Di., 28.05.2019

Lenkungskreis Gedenkstätte Stalag geht den nächsten Schritt Studie in Auftrag gegeben

Gehen mit einer Machbarkeitsstudie den nächsten Schritt in Sachen Gedenkstätte Stalag: (von links) Bürgermeister Hubert Erichlandwehr, Landtagspräsident André Kuper, LWL-Kulturdezernentin Barbara Rüschoff-Parzinger, Stadtplanerin Julia Krick, Oliver Hall von der Technischen Hochschule OWL, und Hans Wupper-Tewes, Landeszentrale für politische Bildung.

Gehen mit einer Machbarkeitsstudie den nächsten Schritt in Sachen Gedenkstätte Stalag: (von links) Bürgermeister Hubert Erichlandwehr, Landtagspräsident André Kuper, LWL-Kulturdezernentin Barbara Rüschoff-Parzinger, Stadtplanerin Julia Krick, Oliver Hall von der Technischen Hochschule OWL, und Hans Wupper-Tewes, Landeszentrale für politische Bildung. Foto: Monika Schönfeld

Von Monika Schönfeld

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Ein nächster Schritt, die Gedenkstätte Stalag auf sichere Beine zu stellen, ist gemacht: Der Lenkungskreis um den Landtagspräsidenten André Kuper hat gestern einstimmig beschlossen, eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben zu lassen.

Grundlage ist die Variantenuntersuchung der Technischen Hochschule OWL, die bereits im Rat vorgestellt worden ist . Professor Oliver Hall vom Urban Lab der TU OWL hatte die Variante empfohlen, nach der das Gelände der Gedenkstätte von der Polizeischule abgetrennt wird und einen eigenen Zugang erhält. Stadt und Kreis hatten diese Untersuchung in Auftrag gegeben.

Jetzt geht’s um das Konzept

Jetzt ist der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Zuge. Der wird eine Machbarkeitsstudie ausschreiben. LWL-Kulturdezernentin Barbara Rüschoff-Parzinger sagte gestern, dass es jetzt um das inhaltliche und bauliche Konzept, die digitale Präsentation, die Zielgruppen, das Angebot und die Position in der Gedenkstättenlandschaft gehe. »Wir können Besucher nur packen, wenn wir sie emotional ansprechen«, sagt sie. Als Gedenkstätte von internationaler Bedeutung müsse eine Besucherzahl erreicht werden, die im Verhältnis zum Aufwand und den Investitionen stehe. Geprüft werden muss, ob sich einzelne Module Schritt für Schritt umsetzen lassen. Die Machbarkeitsstudie kostet 250.000 Euro, die Land und Landschaftsverband bezahlen. Vorliegen soll sie im Juni 2020. Bis zum 31. August 2020 muss der Förderantrag an den Bund gestellt sein. Bis dahin muss ein Kostenrahmen für die Gedenkstätte vorliegen.

Wer soll Träger werden?

Im Anschluss müssen sich Stadt, Kreis, Land, Landschaftsbehörde und Innenministerium (Polizeischule) damit beschäftigen. Gleichzeitig machen sich alle Gedanken, wer Träger der Gedenkstätte sein soll. »Ein Förderverein bleibt zwingend erforderlich. Gedenkstättenarbeit ist ohne Ehrenamtliche nicht möglich«, sagt Rüschoff-Parzinger. LWL-Experten aus dem Institut für Regionalgeschichte, aus Medienzentrum und Museumsamt werden mitarbeiten. Drei bis fünf Jahre lang werde es dauern, bis sich am Status Quo etwas ändert.

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