Sa., 18.05.2019

Dorfverein, PSV und Kai Schugk trainieren die »Emsrenner« BMX-Fahrer heben ab

Berthold Halstrick (links mit Laufrad) und Trainer Kai Schugk (rechts) werden unterstützt von (hinten von links) Dietmar Gebauer, Joachim Pförtner (Unser Dorf Stukenbrock-Senne), Lorenz Lange (PSV-Radsport), (in der Hocke von links) Andreas Schubert (Förderverein Kindergarten St. Achatius), Ulf Gansauge (Polizei-Sport-Verein) und Volker Grevenhorst (Radsportverband NRW).

Berthold Halstrick (links mit Laufrad) und Trainer Kai Schugk (rechts) werden unterstützt von (hinten von links) Dietmar Gebauer, Joachim Pförtner (Unser Dorf Stukenbrock-Senne), Lorenz Lange (PSV-Radsport), (in der Hocke von links) Andreas Schubert (Förderverein Kindergarten St. Achatius), Ulf Gansauge (Polizei-Sport-Verein) und Volker Grevenhorst (Radsportverband NRW). Foto: Monika Schönfeld

Von Monika Schönfeld

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Über die Buckel geht’s, manchmal heben die Kinder mit ihren Rädern ab, irgendwann werden sie springen und dabei ihre Räder drehen und fliegen: Die BMX-Bahn in Stukenbrock-Senne am Jägergrund gehört künftig den »Emsrennern«.

»Ich bin glücklich, wenn ein neuer Standort aufgemacht wird. Das bedeutet für den Radsport attraktive Nachwuchswerbung«, sagt Volker Grevenhorst aus Bünde, der im Radsportverband NRW als BMX-Koordinator arbeitet. Bereits, als 2017 die BMX-Dirtbahn vom Verein »Unser Dorf Stukenbrock-Senne« eröffnet worden ist, hatte der Initiator Bernhard Derksen Kontakt zu Kai Schugk aufgenommen.

Training ab 6. Juni alle zwei Wochen

Der BMX-Experte aus Bielefeld wird ab 6. Juni alle zwei Wochen donnerstags von 17 bis 18.30 Uhr Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 15 Jahren auf der Bahn in Stukenbrock-Senne trainieren.

Mit im Boot ist die starke Radsportabteilung des Polizei-Sport-Vereins (PSV)

Sportart boomt erneut

Bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio kommt BMX-Freestyle als neue Sportart ins Programm, um mehr jüngere Menschen für die Wettkämpfe zu begeistern. Das hat Präsident Thomas Bach vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) 2017 verkündet.

BMX ist die Abkürzung für Bicycle Motocross, wobei das X für das englische Wort cross (für durchqueren) steht. Es handelt sich dabei um eine Ende der 1960er-Jahre in den USA entstandene Sportart, bei der Sportler auf einem Fahrrad mit 20-Zoll-Laufrädern Tricks oder Stunts ausführen. Der Vorläufer war Anfang der 1960er-Jahre das so genannte Stingrayrad, das in den 1970er-Jahren als Bonanzarad nach Europa kam. BMX-Räder waren Anfang der 1980er-Jahre bei Kindern und Jugendlichen als Fahrrad in Mode.

Stukenbrock-Senne. »Über den Spaß, den die Kinder auf der Dirtstrecke haben, wollen wir den Nachwuchs zum Fahrradfahren bringen«, sagen vom PSV Ulf Gansauge und Lorenz Lange. Rennen auf BMX-Strecken sind olympisch – das hat dem Sportgerät, das vor allem in der 1980er-Jahren absolut »in« war, erneuten Auftrieb gegeben. Auf den großen Strecken mit Halfpipe und mehr tummeln sich die Profis. Die Dirtstrecken wie in Stukenbrock-Senne eignen sich für Anfänger. »In Holland gibt es 104 Strecken, die an Kindergärten angegliedert sind«, berichtet Grevenhorst.

Kostenloses Angebot

Kai Schugk sagt, er arbeite auch mit Zweijährigen. Der 42-Jährige ist Wettkampf-Profi, ist im Alter von 7 bis 13 Jahren BMX-Rad gefahren, dann aufs Motorrad umgestiegen und im Alter von 25 Jahren wieder beim BMX-Rad gelandet. Er trainiert die Kinder ehrenamtlich – ohne Bezahlung. Das bedeutet auch für alle, die mitmachen wollen, dass es sie nichts kostet. »Ich bin jetzt auch Mitglied im PSV Stukenbrock-Senne. Das Jugendprojekt soll Kinder in Bewegung bringen«, sagt Kai Schugk. Die Auftaktveranstaltung zu diesem neuen Angebot ist am Freitag, 24. Mai, ab 16 Uhr. Dann geht es ab 6. Juni im Zwei-Wochen-Rhythmus weiter. Bis dahin soll die Anlage etwas umgestaltet werden, die Naturbahn bekommt eine zweite Spur – alles im bestehenden Rahmen. »Vielleicht können wir nächstes Jahr schon einen OWL-Cup austragen«, meint Schugk.

Wer mitmachen möchte, sollte in langer Hose und langärmelig kommen, sein Fahrrad und einen Helm mitbringen. Ein BMX-Rad wäre gut, es geht aber auch mit normalem Rad. Die Eltern sollten bei den ersten Terminen dabei sein. Eine Teilnehmerbegrenzung gibt es nicht. »Je mehr, desto besser«, sagt Schugk. »Als ich in Bielefeld vor 17 Jahren mit den Trainings angefangen habe, waren es in der ersten Stunde drei Kinder, jetzt sind es 65, die ich in drei Gruppen geteilt habe.« Der Radsportverband fördert die Aktion. »Bewegung ist gut für die Koordination und Konzentration. Und die kleinsten können mitmachen – mit dem Laufrad«, sagt Grevenhorst. Wie das aussieht, zeigt der Fast-Zwei-Meter-PSV-Radsportler Berthold Halstrick.

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