Di., 16.04.2019

50 Männer und Frauen blicken auf ihre Erstkommunion vor 50 Jahren zurück Den Sündenzettel ausgetauscht

Mit einem festlichen Gottesdienst begingen die Goldjubilare am Samstag ihren Ehrentag in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist.

Mit einem festlichen Gottesdienst begingen die Goldjubilare am Samstag ihren Ehrentag in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist. Foto: Manuela Fortmeier

Von Manuela Fortmeier

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). 50 Männer und Frauen haben am vergangenen Samstag in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist ihre Goldkommunion gefeiert.

Gemeinsam mit Pastor Johannes Epkenhans blickten sie auf das Jahr 1969 zurück, als ihre erste Heilige Kommunion genau am gleichen Tag und bei ebenso kaltem und ungemütlichen Wetter stattfand. Damals bei Pfarrer Heinrich Huckschlag waren es 48 Jungen und 62 Mädchen, die erstmals zum Tisch des Herrn geführt wurden.

Zwei Jahrgänge auf einmal

Es waren in diesem Jahr besonders viele, weil aufgrund der Kurzschuljahre die Kinder zweier Jahrgänge gleichzeitig zur Erstkommunion gingen. Bettina Benteler kann sich gut daran erinnern, denn sie ging gleichzeitig mit ihrer Schwester Cornelia zur ersten Kommunion.

Gemeinsam mit Maria Ramsel, Bruno Wulf und Beate Nagel hat Bettina Benteler das Fest am Samstag vorbereitet und alle Ehemaligen eingeladen. Eine weite Anreise hatte Hubert Nathaus, der heute in Rinteln lebt. Aus dem Sauerland kam der ehemalige Lehrer Hubert Schneider, um persönlich zu gratulieren. »An meine Zeit als junger Lehrer in Stukenbrock erinnere ich mich gerne. Meine Schülerinnen und Schüler von damals waren brav, respektvoll und sehr gut erzogen.«

In Erinnerung geblieben

Bis heute kann sich Bettina Benteler an die Kommunionkleider erinnern, die ihre Tante genäht hat. »Auf der rechten Seite waren weiße Schleifen.« Ganz schlimm habe sie damals ihren »Pottschnitt« gefunden und sich dafür geschämt.

So wie Bettina Benteler und ihre Schwester bekamen damals die meisten Mädchen Hortensien, Gebetbücher oder Handtücher geschenkt. »Das war so und reichlich Pralinen gab es auch noch dazu«, erinnert sich auch Petra Stüker. »Bruno Wulf und ich haben uns am Kommunionstag immer aus Spaß gegenseitig auf die neuen Schuhe getreten«, erzählt Marion Sasse.

Uhr und Rosenkranz

Konrad Grauthoff hingegen weiß noch, dass er »die erste Uhr und einen Rosenkranz« bekommen hat .

Nicht nur die Geschenke seien vor 50 Jahren »völlig anders« gewesen als heute. »Damals mussten wir als Kommunionkinder nüchtern zum Gottesdienst kommen. Alles war strenger«, blicken die Jubilare nachdenklich zurück. »Ja und wir mussten so oft beichten, dass wir mit mehreren Kindern unsere Sündenzettel ausgetauscht haben, weil uns nichts mehr einfiel, was wir ausgefressen und noch nicht gebeichtet hatten«, berichtet Monika Mandrysch.

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