Senner Pferde bald zurück in der Moosheide
Zu trocken fürs Sommerquartier

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Die Trockenheit hat das Gras noch nicht üppig wachsen lassen. Deshalb verzögert sich der Auflass der Senner Pferde in die Moosheide. Noch gibt es nicht genug zu fressen.

Donnerstag, 09.05.2019, 06:45 Uhr aktualisiert: 09.05.2019, 06:50 Uhr
Senner Pferde bald zurück in der Moosheide: Zu trocken fürs Sommerquartier
Foto: Monika Schönfeld

Nur noch wenige Wochen, dann kehren die Senner Pferde aus ihrem Winterquartier, dem Güsenhof in Paderborn-Sennelager, zurück in das Sommerquartier im Naturschutzgebiet Moosheide. Rund 24 Hektar Weidefläche stehen den vier Stuten und vier Wallachen der in Deutschland ältesten, bekanntesten Pferderasse hier zur Verfügung. Das Gelände gehört der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock, der Gemeinde Hövelhof und dem Bundesvermögensamt.

Nach der Wintersaison ist der ehrenamtliche Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft »Senner Pferde« von der Biologischen Station Paderborn-Senne, Aloys Sielhorst aus Verl, zufrieden. »Die zurückliegende Wintersaison ist normal, ohne nennenswerte Krankheiten verlaufen«, sagt Aloys Sielhorst im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT.

Nicht genug Futter

Jedoch müsse mit dem im Frühling üblichen Auftrieb der Senner Pferde dieses Jahr noch etwas gewartet werden. Als Grund für die Verzögerung nennt Sielhorst das Wetter. »Der Bewuchs der Weiden gibt aktuell für die Tiere noch nicht genug her, so dass die Pferde sich von dem Grasbewuchs noch nicht ausreichend ernähren können«, erklärt der Verler, dem die Tiere sehr ans Herz gewachsen sind. Er vermutet, dass es in ein bis zwei Wochen soweit sein könnte, dass es genug Futter gibt. Schließlich sieht das im Jahr 2000 ins Leben gerufene Projekt vor, dass die Pferde sich im Sommer auf den Weiden ausschließlich alleine versorgen und nicht zugefüttert wird. Für ausreichend frisches Trinkwasser sorgt die Freiwillige Feuerwehr Hövelhof.

Bundesweit gebe es von der vor dem Aussterben bedrohten Haustierrasse, den Sennern, etwa 40 Tiere. »Die Senner Pferde sind sehr genügsam, robust und auch trittsicher«, erklärt der ehrenamtliche Vorsitzende. Trittsicherheit sei gerade im Naturschutzgebiet ein nicht zu unterschätzendes Merkmal der Tiere.

Gäste sind willkommen

Neben den acht Senner Pferden, die, »wenn alles wie geplant gut läuft und das Wetter mitspielt, im Mai ausgeweidet werden können«, sind weitere Pferde dieser Rasse auch im Freilichtmuseum in Detmold zu sehen, informiert Sielhorst.

Gerne sind zum bevorstehenden Austrieb dann neben den geladenen Gästen auch wieder alle Interessierten willkommen, die sich für das Projekt, die Moosheide oder die Tiere interessieren. Wenn es ihr möglich ist, wird auch Ihre Durchlaucht, Traute Prinzessin zur Lippe, als Schirmherrin des Projektes wieder persönlich dabei sein, wenn die Senner Pferde in ihr Sommerquartier entlassen werden. Nach dem Tod ihres Mannes Prinz Armin zur Lippe hatte die Prinzessin die Schirmherrschaft von ihrem Gatten übernommen.

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