DKMS-Registrierungsaktion beim VfB Schloß Holte ist ein voller Erfolg
201 potenzielle Lebensretter

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). »Es wurden alle meine Erwartungen übertroffen«, freut sich Christian Voike. Der 35-Jährige und seine vier Helfer haben 201 neue potenzielle Stammzell- und Knochenmarkspender für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) registriert.

Mittwoch, 05.06.2019, 06:45 Uhr aktualisiert: 05.06.2019, 06:50 Uhr
Wattestäbchen in den Mund und los geht’s: Marcel Seack, Julian Pietsch, Organisator Christian Voike und Sebastian Spada registrierten während der Aktion beim VfB Schloß Holte 201 neue potenzielle Lebensretter. Foto: Carina Teckentrup
Wattestäbchen in den Mund und los geht’s: Marcel Seack, Julian Pietsch, Organisator Christian Voike und Sebastian Spada registrierten während der Aktion beim VfB Schloß Holte 201 neue potenzielle Lebensretter. Foto: Carina Teckentrup

Damit wurde die anvisierte 100-er Marke für die Aktion beim VfB Schloß Holte um ein Vielfaches geknackt. »Es sind auch viele gekommen, die nichts mit dem VfB zu tun haben. Das freut mich sehr«, sagt der Organisator der Aktion. So wie Martina Siegenbrink aus Bielefeld: Die 39-Jährige habe einen Social-Media-Beitrag des ZEP-Teams über die Aktion beim VfB gesehen und sich zum spontanen Besuch in Schloß Holte-Stukenbrock entschlossen.

»Eugen Penner, der Inhaber des ZEP-Teams, ist der Bruder von Sebastian Penner, einem meiner Spieler«, erzählt Voike, der die zweite Herrenmannschaft des VfB trainiert. So konnte die Reichweite der sozialen Medien sinnvoll genutzt werden. »Wir haben die letzten Registrierungen um 18.40 Uhr gemacht, da war eigentlich schon lange Schluss. Das war einfach genial.«

»Einige Leute waren zwar zu alt, aber der Wille war da. Das zeigt Menschlichkeit, und das ist die Hauptsache.«

Marcel ­Seack

Viele der Typisierungswilligen nutzten am Samstag das sommerliche Wetter und machten eine Fahrradtour zum VfB-Gelände. Dass der Verein nebenan auf den Fußballfeldern im Rahmen seines 100-jährigen Jubiläums den Tag der Jugend veranstaltete, lockte zudem junge Eltern in die beiden aufgebauten Pavillons. »Bis auf ein, zwei zehnminütige Pausen war durchgängig etwas los«, berichtet Voikes Helfer Marcel ­Seack, der selbst schon Stammzellen spendete. »Einige Leute waren zwar zu alt, aber der Wille war da. Das zeigt Menschlichkeit, und das ist die Hauptsache.«

Neben Seack gingen Voike noch Marcel Rogalla, Sebastian Spada und Julian Pietsch zur Hand, klärten auf und halfen beim Zeitmessen: Die Spender sollen nacheinander drei Wattestäbchen jeweils eine Minute im Mund rotieren lassen, die so Schleimhautzellen aufnehmen. Fünf Minuten trocknen die Stäbchen danach in der Luft, bevor sie im Umschlag zur DKMS gehen. Potenzielle Spender können sich im Alter von 17 bis 55 Jahren registrieren lassen – und so alt waren der jüngste und älteste Registrierte beim VfB.

Ein weiterer Grund zur Freude bestand in der großen Bereitschaft, Geld zu spenden. »Die Registrierung ist für den potenziellen Spender kostenlos, die DKMS übernimmt die Kosten von 35 Euro«, weiß Voike. Er kennt allein schon sechs Personen aus seinem Bekanntenkreis, die Blutkrebspatienten durch eine Stammzellentnahme geholfen haben. Bald könnten es noch mehr sein. Weitere Informationen zur Stammzellspende unter www.dkms.de.

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