Rollator bequem daran vorbei kommt«, sagt Krüger. Er berichtet, dass jedem mit Pflegegrad 4000 Euro zustehen, um die Wohnung an die Bedürfnisse anzupassen. Außerdem gibt es für den Umbau eines Badezimmers zum Beispiel Zuschüsse in Höhe von zehn Prozent zu den Kosten. »Wenn an Mietwohnungen etwas geändert werden muss, können wir zusammen mit dem Vermieter sprechen.« Thomas Krüger hilft auch beim Ausfüllen der Anträge, gibt Stellungnahmen für die Pflegeversicherung ab und prüft Kostenvoranschläge. Die Kassen vertrauen der Beratung, viele wollten kein Gutachten des Medizinischen Dienstes. Ziel sei, den Leuten solange wie möglich das Leben in der Wohnung zu ermöglichen.

Kontakt

Thomas Krüger ist auch außerhalb der Wohnberatungstage erreichbar dienstags von 15 bis 18 Uhr und donnerstags von 9 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer 05241/903517 oder per E-Mail unter der Adresse wohnberatung@awo-guetersloh.de .

Sprechtage

Thomas Krüger ist persönlich zu sprechen bei den Wohnberatungstagen jeweils montags von 15 bis 17 Uhr am 8. April in der Bücherei Eselsohr in der Friedenskirche an der Lindenstraße 7 20. Mai im Rathaus, Raum 135 17. Juni in den Räumen der AWO an der Holter Straße 166 (alte Ursulaschule), Aufzug ins 2. Obergeschoss vorhanden.

Vortrag

»Zuhause wohnen – so lange wie möglich« ist der Titel des Vortrags am Montag, 20. Mai, ab 17 Uhr im Vortragsraum des Rathauses, Raum 129. Mit Bildern, die er mit Zustimmung bei Ratsuchenden aufgenommen hat, wird Thomas Krüger Beispiele für den Umbau eines Badezimmers, Rampen und Lifte für Rollstuhlfahrer und mehr vorstellen.

 

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6455581?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2516080%2F
Ist Wilfried W. doch schuldfähig?
Dr. Nahlah Saimeh
Nachrichten-Ticker