Mi., 03.04.2019

Senne Brass: Neues Festival der Blasmusik auf dem Gelände am Safariland Abfeiern zur Gute-Laune-Musik

Foto: Felix Bröker

Von Monika Schönfeld

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Trommler und Trompeter sitzen am Tisch – was kann da noch passieren? Blasmusik ist beliebt, der Bürgermeister spielt im Städtischen Blasorchester Trompete, Stefan Burckhardt (CDU) im St.-Johannes-Blasorchester die Trommel. Ab 2020 wird Schloß Holte-Stukenbrock mit »Senne Brass« zur Festivalstadt für Blasmusik.

Mit einem Paukenschlag melden sich die Macher des Serengeti-Festivals zurück. Die Vibra-Agency, die zehn Jahre lang von 2006 bis 2015 das Serengeti-Festival ausgerichtet hat, will das Senne-Brass-Festival langfristig etablieren. Start ist zum Stadtjubiläum 50 Jahre Schloß Holte-Stukenbrock im Jahr 2020. Das Datum steht bereits fest: Freitag bis Sonntag, 10. bis 12. Juli. An dem Sonntag ist auch das Endspiel der Fußball-Europameisterschaft. Zum Festival gibt es das Public Viewing.

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Wir werden ein Festival auf die Beine stellen, das einzigartig ist.

Walent-Toni Cerkez

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Walent-Toni Cerkez, Chef der Vibra-Agency, und Mitarbeiter Volker Hagen erläutern das Konzept. »Wir werden ein Festival auf die Beine stellen, das einzigartig ist. Etwas Ähnliches gibt es nur noch bei München, die Brass-Wies’n. Aber wir wollen kein bayrisches Volksfest nach Schloß Holte-Stukenbrock bringen, sondern Blasmusik von Ska über Soul bieten und den lokalen Bezug herstellen.«

Stadt als Premium-Partner

Der Wirtschafts-, Marketing- und Stadtentwicklungsausschuss hat einstimmig beschlossen, dass »Senne Brass« erstmals zum Stadtjubiläum ausgerichtet wird. Die Kosten für Bauhofleistungen, Straßensperrungen und Gebühren werden nicht in Rechnung gestellt. Die Stadt beteiligt sich 2020 mit einem Sponsoringbetrag in Höhe von 10.000 Euro und ist damit Premium-Partner, darf zum Beispiel mit dem Festival Stadtwerbung betreiben. Mit zwei Gegenstimmen der SPD wurde außerdem beschlossen, dass die Stadt für das Jubiläumsjahr eine Ausfallbürgschaft übernimmt, durch die sie am Gewinn und Verlust mit 50 Prozent beteiligt ist, maximal mit 50.000 Euro.

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Blasmusik wird jung und frisch interpretiert, hat viele Freunde, ist ein Garant für gute Laune.

Volker Hagen

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Die Vibra-Agency ist Anbieter von Festivals in der Region und verantwortlich für Campus-Festivals in Bielefeld und Paderborn und seit 2009 für die Parklichter in Bad Oeynhausen. Das Gelände in Stukenbrock-Senne ist für 19.000 Besucher zugelassen. Vorgesehen ist ein Eintrittspreis von 70 Euro für das Wochenende, 40 Euro fürs Tagesticket, Sonntag ist Familientag mit freiem Eintritt. Cerkez und Hagen rechnen im ersten Jahr mit 5000 Gästen, im dritten Jahr bereits mit 10.000. »Im Kreis Paderborn gibt es 95 Blasorchester. Es sind unglaublich viele junge Leute dabei. Blasmusik wird jung und frisch interpretiert, hat viele Freunde, ist ein Garant für gute Laune.«

Hinterfragt wurde von Politikern der Standort im Jahr des Stadtjubiläums. In der Stadt, selbst auf dem Pollhansplatz, sei ein Festival nicht unterzubringen, sagt Cerkez, der in Schloß Holte-Stukenbrock lebt. Vorher könnten aber kleine Aktionen stattfinden wie ein Weckruf vom Kirchturm oder Auftritte in der Nordwestbahn zwischen Bielefeld und Paderborn. »Wir kooperieren mit der Bahn und mit Wittler, damit alle gut nach Hause kommen.«

Ein Kommentar von Monika Schönfeld

Es ist eine Win-Win-Situation, wie Horst Geller (FDP) sagte. »Ihr wollt etwas installieren. Wir wollen etwas zeigen.« Tatsächlich ist das Stadtjubiläum der passende Anlass, solch ein Festival finanziell zu unterstützen. Zehn Jahre Serengeti haben zusammen mit dem Holter Meeting die Stadt bereits zur Festivalstadt gemacht. Das Whatever-Happens-Festival schließt sich an. Das Image der Stadt ist dadurch überregional geprägt.

Die Vibra-Agency tritt in der Regel als Dienstleister für Festivals auf, die in Verantwortung der Städte sind. Eine Fraktion, so sagte der Bürgermeister, habe das auch für »Senne Brass« vorgeschlagen. Das hatte Walent Cerkez schon mit dem Serengeti-Festival ins Auge gefasst. Jetzt muss jedes Jahr neu beraten werden, ob und wie sich die Stadt finanziell einbringt.

Dass ein Blasmusik-Festival ein Erfolg wird, ist meiner Meinung nach sicher. Allein in dieser Stadt gibt es zwei Blasorchester und die machen viel mehr als »Dicke-Backen-Musik«.

 

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