Mo., 18.03.2019

Ausverkaufte Premiere beim »Nonnenpoker« der Laienschauspielschar Theata Creativa Im Kloster ist die Hölle los

Die angeblichen Klosterprüfer Salvatore (Johannes Lange/links) und Antonio (Jörg Simmendinger) treiben ihr Unwesen mit den ehrwürdigen Schwestern (von links Cornelia Clär, Evelyn Simmendinger und Joyce Lange). »Nonnenpoker« heißt das neue Stück der Laienschauspielschar Theata Creativa. Am Freitagabend wurde im Pfarrheim St.-Heinrich die Premiere gefeiert.

Die angeblichen Klosterprüfer Salvatore (Johannes Lange/links) und Antonio (Jörg Simmendinger) treiben ihr Unwesen mit den ehrwürdigen Schwestern (von links Cornelia Clär, Evelyn Simmendinger und Joyce Lange). »Nonnenpoker« heißt das neue Stück der Laienschauspielschar Theata Creativa. Am Freitagabend wurde im Pfarrheim St.-Heinrich die Premiere gefeiert. Foto: Uschi Mickley

Von Uschi Mickley

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Im Kloster geht es nicht immer so züchtig zu, wie man denken mag – und erst recht nicht, wenn das neue Stück der Sender Laienschauspielschar Theata Creativa »Nonnenpoker« heißt. Am Freitagabend haben mehr als 100 Zuschauer die Premierenvorstellung im Pfarrheim St.-Heinrich gefeiert.

Szenario: Weil in der heruntergekommenen Kapelle die Gläubigen fernbleiben, vertreiben sich die Nonnen die Zeit damit, ob Oblaten zu spielen. Die junge Schwester Lucy (Joyce Lange) versucht in flippiger Art die Studentin Sophie davon zu überzeugen, ein wenig Schwung ins Klosterleben zu bringen. Das aber geht der strengen Oberin Lucretia (Martina Vetter), die sich mit ihrer durchdringenden Stimme Respekt verschafft, gegen den Strich.

Sehenswertes Tanzvergnügen

Die Antwort folgt prompt: Das Publikum ist vollauf begeistert, als sich die beiden jüngsten Darstellerinnen nicht nur schauspielerisch, sondern auch gesanglich in Bestform präsentieren und mit einer speziellen Einlage überraschen. Passend zur Thematik stimmen sie live den Song »I Will Follow Him« aus dem Musical »Sister Act« an und liefern gemeinsam mit den anderen Ordensfrauen ein sehenswertes Tanzvergnügen. »Oh, was für schöne Stimmen«, ist es aus den Zuschauerreihen zu hören. Die Langeweile im Klosteralltag nimmt wenig später ein jähes Ende, als zwei angebliche Prüfer vom Vatikan-Kloster-TÜV bei den Nonnen Unterschlupf suchen.

»Damit eines klar ist: Den Beischlaf werde ich nicht mit Ihnen ausüben«, herrscht die ehrwürdige Schwester Elisabeth den großmauligen Mafiosi Antonio (Jörg Simmendinger) an. »Das wäre aber gar keine schlechte Idee«, entgegnet der zwielichtige Ganove mit einem breiten Grinsen. Der von ihnen mitgeführte Koffer voller Geld weckt auch bei den Klosterschwestern Begehrlichkeiten und löst in der Folge eine Kette zahlreicher Turbulenzen aus. Im Kloster geht es drunter und drüber – und es läuft auf den großen Showdown hinaus, der an dieser Stelle natürlich noch nicht verraten werden kann.

Schlüpfrige Sprüche

Mit »Nonnenpoker«, das erstmals in Eigenregie erarbeitet wurde, hat die Truppe erneut einen Volltreffer gelandet. Wieder sind die Rollen hervorragend besetzt. Die Darsteller zeigen eine Fülle brüllend witziger Einzelereignisse und Szenen. Dabei sparen sie nicht mit schlüpfrigen Sprüchen, die bei den Zuschauern immer wieder Lachsalven und begeisterten Applaus hervorrufen. »Das Kommen hat sich gelohnt. Es ist jedes Jahr aufs Neue einfach Spitze. Der Gesang der beiden jungen Mädchen hat mir besonders gut gefallen«, sagt Zuschauer Holger Müller.

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