Do., 16.05.2019

Tagespflegegäste der »Alten Backstube« stellen im Kulturforum am Altenkamp aus Kunst hält jung

Die Auswahl der Stücke fiel (von links) Sabine Sturm (»Alte Backstube«), Izabel Riello-Peter (Malerin) und Marie Deppenkemper (»Haus am Stein«) schwer. Für 400 Exponate hätte Friedrich Dransfeld im Kulturforum keinen Platz gehabt.

Die Auswahl der Stücke fiel (von links) Sabine Sturm (»Alte Backstube«), Izabel Riello-Peter (Malerin) und Marie Deppenkemper (»Haus am Stein«) schwer. Für 400 Exponate hätte Friedrich Dransfeld im Kulturforum keinen Platz gehabt.

Schloß Holte-Stukenbrock (WB/ale). Malen fördert die Kreativität und hält in gewissem Maße jung. Davon können sich aktuell Besucher der Ausstellung im Kulturforum am Altenkamp selbst überzeugen.

Die Werke sind eine Art Gemeinschaftsproduktion. Unter fachlicher Anleitung von Izabel Riello-Peter haben die Gäste der Tagespflege »Alte Backstube« aus Schloß Holte und die Bewohner des Seniorenheimes »Haus am Stein« in Kaunitz vielfältige Kunstwerke erstellt. »Mehr als 400 sind so in den vergangenen Jahren entstanden, die Auswahl für die Ausstellung fiel schwer«, erklärt die Psychologin und ausgebildete Malerin für begleitendes Malen.

Kreativ entfaltet

Wenngleich sie großen Wert darauf legt, dass es sich um kein therapeutisches Malen handelt. Im Gegenteil, in den Kursen sollen der Zusammenhalt untereinander und das kreative Entfalten der Einzelnen stehen. »Am Anfang braucht es schon ein bisschen Mut«, bestätigt Sabine Sturm von der Einrichtung »Alte Backstube«. Mittlerweile habe sich das aber gelegt, die stolzen Künstler malen für sich und selbstständig. Wertschätzung sei überhaupt wichtig, betont auch Marie Deppenkemper vom »Haus am Stein«. »Die Bewohner sind natürlich sehr stolz, ihre selbst gestalteten Bilder in einer Ausstellung zu sehen.«

Einige sind direkt selbst zur Eröffnung gekommen und überrascht, wie die Werke an den weißen Wänden wirken. Für Schmunzeln sorgt der gezeigte Filmbeitrag, der während einer Malstunde entstanden ist.

Persönliche Werke

Neben klassischen Porträts zeigt die Ausstellung auch sehr persönliche Werke. Vereinzelt zieren Fotografien die Bilder, nebenan hängen detailreiche Tierzeichnungen. »Wir bereiten den Arbeitstisch mit den Utensilien vor und geben ein Motto aus«, erklärt Riello-Peter. Was danach entstehe, überlasse sie den Bewohnern.

Interessierte können sich noch bis zum 11. Juni an die Verantwortlichen aus den beiden Einrichtungen wenden, es steht ein Schlüssel vom Kulturforum für individuelle Führungen zur Verfügung. Der Erlös verkaufter Stücke fließt wieder in die wöchentlich stattfindenden Malstunden.

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