Fr., 29.03.2019

45 Aussteller buhlen um die Gunst der Schüler von Gymnasium und Gesamtschule Studium oder Ausbildung?

Anita und Patrice, die Q1 am Gymnasium besuchen, informieren sich bei Merve Can und Jana Petermann (von links) , die selbst noch mitten in der Ausbildung stecken, welche Chancen sie bei der Finanzverwaltung so haben.

Anita und Patrice, die Q1 am Gymnasium besuchen, informieren sich bei Merve Can und Jana Petermann (von links) , die selbst noch mitten in der Ausbildung stecken, welche Chancen sie bei der Finanzverwaltung so haben. Foto: Matthias Kleemann

Von Matthias Kleemann

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Von wegen, man kann an der Uni nur studieren. An der Uni Bielefeld kann man sich auch ausbilden lassen, und zwar in einem der vielen Berufe, die für den Betrieb der Uni gebraucht werden.

Gesucht werden zum Beispiel Auszubildende als Biologie- oder Chemielaborant, Mediengestalter, Systemelektroniker, Tierpfleger oder Verwaltungsfachangestellte. »Bei uns gibt es 15 Ausbildungsberufe«, sagt Klaus Schmidt, der selbst Feinwerkmechaniker ausbildet. Etwa 70 junge Leute werden derzeit an der Uni ausgebildet, aktuell sucht die Uni 24 neue Azubis. Erstmals nutzt sie dafür auch die Berufsinformationsbörse in der Aula des Gymnasiums.

Die Uni ist einer von 45 Ausstellern. Viele sind Ausbildungsbetriebe aus der Stadt, viele aus dem Handwerk, zum Beispiel Elektroinstallation, Metallverarbeitung oder Kfz-Gewerbe. Gesucht werden auch immer Kaufleute, sei es beim Farbglashändler TGK oder bei einem der Geldinstitute.

Studienberater informieren

Daneben spielt das Studium eine wichtige Rolle. Im Gegensatz zur Uni Bielefeld hat die Uni Paderborn ihre Studienberater geschickt. »Wir freuen uns, wenn die Studierenden, die zu uns kommen, sich vorher schon informiert haben«, sagt Kirsten Bondzio von der zentralen Studienberatung Paderborn. Sie informiert die interessierten Schüler über das breit gefächerte Angebot der Uni, Master und Bachelor, von den Geistes- bis zu den Naturwissenschaften.

Übergangscoach Lena Lenz zeigt sich gestern Nachmittag zufrieden. Nicht nur die 135 Gesamtschüler, für die die Börse eine Pflichtveranstaltung ist, sind erschienen, sondern auch sehr viele Schüler des Gymnasiums. Den Beginn auf 15 Uhr vorzuverlegen sei eine gute Entscheidung gewesen, auch Bürgermeister Hubert Erichlandwehr, der zu Beginn ein paar Worte an die Besucher gerichtet hat, stimmt zu.

Schwer hat es Silke Anja Knauer-John vom Medizinischen Zentrum für Gesundheit in Bad Lippspringe. Der Betrieb sucht Pflegekräfte, etwa 20 Auszubildende könnten dieses Jahr eingestellt werden und ist ebenfalls zum ersten Mal auf der Börse. Aber der Beruf ist nicht attraktiv, Schichtdienst und psychische Belastung sind nicht jedermanns Sache. Entsprechend verhalten ist das Interesse der Schüler.

Finanzverwaltung auch attraktiv

Da scheint selbst eine Ausbildung bei der Finanzverwaltung attraktiver zu sein. Jana Petermann, die selbst noch ausgebildet wird preist ihre Tätigkeit beim Finanzamt Wiedenbrück als abwechslungsreich an.

Und es muss ja nicht unbedingt das Finanzamt sein. Den mittleren und gehobenen Dienst gibt es auch bei der Stadtverwaltung und bei den Stadtwerken Schloß Holte-Stukenbrock – warum in die Ferne schweifen? Tobias Benteler durchläuft zum Beispiel gerade bei der Stadt ein duales Studium und informiert darüber interessierte Schüler. Wenn er nicht gerade an der Uni ist, lernt er bei der Stadt einen Fachbereich nach dem anderen kennen.

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