Olaf Rott aus Augustdorf hat App fürs Smartphone geschrieben
Sennelager: Sperrzeiten auf einen Klick

Schloß Holte-Stukenbrock/Augustdorf (WB). Wer hat schon immer die Liste des Britischen Verbindungsoffiziers oder eine Tageszeitung dabei, wenn er über den Truppenübungsplatz fahren will? Ein Smartphone hat aber fast jeder.

Samstag, 11.05.2019, 06:45 Uhr aktualisiert: 11.05.2019, 09:06 Uhr
Olaf Rott aus Augustdorf hat die App mit dem Namen »Sennesperrzeiten« entwickelt. Er wohnt an der Haustenbecker Straße, nur wenige hundert Meter vom Truppenübungsplatz Sennelager entfernt und damit auch von der ersten Schranke. Foto: Monika Schönfeld
Olaf Rott aus Augustdorf hat die App mit dem Namen »Sennesperrzeiten« entwickelt. Er wohnt an der Haustenbecker Straße, nur wenige hundert Meter vom Truppenübungsplatz Sennelager entfernt und damit auch von der ersten Schranke. Foto: Monika Schönfeld

Mit einer kostenlosen App kann so auch jeder wissen, ob die Durchgangsstraßen gesperrt sind oder nicht. Zu verdanken ist die App mit dem Namen »Sennesperrzeiten« Olaf Rott aus Augustdorf. Er hat sein Haus an der Haustenbecker Straße, nur wenige hundert Meter vom Truppenübungsplatz Sennelager entfernt und damit auch von der ersten Schranke.

»Ich fahre selbst gern in meiner Freizeit mit dem Rennrad oder dem Mountainbike über den Truppenübungsplatz Richtung Kreuzkrug oder Externsteine«, sagt der 49-Jährige. Er ist selbstständiger IT-Berater, hat aber überwiegend mit Software-Entwicklung, -Beratung und -Analysen für Banken und Versicherungen zu tun. »Ich wollte wieder mal ein bisschen programmieren, damit ich nicht raus komme, eine Fingerübung«, sagt Rott. Er brauchte dafür ein Problem, in dem alles drin ist. Und in den Sperrzeiten des Truppenübungsplatzes steckt eine Menge.

Geöffnet oder geschlossen

»Ich wollte einen einfache, grafische Oberfläche, die auf den ersten Blick alles zeigt«, berichtet er. Die Aktualisierung der Daten, nämlich die täglichen Sperrzeiten, läuft über eine kleine Textdatei, die er einmal im Monat händisch eingibt, wenn der Britische Verbindungsoffizier die neuen Sperrzeiten herausgibt. Die erhält Olaf Rott per E-Mail.

Die Anwendung hat praktisch nur zwei Seiten, den aktuellen Tag mit dem Tag der Änderung zu »geöffnet« oder »geschlossen«, und einen Kalender für den ganzen Monat. »Der Kalender macht mir selbst Spaß«, sagt Rott. Mehr als 700 Nutzer hat die App. Als die örtliche Tageszeitung über die App berichtet hat, ist die Zahl der Nutzer in die Höhe geschnellt, war bei Google-Trends für ein Wochenende ganz oben. Als sich jetzt die Interessengemeinschaft Schlangen 4.0 öffentlich gegen die langen Schließzeiten des Truppenübungsplatzes wandte, gab es noch einmal einige Kommentare und danach mehr Nutzer. Die Kommentare, die er von Nutzern hört, seien alle positiv. »Das macht richtig Spaß.«

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